Sonntag, 28. Februar 2016

The Expats (Die Frau, die niemand kannte) - Chris Pavone

Erscheinungsdatum: 1. März 2012


Die Amerikanerin Kate Moore zieht mit Mann und Kindern nach Luxemburg – sie freut sich auf ein entspanntes Leben als Mutter und Hausfrau.Endlich keine Geheimnisse mehr, endlich droht ihre zwielichtige Vergangenheit nicht mehr in ihr Privatleben einzudringen. Doch dann macht sie die Bekanntschaft des Exilantenpärchens Julia und Bill. Und die Gefahr, dass ihre wahre Identität ans Licht kommt, ist plötzlich größer denn je …

Meine Meinung

CIA-Agentin Kate kündigt ihren Job als Top-Agentin, als ihr Mann einen sehr hoch bezahlten Job in Luxemburg erhält. Kate möchte sich nur noch um ihre Kinder und den Haushalt kümmern. Ihr Mann Dexter hat keine Ahnung von Kates Vergangenheit und vom Job, den Kate bisher ausgeübt hat.

Dexter ist Informatiker. Er kümmert sich um die Sicherheit von Finanztransaktionen. Doch Kate weiß nichts über seine Arbeit, über seine Kollegen. Sie kennt keinen einzigen Arbeitskollegen und wird irgendwann misstrauisch. Als dann auch noch Amerikaner auftauchen, die über ihre Vergangenheit lügen, fängt sie an, jedem zu misstrauen und spioniert ihren Mitmenschen hinterher. Sie will die Wahrheit herausfinden.

Klingt die Inhaltsangabe des Buches noch äußerst spannend, legt die Begeisterung beim Leser sich spätestens nach dem ersten Drittel. Kate bringt die Kinder zur Schule, geht einkaufen und langweilt sich. Luxemburg-begeisterte Leser können sich noch ein paar Seiten darüber freuen, dass Kate sich durch dieses Land bewegt. Spätestens, wenn sie seitenweise Mutmaßungen anstellt oder jeden Schrank ihrer Wohnung durchwühlt, ist es egal, in welchem Land sie ist. Langeweile für alle Leser.

Spannung kam leider keine auf, nie. Dexter, Kates Ehemann bleibt, immer im Hintergrund und so fiebert der Leser nicht mit ihm mit. Kate selbst ist so gut wie nie in reeller Gefahr, ihre Ermittlungsversuchen sind recht banal und erinnern eher an die Vorgehensweise einer gelangweilten Hausfrau, als an die einer früheren Topagentin.

Kate erzählt dem Leser aus ihrem früheren Job vor ein paar Jahren, ihr Leben in Luxemburg fand vor etwa mehr als einem Jahr statt und aktuell lebt die Familie in Paris. Die Schrift ändert zwar leicht zwischen den verschiedenen Zeitsprüngen, allerdings fällt es schwer, den Unterschied zu bemerken und zu wissen, in welcher Zeit die Geschichte sich gerade bewegt.

Die Auflösung ist extrem verworren, nicht sehr glaubwürdig und wird dem Leser wieder langweilig präsentiert, wie so viele Passagen in diesem Buch. Keine Empfehlung!


Kurzbewertung für Eilige

Thema: Top-Agentin verdächtigt Freunde und Ehemann in Luxemburg
Schreibstil: leicht verständlich
Kritik: langweilig
Gesamtbewertung: langweilige Geschichte einer nicht sehr glaubwürdigen Top-Agentin

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