Dienstag, 29. März 2016

Die silberne Nadel - Andrea Schacht

Erscheinungsdatum: 9.10.2015

Weitere Informationen
Köln 1420. Bei der Stammheimer Rheinmühle wurde ein grausiger Fund gemacht: Im großen Holzrad hängt die Leiche des Brotbeschauers Schroth. Die Würgemale an seinem Hals deuten darauf hin, dass sein Tod kein Unfall war. Unter Mordverdacht steht seine Geliebte, die ehrbare Witwe Ellen, ihr droht die peinliche Befragung und Folter. Doch die kluge Fährmannstochter Myntha glaubt nicht an Ellens Schuld und beginnt, nach dem wahren Mörder zu forschen. Dabei steht ihr der geheimnisvolle Rabenmeister Frederic zur Seite, und er ist auch zur Stelle, als Myntha selbst in tödliche Gefahr gerät …

Meine Meinung

Myntha ist im Schlaf an den Fluss gewandelt. Volmerus sieht darin ein dämonisches Zeichen und versucht sie zu fangen, um ihr den Teufel auszutreiben. Pech für sie, dass in derselben Nacht der Bäckermeister ermordet wurde. Aber nicht sie, und auch nicht der Rabenmeister werden angeklagt und eingesperrt, sondern Ellen, die heimliche Geliebte des Bäckermeisters. Myntha und der Rabenmeister versuchen die Unschuld von Ellen zu beweisen, indem sie den wahren Mörder suchen.

Der Krimiteil war vielleicht für mittelalterliche Verhältnisse realistisch, aber ich hätte mir doch eine etwas raffiniertere Art der Überführung gewünscht. Manche Geheimnisse bleiben offen und werden voraussichtlich erst in Folgebüchern gelöst.

Die Stärke des Buches liegt in den Beschreibungen des Lebens der verschiedenen Personen und in den Dialogen. Die Sprache ist angepasst, sie klingt mittelalterlich und lässt sich doch sehr angenehm und leicht lesen. "Die silberne Nadel" versetzt den Leser ins Mittelalter und lässt ihn an dem oft grausamen und schweren Leben teilnehmen, ohne es allzu düster und hoffnungslos darzustellen. Mir hat das Buch gut gefallen und ich empfehle es jedem Freund von historischen Romanen.

Myntha-Reihe:
1. Die Fährmannstochter
2. Die silberne Nadel

Kurzbewertung für Eilige

Thema: Mordermittlungen und Leben im Mittelalter
Schreibstil: mittelalterlich, leicht verständlich
Kritik: Krimiteil vorhersehbar
Gesamtbewertung: Gute Unterhaltung, schöne Beschreibungen und passende Dialoge zum Mittelalter









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