Montag, 7. September 2015

Das Nötigste über das Glück - Bernhard Aichner

Erscheinungsdatum: 20. Mai 2015 (21. September 2004)

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Hans will nicht mehr leben. Zu festgefahren und öde ist seine Welt in dem kleinen Bahnwärterhaus in Ostösterreich. Genau hat er vor Augen, wie er sterben möchte: auf dem Küchenboden liegend, von seiner Frau entdeckt. Eben so wie die Comicfigur auf seiner Lieblingspostkarte: "Du tot in der Küche Hans? So kenn ich dich gar nicht!" Auf der Suche nach einer Frau, die das letzte Mosaiksteinchen in seinem Sterbeszenario sein soll, schaltet Hans eine Zeitungsannonce.

Meine Meinung

„Du tot in der Küche Hans? So kenn ich dich gar nicht!“ Hans hat sich diesen Cartoon aufgehängt, betrachtet ihn immer wieder und will auch sterben. Er stellt sich seinen Tod vor und wie sie sein wird, die Welt ohne ihn. Dann kommt Elvina in sein Leben, die bei ihm den Haushalt machen soll. Er weiht sie ein in seine Todeswünsche. Bei Elvinas nächstem Besuch will er tot auf dem Boden liegen. Sie hat keine Probleme damit ihm seine allerletzten Wünsche erfüllen.

Das Nötigste über das Glück trägt seinen Titel vollkommen zu Recht. Kein Wort, kein Satz, keine Seite und keine Beschreibung ist zu viel. Aber genügt das? Ich brauche keine ausgeklügelten Geschichten, auch nicht unbedingt Spannung, poetisch schöne Sätze oder ausgearbeitete Figuren. Aber wenn das Buch kein einziges von diesen Elementen hat, dann bin ich nur sehr schwer zu begeistern. Das Buch rast mit Hans und Elvina von einem Land ins nächste, von der Vergangenheit zu Wunschvorstellungen der Vergangenheit. Ist Elvina krank, oder ist Hans nur misstrauisch, ist Elvina wirklich verliebt oder nur auf der Flucht? Es gibt Andeutungen von Erklärungen, aber nie war richtig Zeit, immer schnell weiter, nicht vertiefen sondern weiterhetzen. Dadurch liest die Geschichte sich zwar schnell, aber spannend ist sie trotzdem nicht, nur kurzweilig.

Einen bleibenden Eindruck hat das Buch definitiv nicht bei mir hinterlassen. Vor einer Woche habe ich das Buch gelesen und wollte heute die Bewertung schreiben. Nur noch sehr vage konnte ich mich erinnern über was es im Buch überhaupt ging. Glücklicherweise ist es mit 115 Seiten sehr kurz, so dass ich mich schnell wieder hineinlesen konnte. "Das Nötigste über das Glück" ist schnell gelesen und genauso schnell wieder vergessen.


Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Haymon Verlag für "Das Nötigste über das Glück"



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