Sonntag, 7. Februar 2016

[Gastbeitrag von MrsUrlaub] All die verdammt perfekten Tage - Jennifer Niven

Erscheinungsdatum: 28. Dezember 2015
Übersetzer: Alexandra Ernst


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Ist heute ein guter Tag zum Sterben?, fragt sich Finch, sechs Stockwerke über dem Abgrund auf einem Glockenturm, als er plötzlich bemerkt, dass er nicht allein ist. Neben ihm steht Violet, die offenbar über dasselbe nachdenkt wie er. Von da an beginnt für die beiden eine Reise, auf der sie wunderschöne wie traurige Dinge erleben und großartige sowie kleine Augenblicke – das Leben eben. So passiert es auch, dass Finch bei Violet er selbst sein kann – ein verwegener, witziger und lebenslustiger Typ, nicht der Freak, für den alle ihn halten. Und es ist Finch, der Violet dazu bringt, jeden einzelnen Moment zu genießen. Aber während Violet anfängt, das Leben wieder für sich zu entdecken, beginnt Finchs Welt allmählich zu schwinden…

Meine Meinung

Getrieben von Selbstmordgedanken findet sich Theodore Finch auf dem Glockenturm der Schule wieder. Zur gleichen Zeit hat auch Violet die Idee zu springen. Durch ein eher einseitiges Gespräch von Finch entscheiden die zwei sich, weiterzuleben. Sie sind beide in psychologischer Behandlung und könnten doch nicht unterschiedlicher sein:
Violet, die allseits beliebte, fleißige und schöne Cheerleaderin, hat durch einen Unfall ihre Schwester verloren und möchte die Stadt so schnell wie möglich verlassen. Theodore ist lebensmüde und vom Tod fasziniert und macht eigentlich nur das, was er will.

Durch ein gemeinsames Schulprojekt bei dem sie außergewöhnliche Orte in Indiana besuchen sollen, lernen sie sich kennen. Und merken, dass sie doch nicht so verschieden sind.

Beim Lesen des Klappentextes könnte man glauben, dass es sich in diesem Buch fast ausschließlich um das Thema Suizid handelt. Aber es geht um so viel mehr: um Liebe, um Streit, um Familie, um Freunde, um Schule, um Ängste, um Tod, aber vor allem um das Leben. Finch zeigt, wie schön das Leben sein kann, wenn man auch mal Risiken eingeht und Neues ausprobiert. Die Charaktere, besonders Finch, hat man schnell ins Herz geschlossen, weil sie trotz ihren Fehlern, sehr sympathisch und echt wirken. Die Autorin schafft es ohne viel Kitsch und Klischee über Selbstmordgedanken zu schreiben. Sehr interessant fand ich außerdem die Fakten über Selbstmorde in Amerika, die der wissbegierige Finch kannte. Das Buch "All die verdammt perfekten Tage" kann ich nur empfehlen, es regt zum Nachdenken an und zeigt das Leben, so wie es ist: mit Höhen und Tiefen.


Kurzbewertung für Eilige

Thema: Selbstmord, Liebe, Tod, Leben
Schreibstil: flüssig, abwechselnde Perspektive (Finch/Violet)
Kritik: keine
Gesamtbewertung: berührender Jugendroman mit sympathischen Charakteren


Diese Rezension ist mein allererster Gastbeitrag und habe bis jetzt auch nur sehr wenig Erfahrung mit Bücherbewertungen. Beim Lesen saß ich hochkonzentriert mit Block und Stift bewaffnet am Arbeitstisch und habe mir fleißig Notizen gemacht. Ich merkte schnell, dass es so kein Spaß macht und ich mich in Schulzeiten zurückversetzt fühlte. Den Rest las ich dann abwechselnd auf der Couch, im Bett oder in der Badewanne. Lesen soll Spaß machen und ich bin um eine Erfahrung reicher. Vielen Dank, dass ich das Buch lesen und eine Rezension auf deinem Blog schreiben durfte. MrsUrlaub.

Danke für All die verdammt perfekten Tage an BloggDeinBuch und an den Verlag Limes. Danke an MrsUrlaub für die Bewertung.



 



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