Sonntag, 24. Januar 2016

Mördermädchen - Elizabeth Little

Erscheinungsdatum: 21. Dezember 2015
Übersetzer: Eva Kemper
Sprecher: Nora Tschirner
Sprecher: Oliver Siebeck


Weitere Informationen
Janie Jenkins wird im Alter von 16 Jahren für den Mord an ihrer prominenten Mutter für schuldig erklärt. Das Problem: Janie kann sich selbst nicht daran erinnern, was in der Nacht des Mordes geschehen ist. Als sie zehn Jahre später das Gefängnis verlässt, macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Eine Spur führt sie in eine verschlafene Provinzstadt in South Dakota, wo sie Stück für Stück die überraschende Vergangenheit ihrer Mutter aufdeckt. Am Ende muss Janie sich entscheiden, ob sie weiter unter falscher Identität vor Presse, Polizei und einem möglichen Mörder fliehen will – oder sich der Wahrheit stellt.

Meine Meinung

Janie Jenkins wird nach zehn Jahren aus dem Gefängnis entlassen. Die Beweise, die zu ihrer Verurteilung wegen Mordes geführt haben, waren gefälscht. Frei ist sie nach dieser Freilassung allerdings nicht. Die Presse ist ihr auf den Fersen und ein paar ihrer ärgsten Feinde wünschen ihr den Tod.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Janie erzählt, die versucht zu beweisen, dass sie nicht die Mörderin ist. Nicht nur für die Welt will sie die Wahrheit herausfinden, sondern auch für sich selbst, denn sie kann sich an diese wichtigen Minuten ihres Lebens nicht erinnern.

Die Geschichte ist ziemlich gradlinig aufgebaut, überraschende Wendungen bleiben aus. Positiv ist der etwas andere Erzählstil. Es ist nicht die Polizei die versucht, wie in klassischen Krimis, herauszufinden, wer der Mörder ist, sondern die angeklagte Mörderin selbst.

Die Sprecherin Nora  Tschirner trifft den zickigen, frechen Tonfall von Janie Jenkins sehr gut. Zwischendurch werden kurze Blogeinträge, Zeitungsausschnitte oder ähnliches von Oliver Siebeck vorgelesen. Ich fand diese Abwechslung sehr angenehm.

"Mördermädchen" ist eine Mischung aus Kriminalroman und Freche Jugendliche-Roman (wenn es so etwas geben sollte), wobei der Krimi-Teil und vor allem die logischen Schlüsse, die gezogen werden, nur eine kleine Rolle spielen. Ich wurde gut unterhalten, allerdings konnte mich der Krimiteil der Geschichte nicht überzeugen. Empfehlen kann ich dieses Buch jedem, der extrem coole und zickige Hauptpersonen mag und leichte Unterhaltung sucht.



Kurzbewertung für Eilige

Thema: Angeklagte Mörderin versucht die Wahrheit zu erfahren
Schreibstil: flüssig und leicht lesbar
Kritik: etwas zu gradlinig, ohne Wendungen
Gesamtbewertung: leichte Unterhaltung, Krimiteil nicht überzeugend



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