Samstag, 19. September 2015

Tocher der Angst - Alex Berg

Erscheinungsdatum: 1. April 2015

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Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.

Meine Meinung

Marion flüchtet aus ihrem Leben und möchte sich bei Ärzte ohne Grenzen betätigen. Dafür soll sie ein paar Wochen in Paris eine Ausbildung bekommen. Sie wohnt bei einer Bekannten, Louise. Jean, ebenfalls Untermieter bei Louise bringt ein kleines Flüchtlingsmädchen aus Syrien zu Louise. Es ist ängstlich und redet nicht.

Die Beamten Baptiste und Leroux ermitteln in einem Mordfall. Ein Syrier wurde erschossen. Später wird ein Familienvater auf offener Strasse angesprochen und durch Schüsse schwer verletzt und jemand verübt einen Anschlag auf einen Politiker. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Ereignisse ist Jean, immer wieder stossen die Ermittler auf ihn und ermittlen auch bei Louise, wo er offiziel gemeldet ist.

Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die am Anfang scheinbar nichts miteinander zu tun haben und sich erst nach und nach miteinander verknüpfen. Am meisten lag mir Zahra am Herzen, dem kleinen Flüchtlingsmädchen, das von ihren Eltern getrennt wurde, und nach einer furchtbare Reise traumatisiert in Frankreich ankommt. Aber auch Jeans Flucht habe ich interessiert verfolgt, war neugierig, was Marion über ihre Vergangenheit herausfinden würde und wollte selbstverständlich wissen, wie alles zusammenhängt.

Vom Schluss war ich nicht ganz so begeistert wie vom Rest der Geschichte, manche Motive kann man sich als Leser zwar denken, sind aber nicht ganz klar. Auch ein paar Zufälle kamen mir im Nachhinein etwas unrealistisch vor.

Ich habe "Tochter der Angst" sehr gerne gelesen. Es ist flüssig geschrieben, unterhaltsam und spannend. Auch ohne politischen Kenntnisse findet man sich gut in der Geschichte zu Recht. Ich kann das Buch gerne weiterempfehlen.

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