Dienstag, 29. September 2015

Gemeinsam Lesen 29.9.2015


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Lügen, die von Herzen kommen - Kerstin Gier
Hanna hat keinen Freund. Und sie hat die klassische Eieruhrfigur. Zu beidem steht sie. Trotzdem muss man Letzteres ja nicht gleich in die Cyberwelt hinausposaunen. Prompt lernt sie beim Chatten "Boris" kennen, endlich den Mann, der all das zu haben scheint, was Hanna sich wünscht. Beim Online-Partnerschaftstest erreicht er 397 von 400 Punkten. Einem Real-Date steht nichts mehr im Weg. Wäre da nicht der neue Chef. Der ist nämlich sehr viel charmanter als zunächst vermutet und ein ernsthafter Konkurrent für den 397-Punkte-Mann aus der Chat-Runde ...

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Keilash war der spirituelle Name, der meiner Mutter einst in einem Ashram verliehen worden war.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Bücher von Kerstin Gier sind immer lustig und sehr unterhaltsam. Ich habe noch nicht viel gelesen aber schon gut gelacht.  Über die Geschichte kann ich noch nichts sagen. Ich habe weder Boris kennen gelernt, noch irgendwelche positive Erlebnisse mit dem Chef gehabt. Es heisst also abwarten und weiterlesen.

4. Wonach entscheidet ihr, welches Buch ihr KAUFT?
Die wichtigste Frage beim Buchkauf ist: Werde ich das Buch sofort lesen? Wenn ja, kann es sein, dass ich es kaufe, wenn ich noch andere Bücher davor lesen möchte, dann kaufe ich es auch später (oder gar nicht).
 

Samstag, 26. September 2015

Titus n'aimait pas Bérénice - Nathalie Azoulai

Erscheinungsdatum: 20. August 2015


Prix Goncourt, Titus n'aimait pas Bérénice, Nathalie Azoulai
Weitere Informationen
Bérénice liebt Titus, aber Titus liebt Bérénice nicht und bleibt bei seiner Frau Roma.

Um ihren Liebeskummer zu überwinden, beschäftigt Bérénice sich nach dieser Trennung intensiv mit dem Schriftsteller Jean Racine, woraufhin auch der Leser ins Leben von Racine gestürzt wird. Man erlebt seine Kindheit, sein Streben nach Perfektion bei Übersetzungen, seine Liebe zur Schönheit der Sprache, seine Frömmigkeit und später seine komplette Umkehr. Rückblicke auf Bérénice, der Leserin von diesem Buch im Buch, gibt es kaum.

Nach der Leseprobe hatte ich eine Art Frauenroman auf hohem Niveau erwartet, auch manche Auseinandersetzungem mit Racine, doch auf keinen Fall hätteich gedacht, dass man mir die komplette Biographie vom Schriftsteller aufs Auge drückt. Ich hätte sicher dankend abgelehnt.

"Titus n'aimait pas Bérénice" wurde für den Prix Goncourt nominiert, von mir würde die Autorin den Preis definitiv nicht bekommen. Von einem Roman möchte ich unterhalten werden und das ist diesem Buch nicht gelungen.


Dienstag, 22. September 2015

Gemeinsam Lesen 22.9.2015


1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Blaues Blut - Felicitas Gruber (Seite 75/444)
Hochsommer in München. Die Stadt glüht. Ebenso wie die neu erwachte Liebe zwischen der Rechtsmedizinerin Dr. Sofie Rosenhuth und Hauptkommissar Joe Lederer. Doch die Leiche einer alleinstehenden Adligen, verblutet in der eigenen Badewanne, verhindert, dass die beiden von einer zweiten Hochzeit träumen können. Zumal Sofies Verehrer, Charly Loessl, mit besagter Dame verheiratet war und nun ihre Hilfe braucht. Aber hat der smarte Polizeireporter noch mehr zu verbergen als seinen Adelstitel?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Die beiden Männer musterten sich stumm. Ihre gegenseitige Abneigung war mit Händen zu greifen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
"Felicitas Gruber" ist ein Pseudonym von den beiden Autorinnen Gesine Hirsch und Brigitte Riebe. Ihr erstes gemeinsames Buch (Die kalte Sofie) war sehr unterhaltsam und genau das verspreche ich mir auch von diesem Buch.
 
4. Hast du schon mal selbst über das Schreiben von Büchern nachgedacht?
Ja.

Samstag, 19. September 2015

Kennen Sie diesen Mann - Carl Frode Tiller

Erscheinungsdatum: 31. August 2015
Übersetzer: Ina Kronenberger


Weitere Informationen
David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich?

Meine Meinung

David hat sein Gedächtnis verloren und bittet in einer Zeitungsanzeige um Mithilfe, um mehr über sich selbst zu erfahren. Jon, sein Jugendfreund, Arvid, sein Stiefvater und Silje, seine Jugendfreundin schreiben ihm lange und ausführliche Briefe, die jedoch nicht ganz der Wahrheit entsprechen. Manche Ereignisse können von den verschiedenen Personen anders wahrgenommen worden sein, andere müssen einfach falsch sein, weil sie sich gegenseitig widersprechen.

Als Leser habe ich am ehesten Arvid, dem Stiefvater vertraut. Er ist todkrank und schreibt, dass er in seinen ersten Briefentwürfen der Versuchung unterlegen war, David als gläubigen Menschen darzustellen, so wie Arvid, Priester,  ihn sich gewünscht hätte. Schlussendlich beschreibt er David als ein fröhliches Kind, das nach und nach zu einem schwierigen Jugendlichen wurde. Jons Beschreibung sind dramatischer. Er stellt David viel negativer dar als der Stiefvater. In Jons Erzählung ist Jon die Hauptperson während Silje nur neben ihnen geduldet ist. Im Gegenzug sieht Silje sich als Davids Jugendliebe und billigt Jon nur als Nebenfigur.

Das Buch ist in drei geteilt. Teil eins erzählt Jon, danach kommen Arvid und Silje zu Wort. Jon fand ich nicht schlecht, Arvids Teil habe ich verschlungen, während ich Siljes Teil (Silje selbst übrigens auch) gehasst habe und sogar Abschnitte übersprungen habe. Passagen aus dem aktuellen Leben wechseln sich ab mit den Briefen der jeweiligen Person. Der Schreistil ist dicht und doch leicht verständlich, so dass man sich als Leser ganz auf die Erzählung konzentrieren kann.

"Kennen Sie diesen Mann?" ist interessant zu lesen, weil man viele Ereignisse unter den verschiedenen Aspekten kennenlernt. Carl Frode Tiller analysiert seine Personen bis ins letzte Detail. Oft habe ich zurückgeblättert, mich nach einer Aussage gefragt, wie die beiden anderen dies dargestellt haben, gegrübelt, wem ich in welcher Situation Glauben schenken sollte. Um das Buch wirklich ganz zu verstehen müsste man es eigentlich nach dem Lesen ein zweites Mal lesen.

Tocher der Angst - Alex Berg

Erscheinungsdatum: 1. April 2015

Weitere Informationen
Als die Oberärztin Marion sich in Paris auf einen Auslandseinsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ vorbereitet, lernt sie bei einer befreundeten Familie das syrische Flüchtlingsmädchen Zahra kennen. Marion allein gelingt es, das Vertrauen des verstörten Kindes zu gewinnen, und bald schon schließt sie die Kleine in ihr Herz. Was sie nicht weiß: Es handelt sich um die Tochter eines politisch sehr einflussreichen Wirtschaftsbosses aus Syrien, die ganz und gar nicht zufällig nach Frankreich gelangte, sondern Teil eines äußerst brisanten Deals ist. Ehe sichs Marion versieht, geraten sie und das Mädchen zwischen die Fronten und in Lebensgefahr.

Meine Meinung

Marion flüchtet aus ihrem Leben und möchte sich bei Ärzte ohne Grenzen betätigen. Dafür soll sie ein paar Wochen in Paris eine Ausbildung bekommen. Sie wohnt bei einer Bekannten, Louise. Jean, ebenfalls Untermieter bei Louise bringt ein kleines Flüchtlingsmädchen aus Syrien zu Louise. Es ist ängstlich und redet nicht.

Die Beamten Baptiste und Leroux ermitteln in einem Mordfall. Ein Syrier wurde erschossen. Später wird ein Familienvater auf offener Strasse angesprochen und durch Schüsse schwer verletzt und jemand verübt einen Anschlag auf einen Politiker. Die einzige Gemeinsamkeit dieser Ereignisse ist Jean, immer wieder stossen die Ermittler auf ihn und ermittlen auch bei Louise, wo er offiziel gemeldet ist.

Es gibt viele verschiedene Handlungsstränge, die am Anfang scheinbar nichts miteinander zu tun haben und sich erst nach und nach miteinander verknüpfen. Am meisten lag mir Zahra am Herzen, dem kleinen Flüchtlingsmädchen, das von ihren Eltern getrennt wurde, und nach einer furchtbare Reise traumatisiert in Frankreich ankommt. Aber auch Jeans Flucht habe ich interessiert verfolgt, war neugierig, was Marion über ihre Vergangenheit herausfinden würde und wollte selbstverständlich wissen, wie alles zusammenhängt.

Vom Schluss war ich nicht ganz so begeistert wie vom Rest der Geschichte, manche Motive kann man sich als Leser zwar denken, sind aber nicht ganz klar. Auch ein paar Zufälle kamen mir im Nachhinein etwas unrealistisch vor.

Ich habe "Tochter der Angst" sehr gerne gelesen. Es ist flüssig geschrieben, unterhaltsam und spannend. Auch ohne politischen Kenntnisse findet man sich gut in der Geschichte zu Recht. Ich kann das Buch gerne weiterempfehlen.

Donnerstag, 17. September 2015

Un amour impossible - Christine Angot

Erscheinungsdatum: 19. August 2015

Pierre und Rachel leben Ende der 50er Jahre eine kurze und intensive Beziehung in Châteauroux. Pierre, gebildet und aus einer bürgerlichen Familie fasziniert Rachel, eine Angestellte bei der Sozialversicherung. Er weigert sich, sie zu heiraten, aber sie haben ein Kind zusammen. Rachel und Christine haben eine glückliche Mutter-Tochter Beziehung. Pierre sieht seine Tochter gelegentlich. Jahre später erfährt Rachel, dass er sie vergewaltigt. Der Schock ist gewaltig. Ein Gefühl der Schuld tritt nach und nach zwischen Mutter und Tochter.

So sanft und friedlich wie die Personen anfangs ihr Leben empfinden, so ist auch die Atmosphäre im Buch. Rachel und Pierre lieben sich, Pierre verschwindet aus Rachels Leben, dafür ist Christine da, ein süßes Mädchen, das ihre Mutter über alles liebt.

Das Leben der Familie wird in allen Einzelheiten erzählt. Persönlich mag ich solche ruhigen Geschichten, in denen der Alltag beschrieben wird, allerdings kann ich mir vorstellen, dass manche Leser etwas mehr Spannung von einem Buch erwarten.
Auch Leser, die schockierende Geschichten über Vergewaltigungen erwarten, brauchen nicht zu "Un amour impossible" zu greifen. Mehr als auf dem Klappentext steht, wird nicht verraten. Danach wird die Veränderung der Beziehung zwischen Mutter und Tochter beschrieben. Es kommt zu Streit, Christine erträgt ihre Mutter immer weniger. Jahrelang können sie nicht einmal zusammen essen, wenn ihre Mutter zu Besuch ist.

Sprachlich hat diese Geschichte mich nicht beeindruckt. Manche ellenlange Sätze waren nicht geistreich sondern schrien nach besserem Lektorat. Die vielen Wortwiederholungen von Christine waren verständlich als sie ein kleines Kind war, später hätte sie sich besser ausdrücken können oder wenigstens dem Leser manches ersparen sollen.

"Un amour impossible" von Christine Angot wurde für den Prix Goncourt 2015 nominiert. Mir hat die sanfte, ruhige Atmosphäre gefallen, die dann abrupt in einen Konflikt führt, wobei auch die Stimmung im Buch sich verändert. Dass es für den Preis reicht, wage ich allerdings zu bezweifeln.

Mittwoch, 16. September 2015

Liebster Blog Award von Alexander (Lies Diers)

Hallo!
Ich habe mich sehr gefreut als mich Alexander (Lies-Diers) mit dem "Liebster award" nominiert hat. Vielen Dank. Der Award soll helfen, jüngere Blogs bekannter zu machen und mehr über den Blogger zu erfahren.

Hier sind die Regeln:
I. Den Blogger verlinken, der einen nominiert hat
II. Die Fragen beantworten, die sich der Nominierte ausgedacht hat
III. Selber mehrere Blogs verlinken, die unter 200 Follower haben
IV. Und diesen Bloggern deine 11 Fragen stellen
 
1. Wie viele Stunden liest du ungefähr pro Woche?
Das ist eine ziemlich intime Frage. Ich lese viel, sehr viel, fast jeden Abend. 15-20 Stunden?

2. Wann ist deine Lieblings-Lesezeit?
Abends
 
3. Was machst du noch gerne, außer zu lesen?
Fotografieren
 
4. Hast du ein Lieblings-Genre?
Eigentlich nicht. Eine Zeit lang habe ich nur Bücher mit Elfen gelesen, dann nur Krimis. Im Moment lese ich so ziemlich gemischt, was mich gerade am meisten anspricht.
 
5. Gibt es eine Geschichte hinter deinem Blognamen?
Nein. Der Name war der Beste unter denen die mir eingefallen sind.
 
6. Wie kamst du auf die Idee zu bloggen?
Ich habe vorher meine Bewertungen auf Foren geschrieben. Manchmal waren Autoren gleichzeitig auch Leser und ich hatte den Eindruck, dass diese Bücher positiver, zu positiv bewertet wurden. Wenn eine Autorin schreibt, sie wäre sehr empfindlich, und würde sich Kritiken zu Herzen nehmen, dann finde ich das nur manipulativ. Auf meinem Blog schreibe ich, was ich denke.
 
7. Was fasziniert dich am bloggen?
Die Klicks! Manche Beiträge werden komplett ignoriert, andere werden über 100 Mal in den ersten Stunden gelesen. Nie weiss ich vorher, was gut ankommt, und was überhaupt nicht beachtet werden wird.
Bloggen ist eigentlich Fastfood für Autoren. Beim Bloggen schreibt man und bekommt kurz darauf sein Feedback, seinen Ruhm in Form von Klicks. Der Autor muss jahrelang warten, bis der erste Leser sein Werk bewerten kann.
 
8. Was ist dir an deinem Blog am wichtigsten?
Meine freie Meinung.
 
9. Wonach entscheidest du dich beim Kauf von Büchern?
Ich kaufe nur Bücher, die ich sofort lesen möchte, nicht erst wenn zig andere durchgelesen sind oder irgendwann später einmal. Bücher, die ich später lesen will, kaufe ich auch erst später.
 
10. Wann hast du die Liebe zu Büchern und dem Lesen entdeckt?
 Vor langer, langer Zeit beim Vorlesen.
 
11. Gibt es eine Buchwelt, in der du am liebsten einmal wärst?
Die Harry Potter Welt wäre schon interessant, genauso wie viele andere Fantasy-Welten.
 
Ich nominiere alle Blogger, die Lust haben mitzumachen und reiche Alexanders Fragen einfach weiter:
 
1. Wie viele Stunden liest du ungefähr pro Woche?
2. Wann ist deine Lieblings-Lesezeit?
3. Was machst du noch gerne, außer zu lesen?
4. Hast du ein Lieblings-Genre?
5. Gibt es eine Geschichte hinter deinem Blognamen?
6. Wie kamst du auf die Idee zu bloggen?
7. Was fasziniert dich am bloggen?
8. Was ist dir an deinem Blog am wichtigsten?
9. Wonach entscheidest du dich beim Kauf von Büchern?
10. Wann hast du die Liebe zu Büchern und dem Lesen entdeckt?
11. Gibt es eine Buchwelt, in der du am liebsten einmal wärst?

Ich bin gespannt auf weitere Antworten zu diesen Fragen.

Dienstag, 15. September 2015

Gemeinsam Lesen 15.9.2015



1. Welches Buch liest du gerade und auf welcher Seite bist du?
Kennen Sie diesen Mann? - Carl Frode Tiller (Seite 247 von 588)
David hat sein Gedächtnis verloren. Er weiß nicht mehr, wer er ist. In einer Zeitungsanzeige fordert er Verwandte und Bekannte auf, ihm einen Brief zu schreiben, um ihm seine Erinnerungen zurückzugeben. Und er bekommt Antworten auf seine Fragen. Aber will er die wirklich hören? Denn sie sind ganz unterschiedlicher Art und nicht immer schön. Sein Jugendfreund Jon, ein Musiker, der gerade den Halt zu verlieren scheint, meldet sich. Sein Stiefvater Arvid, ein Pfarrer, der auf den Tod wartet. Und seine Jugendliebe Silje, eine Frau mittleren Alters, die möglicherweise gerade im Begriff ist, aus ihrer Ehe auszusteigen. Die Briefe geben ihnen allen die unerwartete Chance, von ihrem eigenen Leben zu erzählen, während sie zugleich Davids Geschichte einkreisen. Aber wer ist David wirklich?

2. Wie lautet der erste Satz auf deiner aktuellen Seite?
Es tat manchmal weh, ihnen zuzusehen, es war für beide schwer, und mehrmals sagte ich zu Mama, dass sie ihm so gut es ging vergeben sollte, es würde die Sache für beide leichter machen.

3. Was willst du unbedingt aktuell zu deinem Buch loswerden?
Das Buch liest sich nicht sehr leicht. Das erste Drittel beschäftigt sich mit Jons Leben und seinen Briefen an David. Im zweiten Drittel geht es dann um Arvid, der vieles anders sieht oder, obschon er ähnliche Situationen beschreibt, eine komplett andere Stimmung in Erinnerung hat.  

4. Bist du ein Goodie-Sammler? Wenn du Lesezeichen, Visitenkarten, Leseproben oder andere Goodies bekommst, was machst du damit? 
Findest du Goodies generell sinnvoll oder lästig?
Ich bin kein Sammler, ich bin ein Wegwerfer. Irgendwie hat der Kleinkram der ganzen Welt es darauf angelegt, Unordung bei mir zu schaffen und was soll ich da tun, außer das Zeug so schnell es geht wieder loszuwerden?
Glücklicherweise bekomme ich nicht viele Goodies und habe verschiedene Händler scharf im Auge, die immer mal wieder versuchen, mir etwas unterzujubeln.

Samstag, 12. September 2015

Au pays du p'tit - Nicolas Fargues

Erscheinungsdatum: 20. August 2015



Weitere Informationen
Romain Ruyssen reist nach Moskau um sein Buch zu bewerben. In "Au pays du p'tit" kritisiert er Frankreich und die Franzosen aufs Schärfste, er lässt kein gutes Haar an seinem Land und seinen Mitbewohnern. Auf dieser Lesereise profitiert er davon, jüngere Frauen ins Bett zu bekommen und schreibt zwischendurch immer wieder Mails oder SMS an seine Partnerin in Frankreich. Er ist, wie es eine seiner zahlreichen Geliebten sehr passend ausdrückt, ein "French Asshole".

Die Kritik an Frankreich ist natürlich aufgebauscht, manche Seitenhiebe enthalten einen Kern Wahrheit,  einiges habe ich einfach nur als böswillig empfunden. So werden alle Franzosen als "niais", als dämlich bezeichnet, und diese Dämlichkeit soll selbst frankophone Belgier, Schweizer und Kanadier treffen. Romain ist ein Schwarzseher, ein Nörgler. Anfangs mag sich das witzig lesen, aber mit der Zeit wirkt dieser geballte Frust nur noch negativ.

Zwischendurch werden Romains sexuelle Abenteuer detailreich beschrieben. Wie bei Houellebecq, übrigens laut Romain der einzige Schriftsteller, der kultivierte Leser  im englischsprachigen Ausland wirklich anspricht. Alle anderen Autoren werden nur wegen staatlichen Förderungen übersetzt.

Nicolas Fargues schreibt auf einem sehr hohen Niveau und wurde (deswegen?) für den Prix Goncourt 2015 nominiert. Mich konnte das Buch nicht überzeugen. Übertriebene Schwarzseher gibt es genug, auf der Strasse, im Bus, im Internet, überall. Und auch wenn Romain sich deutlich besser ausdrücken kann als der durchschnittliche  Bürger, so hatte ich doch keinen Spass an diesem Buch.




Donnerstag, 10. September 2015

Männer al dente - Michael Frey Dodillet

Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015

Weitere Informationen
Die vier Freunde Alain, Rudi, Markus und Thomas sind sich einig: Wenn man die fünfzig überschritten hat, lässt man es ruhiger angehen. Leider haben sie die Rechnung ohne das Leben gemacht. Das kocht auch den härtesten Kerl weich! Seine halbwüchsigen Zwillinge treiben Alain zur Verzweiflung. Da kommt es wie gerufen, dass Freund Rudi in der Toskana eine alte Scheune renoviert. Ab ins »Bootcamp« mit den beiden, damit Rudi sie mal ordentlich erdet! Das geht so lange gut, bis Rudis Freundin Grazia aus heiterem Himmel zusammenklappt und er um das Leben seiner großen Liebe bangt. Klarer Fall, der Mann braucht Hilfe. Die Toskanamänner sind wieder unterwegs – und das Chaos reist mit.

Meine Meinung

Rudi arbeitet als Gipser in der Toskana und hat mit über fünfzig endlich die Liebe seines Lebens gefunden. Alain und Heike haben das längst hinter sich und mühen sich mit ihren nicht sehr pflegeleichten Zwillingen ab, die einen Unfug nach dem nächsten anstellen. Auch Thomas und Markus haben ihre Probleme, doch als in Italien ihre Hilfe gebraucht wird, sind sie sofort zur Stelle. Die Zwillinge sind nach einem Streit abgehauen, Rudis Freundin liegt auf der Intensivstation und seine Arbeit soll auch noch so schnell wie möglich fertig werden.

Die Geschichte an sich steht bei diesem Buch allerdings eher in Hintergrund. Es geht ums Loslassen der Kinder, um Rassismus, um Vertrauen, um Schule, um Abitur, um Vergangenheit, um Freundschaft und um die Individualität von jeder einzelnen Person. Es wird sehr viel diskutiert, manchmal kam mir das ein wenig aufgesetzt vor, es gab viele ewig lange Gespräche.

Wahrscheinlich hängt es damit zusammen, dass ich nicht wirklich zur Zielgruppe dieses Buches gehöre, dass mich dieses Buch nicht angesprochen hat. Ich bin weder über fünfzig, nicht sehr männlich und auch kein Waldorfschüler, wahrscheinlich konnten deshalb viele Witze mich nicht erreichen.

Montag, 7. September 2015

Das Nötigste über das Glück - Bernhard Aichner

Erscheinungsdatum: 20. Mai 2015 (21. September 2004)

Weitere Informationen
Hans will nicht mehr leben. Zu festgefahren und öde ist seine Welt in dem kleinen Bahnwärterhaus in Ostösterreich. Genau hat er vor Augen, wie er sterben möchte: auf dem Küchenboden liegend, von seiner Frau entdeckt. Eben so wie die Comicfigur auf seiner Lieblingspostkarte: "Du tot in der Küche Hans? So kenn ich dich gar nicht!" Auf der Suche nach einer Frau, die das letzte Mosaiksteinchen in seinem Sterbeszenario sein soll, schaltet Hans eine Zeitungsannonce.

Meine Meinung

„Du tot in der Küche Hans? So kenn ich dich gar nicht!“ Hans hat sich diesen Cartoon aufgehängt, betrachtet ihn immer wieder und will auch sterben. Er stellt sich seinen Tod vor und wie sie sein wird, die Welt ohne ihn. Dann kommt Elvina in sein Leben, die bei ihm den Haushalt machen soll. Er weiht sie ein in seine Todeswünsche. Bei Elvinas nächstem Besuch will er tot auf dem Boden liegen. Sie hat keine Probleme damit ihm seine allerletzten Wünsche erfüllen.

Das Nötigste über das Glück trägt seinen Titel vollkommen zu Recht. Kein Wort, kein Satz, keine Seite und keine Beschreibung ist zu viel. Aber genügt das? Ich brauche keine ausgeklügelten Geschichten, auch nicht unbedingt Spannung, poetisch schöne Sätze oder ausgearbeitete Figuren. Aber wenn das Buch kein einziges von diesen Elementen hat, dann bin ich nur sehr schwer zu begeistern. Das Buch rast mit Hans und Elvina von einem Land ins nächste, von der Vergangenheit zu Wunschvorstellungen der Vergangenheit. Ist Elvina krank, oder ist Hans nur misstrauisch, ist Elvina wirklich verliebt oder nur auf der Flucht? Es gibt Andeutungen von Erklärungen, aber nie war richtig Zeit, immer schnell weiter, nicht vertiefen sondern weiterhetzen. Dadurch liest die Geschichte sich zwar schnell, aber spannend ist sie trotzdem nicht, nur kurzweilig.

Einen bleibenden Eindruck hat das Buch definitiv nicht bei mir hinterlassen. Vor einer Woche habe ich das Buch gelesen und wollte heute die Bewertung schreiben. Nur noch sehr vage konnte ich mich erinnern über was es im Buch überhaupt ging. Glücklicherweise ist es mit 115 Seiten sehr kurz, so dass ich mich schnell wieder hineinlesen konnte. "Das Nötigste über das Glück" ist schnell gelesen und genauso schnell wieder vergessen.


Vielen Dank an Blogg dein Buch und den Haymon Verlag für "Das Nötigste über das Glück"



Sonntag, 6. September 2015

Prix Goncourt 2015 - Longlist - Première Sélection

Bereits am 3. September wurde die "Première Sélection" des Prix Goncourt 2015 veröffentlicht:

Christine Angot Un amour impossible Flammarion
Châteauroux, fin des années 1950. Pierre séduit Rachel mais refuse de l'épouser. Il accepte cependant d'avoir un enfant avec elle, Christine, qu'elle devra élever seule. A l’adolescence, Pierre reconnaît officiellement sa fille, qui, fascinée par ce qu’il lui fait découvrir, s’éloigne de sa mère. Bien plus tard, Rachel apprend que Pierre viole Christine depuis des années.

Isabelle Autissier Soudain, seuls Stock
Un couple de trentenaires partis faire le tour du monde.
Une île déserte, entre la Patagonie et le cap Horn.
Une nature rêvée, sauvage, qui vire au cauchemar.
Un homme et une femme amoureux, qui se retrouvent, soudain, seuls.
Leurs nouveaux compagnons : des manchots, des otaries, des éléphants de mer et des rats.
Comment lutter contre la faim et l'épuisement ? Et si on survit, comment revenir chez les hommes ?
Un roman où l'on voyage dans des conditions extrêmes, où l'on frissonne pour ces deux Robinson modernes. Une histoire bouleversante.

Nathalie Azoulai Titus n’aimait pas Bérénice P.O.L.
Titus et Bérénice sont deux amants actuels. Titus est marié et ne veut pas divorcer pour Bérénice. Alors ils se quittent. Un jour, au plus fort de son chagrin, l'amoureuse abandonnée entend un vers de Bérénice (la pièce) : " Dans l'Orient désert quel devint mon ennui!" Ah, Racine et ses diérèses ("O-ri-ent"), où toute la souffrance du monde s'exprime en un simple chuintement mouillé... Rien de tel pour apaiser la douleur. Alors, Bérénice s'empare du tragédien et se livre à une étonnante reconstitution. Un récit dans le récit, système a priori pensant, mais qui permet à Nathalie Azoulai de se libérer de la contrainte historiographique, même si elle a nourri son roman des données disponibles. Sous sa plume, Racine passe un temps fou à polir son phrasé, recueille des confessions féminines pour écrire Phèdre, aime les comédiennes et surtout adule Louis XIV. Les échanges de regards enamourés avec le roi sont particulièrement réussis. Le tout est servi par une langue intense, où la politique, souvent courtisane, est pourtant toujours tragique, un peu comme chez Racine. C'est épatant et consolant.

Olivier Bleys Discours d’un arbre sur la fragilité des hommes Albin Michel
Dans la banlieue de Shenyang, ancienne ville industrielle, la famille Zhang vit pauvrement au milieu d’usines désaffectées et d’entrepôts à l’abandon. Pourtant, Wei et les siens détiennent un trésor : le dernier arbre à laque. Leur rêve : devenir propriétaires de leur petite maison, afin d’honorer un serment fait aux parents de Wei, enterrés sous le fameux arbre. Ce rêve est sur le point de se réaliser lorsqu’un grand projet minier menace soudain la famille d’expulsion. Une lutte inégale va alors s’engager opposant l’humble famille aux représentants du puissant capitalisme chinois.

Mathias Enard Boussole Actes Sud.
Franz Ritter, musicologue viennois, est insomniaque, sous le choc d'un diagnostic médical alarmant. Il fuit sa nuit solitaire dans ses souvenirs de voyages, d'études et d'émerveillements.

Nicolas Fargues Au pays du p’tit P.O.L.
J'enseigne la sociologie à l'université et j'ai 44 ans. Je viens de publier une étude violemment critique sur la culture et les mœurs françaises et je n'accorde plus d'importance à grand-chose dans la vie. Sauf, peut-être, aux femmes et aux voyages. Je dis peut-être parce que ce n'est pas aimer les femmes que jouer avec leurs sentiments à des fins exclusivement prédatrices.Quant aux voyages, si ce n'est par haine de mon propre pays que j'y consens, je n'en vois pas l'intérêt non plus.

Jean Hatzfeld Un papa de sang Gallimard
Jean Hatzfeld revient sur les collines de Nyamata, au bord de ses marais, vingt ans après le génocide. Il donne la parole ici non plus aux tueurs et aux rescapés dont les récits peuplaient ses précédents livres, mais à leurs enfants. Ils n'ont pas connu les machettes, mais ont grandi dans leur souvenir. Ils s'appellent Idelphonse, Fabiola, Immaculée, Fabrice, sont lycéens, couturiers ou agriculteurs. Ils partagent le génocide en héritage, mais pas du tout la même histoire familiale. Dans ces familles décimées, certains ont grandi dans le silence et le mensonge, ont affronté les crachats sur le chemin de l'école, d'autres ont été confrontés aux troubles de comportement de leurs parents, à la houe sur une parcelle aride dès l'adolescence. Ils dansent ensemble, fréquentent les mêmes cafés internet mais ne parviennent jamais à parler des fantômes qui ont hanté leur enfance. Leurs récits à la première personne, au phrasé et au vocabulaire métaphorique si particuliers, se mêlent aux chroniques de la vie de tous les jours sur les parcelles ou dans la grande rue.

Hédi Kaddour Les Prépondérants Gallimard
En 1922, une équipe de tournage débarque à Nahbès, petite ville du Maghreb. Cette intrusion hollywoodienne, synonyme de modernité et de de liberté, bouleverse le quotidien des habitants et avive les tensions entre les notables traditionnels, les colons français et les jeunes nationalistes. De la collusion entre ces mondes et ces cultures naissent des destins et des histoires d'amour.

Simon Liberati Eva Stock
Un soir de l'hiver 1979, quelque part dans Paris, j'ai croisé une femme de treize ans dont la réputation était alors "terrible".
Vingt-cinq ans plus tard, elle m'inspira mon premier roman sans que je ne sache plus rien d'elle qu'une photo de paparazzi. Bien plus tard encore, c'est elle qui me retrouva à un détour de ma vie où je m'étais égaré.
C'est elle la petite fée surgie de l'arrière monde qui m'a sauvé du labyrinthe et redonné une dernière fois l'élan d'aimer. Par extraordinaire elle s'appelle Eva, ce livre est son éloge.

Alain Mabanckou Petit piment Seuil
L'histoire de Petit Piment, un jeune orphelin effectuant sa scolarité dans une institution d'accueil catholique. Lors de la révolution socialiste, il en profite pour s'évader. Adolescent, il commet toutes sortes de larcins. Il trouve refuge auprès de Maman Fiat 500 et de ses dix filles. Mais de nouvelles épreuves lui feront perdre la tête.

Tobie Nathan Ce pays qui te ressemble Stock
C'est dans le ghetto juif du Caire que naît, contre toute attente, d'une jeune mère flamboyante et d'un père aveugle, Zohar l'insoumis. Et voici que sa sœur de lait, Masreya, issue de la fange du Delta, danseuse aux ruses d'enchanteresse, le conduit aux portes du pouvoir. Voici aussi les mendiants et les orgueilleux, les filous et les commères de la ruelle, les pauvres et les nantis, petit peuple qui va roulant, criant, se révoltant, espérant et souffrant.
Cette saga aux couleurs du soleil millénaire dit tout de l'Egypte : grandeur et décadence du roi Farouk, dernier pharaon, despote à l'apparence de prince charmant, adoré de son peuple et paralysé de névroses. Arrivé au pouvoir de Gamal Abdel Nasser en 1952 et expulsion des Juifs. Islamisation de l'Egypte sousla poussée des Frères Musulmans, première éruption d'un volcan qui n'en finit par de rugir... C'est la chute du monde ancien, qui enveloppait magies et sortilèges sous les habits d'Hollywood. La naissance d'un monde moderne, pris entre dieux et diables.

Thomas B. Reverdy Il était une ville Flammarion
Ici, les maisons ne valent plus rien et les gens s'en vont, en les abandonnant purement et simplement ; la ville est en lambeaux. Nous sommes à Detroit en 2008 et une blague circule : que le dernier qui parte éteigne la lumière. On dirait que c'est arrivé. C'est dans cette ville menacée de faillite qu'Eugène, un jeune ingénieur français, débarque pour superviser un projet automobile. C'est dans un de ces quartiers désertés que grandit Charlie, Charlie qui vient, à l'instar de centaines d'enfants, de disparaître. Mais pour aller où, bon Dieu, se demande l'inspecteur Brown chargé de l'enquête. C'est là, aussi, qu'Eugène rencontrera Candice, la serveuse au sourire brillant et rouge. Et que Gloria, la grand-mère de Charlie, déploiera tout ce qui lui reste d'amour pour le retrouver.Thomas B. Reverdy nous emmène dans une ville mythique des États-Unis devenue fantôme et met en scène des vies d'aujourd'hui, dans un monde que la crise a voué à l'abandon. Avec une poésie et une sensibilité rares, il nous raconte ce qu'est l'amour au temps des catastrophes.

Boualem Sansal 2084 Gallimard.
L’Abistan, immense empire, tire son nom du prophète Abi, «délégué» de Yölah sur terre. Son système est fondé sur l’amnésie et la soumission au dieu unique. Toute pensée personnelle est bannie, un système de surveillance omniprésent permet de connaître les idées et les actes déviants. Officiellement, le peuple unanime vit dans le bonheur de la foi sans questions.
Le personnage central, Ati, met en doute les certitudes imposées. Il se lance dans une enquête sur l’existence d’un peuple de renégats, qui vit dans des ghettos, sans le recours de la religion…
Boualem Sansal s’est imposé comme une des voix majeures de la littérature contemporaine. Au fil d’un récit débridé, plein d’innocence goguenarde, d’inventions cocasses ou inquiétantes, il s’inscrit dans la filiation d’Orwell pour brocarder les dérives et l’hypocrisie du radicalisme religieux qui menace les démocraties.

Denis Tillinac Retiens ma nuit Plon
Médecin de campagne, François promène sa langueur à l'ombre du château de Chaumont. Hélène dilue son désenchantement dans la galerie d'art qu'elle tient à Blois, au bord de la Loire. Ils ont tous deux passé la soixantaine, sont mariés, ont des enfants au bout du monde ou au bord du divorce, et des parents en EPAD ou au cimetière. Quand, à l'âge de tous les crépuscules, un amour printanier les surprend dans le huis clos de la bourgeoisie blésoise, ils s'y vouent corps et âme, dans une clandestinité qui les protège et les emprisonne. Sous la plume tendre et malicieuse d'un expert en nostalgies, l'histoire de leur liaison passionnée devient aussi celle, douce et cruelle, d'une génération ? les enfants paumés du baby-boom. 

Delphine de Vigan D'après une histoire vraie JC Lattès
"Ce livre est le récit de ma rencontre avec L. L. est le cauchemar de tout écrivain. Ou plutôt le genre de personne qu'un écrivain ne devrait jamais croiser."
Dans ce roman aux allures de thriller psychologique, Delphine de Vigan s'aventure en équilibriste sur la ligne de crête qui sépare le réel de la fiction. Ce livre est aussi une plongée au cœur d'une époque fascinée par le Vrai.

Friesensturm - Birgit Böckli

Erscheinungsdatum: 1. März 2012

Weitere Informationen
Auf Spiekeroog treibt ein Mörder sein Unwesen. Die Insulaner schließen von vornherein aus, dass der Täter einer von ihnen ist. Diese eingeschworene Haltung der Friesen erschwert die Ermittlungen der beiden Hauptstadtkommissare Thomas Berg und Freda Althuis erheblich. Und der Sturm, der sich vor der Insel zusammenbraut, wird bald alle Spuren verwischen ...


Meine Meinung

Kommissar Berg ist durch seine Vergesslichkeit mitschuldig am Tod seiner Schwester. In seiner Trauer möchte er allein sein und lässt sich freiwillig von Berlin auf die ruhige Nordseeinsel Spiekeroog versetzen. Doch ruhig ist es da nicht sehr lange, denn kurz nach seiner Ankunft geschieht der erste Mord und schon rückt Verstärkung vom Festland an. Hauptkommissarin Althuis unterstützt Berg bei seinen Ermittlungen und beschützt ihn vor seinem griesgrämigen Vorgesetzten, der alles andere als froh über irgendwelche Hilfe ist. Er würde lieber einen Mord als Unfall vertuschen, als Arbeit an Kollegen vom Festland abzugeben.

Kommissar Berg hat keinen leichten Anfang auf der Insel. Die Bewohner kennen sich alle und sind jedem Neuzugang gegenüber skeptisch, sein Chef würde gerne weiterhin allein Polizist der Insel sein und zu allem Übel wird Berg auch noch krank und muss seine Ermittlungen mit starken Kopfschmerzen und Fieber durchstehen.

"Friesensturm" ist ein eher ruhiger Krimi, der sich angenehm flüssig liest. Die Geschichte ist logisch aufgebaut und wird vollständig aufgeklärt. Das Ende war zu schnell, zu leicht für die Ermittler und auch etwas unrealistisch. Trotzdem wurde ich gut unterhalten und kann das Buch für einen Urlaub am Strand, besonders natürlich an einem Nordseestrand, empfehlen.

Mittwoch, 2. September 2015

Alles Licht, das wir nicht sehen - Anthony Doerr

Erscheinungsdatum: 11. März 2015
Übersetzer: Werner Löcher-Lawrence

Weitere Informationen
Saint-Malo 1944: Die erblindete Marie-Laure flieht mit ihrem Vater, einem Angestellten des "Muséum National d'Histoire Naturelle", aus dem besetzten Paris zu ihrem kauzigen Onkel in die Stadt am Meer. Verborgen in ihrem Gepäck führen sie den wahrscheinlich kostbarsten Schatz des Museums mit sich. Werner Hausner, ein schmächtiger Waisenjunge aus dem Ruhrgebiet, wird wegen seiner technischen Begabung gefördert und landet auf Umwegen in einer Spezialeinheit der Wehrmacht, die die Feindsender der Widerstandskämpfer aufzuspüren versucht. Während Marie-Laures Vater von den Deutschen verschleppt und verhört wird, dringt Werners Einheit nach Saint-Malo vor, auf der Suche nach dem Sender, der die Résistance mit Daten versorgt... Hochspannend und mit einer außergewöhnlichen Sprachkunst erzählt Anthony Doerr die berührende Geschichte von Marie-Laure und Werner, deren Lebenswege sich für einen schicksalsträchtigen Augenblick kreuzen.

 

Meine Meinung

Saint-Malo im zweiten Weltkrieg: Marie-Laure, ein blindes Mädchen, flieht mit ihrem Vater von Paris nach Saint-Malo. Die beiden leben dort bei einem Onkel, der sich seit Jahren nicht mehr getraut hat, sein Haus zu verlassen. Ihre Haushälterin engagiert sich in der Résistance, zuerst nur mit kleinen Gemeinheiten gegenüber den Besatzern, aber später werden die Aktionen besser organisiert und gefährlicher.

Auf der anderen Seite lernt der Leser Werner kennen. Werner ist ein kleiner, deutscher Waisenjunge, der von einer liebevollen Frau gemeinsam mit anderen Kindern großgezogen wird. Er ist extrem klug, bastelt sich sein eigenes Radio zusammen und es dauert nicht lange, bis die Nazis auf ihn aufmerksam werden. Sie schicken ihn zuerst auf eine Eliteschule und danach quer durch besetzte Gebiete um versteckte Sender zu finden.

Fast nebenbei erfährt man, wie Marie-Laure sich in ihrer Umgebung zurecht findet. Zu Hause hat sie Fäden gezogen, auf den Boden geklebte Hilfen und eine strenge  Ordnung, draußen zählt sie Gullis und lernt ihre Umgebung durch ein Modell auswenig, das ihr Vater ihr geschnitzt hat. Werner ist ein Meister der Radiotechnik, er weiss, wie Radios gebaut werden, wie weit sie senden können und wie feindliche Funker geortet werden können. Werner ist kein Nazi, aber er will auf keinen Fall wie sein Vater in der Kohlengrube schuften und sterben. Deshalb macht er alles mit, was von ihm gefordert wird, auch wenn es falsch ist.

Die Geschichte springt zwischen Werner und Marie-Laure, und auch in der Zeit hin und her. So weiss man als Leser zwar, wer überleben wird, aber nicht was in der Zwischenzeit passiert ist und wie es so weit kommen konnte.

"Alles Licht, das wir nicht sehen" ist ein spannender und fesselnder historischer Roman, in einem schönen, fast schon märchenhaften Stil geschrieben, der im Kontrast steht zum schwer verdaulichen Inhalt. Ein Buch, das ich absolut empfehlen kann!