Mittwoch, 30. Dezember 2015

Das Licht des Nordens - Jennifer Donnelly

Erscheinungsdatum: 1.12.2006
Übersetzer: Angelika Felenda

Weitere Informationen
Der 12. Juli 1906 ist ein schöner, sonniger Tag. Bis man die ertrunkene Grace Brown auf die Veranda des vornehmen Glenmore Hotel legt. Für die junge Mattie, die die Briefe der Toten an ihren Geliebten aufbewahrt, ändert sich mit diesem tragischen Ereignis das ganze Leben … Jennifer Donnelly, die sich von einem wahren Mordfall zu diesem Roman inspirieren ließ, erzählt die ergreifende Geschichte eines jungen Mädchens, das der ländlichen Enge ihrer Heimat zu entfliehen versucht – fesselnder Entwicklungsroman, Kriminalgeschichte und tragischer Liebesroman zugleich.

Meine Meinung

Neuengland 1906 - Mattie ist eine kluge Farmerstochter. Ihre Mutter ist gestorben, ihr älterer Bruder nach einem Streit mit dem Vater weggelaufen. Die sechzehnjährige Mattie kümmert sich seitdem um ihre drei jüngeren Geschwister, kocht, melkt Kühe, macht den Haushalt und versucht so oft es geht in die Schule zu gehen, um ihr Examen fürs College zu schaffen. Ihre Leidenschaft sind Bücher und Wörter. Sie möchte unbedingt studieren, ist aber hin und hergerissen, weil sie auf dem Sterbebett ihrer Mutter versprochen hat, sich um ihre Geschwister zu kümmern.

Der Anfang war durch Zeitsprünge einerseits verwirrend, andererseits auch etwas zäh. Ich wollte wissen, was mit der jungen Frau passiert war, die man tot aus dem See geborgen hat. Aber diese Frau spielt nur eine Nebenrolle, und das Buch ist auf keinen Fall ein Krimi, sondern beschreibt das Leben, die Wünsche und Enttäuschungen von Mattie, ihre Nachbarn, die Beziehung zueinander und wie jeder der Farmer sich und seine Familie so gut er kann über Wasser hält.

"Das Licht des Nordens" ist ein sehr ruhiges Buch, es ist weder ein Krimi, noch eine Liebesgeschichte, sondern beschreibt das arme und harte Leben der Farmer. Mir hat es gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der ruhige Bücher gerne liest.

Kurzbewertung für Eilige

Thema: Farmerleben um 1906 in den USA, Wörter und Synonyme
Schreibstil: leicht verständlich
Kritik: zäher Anfang, Verwirrung durch manche Zeitsprünge
Gesamtbewertung: authentisch, gefühlvoll, nie kitschig

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