Sonntag, 31. Mai 2015

Der Seidenspinner - Robert Galbraith

Erscheinungsdatum: 24. November 2014
Übersetzer: Wulf Bergner, Christoph Göhler, Kristof Kurz

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Als der Romanautor Owen Quine spurlos verschwindet, bittet seine Frau den privaten Ermittler Cormoran Strike um Hilfe. Es ist nicht das erste Mal, dass Quine für einige Tage abgetaucht ist, und sie möchte, dass Strike ihn findet und nach Hause zurückbringt. Doch schon zu Beginn seiner Ermittlungen wird Strike klar, dass mehr hinter Quines Verschwinden steckt, als seine Frau ahnt. Der Schriftsteller hat soeben ein Manuskript vollendet, das scharfzüngige Porträts beinahe jeder Person aus seinem Bekanntenkreis enthält. Sollte das Buch veröffentlicht werden, würde es Leben zerstören – zahlreiche Menschen hätten also allen Grund, Quine zum Schweigen zu bringen.

Als Quine tatsächlich tot aufgefunden wird, brutal ermordet unter bizarren Umständen, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, um das wahre Motiv des skrupellosen Mörders aufzudecken – eines Mörders, wie Strike ihm noch nie zuvor begegnet ist …

Absolut fesselnd und voller unerwarteter Wendungen: Der Seidenspinner ist der zweite Roman der hochgelobten Krimiserie um den Ermittler Cormoran Strike und seine entschlossene junge Assistentin Robin Ellacott.

Meine Meinung

Detektiv Cormoran Strike hat durch seinen letzten Erfolg (beschrieben in der Ruf des Kuckucks) keine Probleme an reiche und zahlungswillige Kundschaft zu kommen. Doch die ewigen Neid- und Racheaffären bringen zwar Geld ein, sind aber todlangweilig und so wundert es nicht, dass er einwilligt als eine ärmlich wirkende Leonora Quine ihn bittet, ihren Mann zu finden, der seit ein paar Wochen verschwunden ist.

Robert Galbraith konnte sich mit diesem zweiten Krimi der Strike-Reihe deutlich steigern. Der Schreibstil ist gewohnt ausschweifend, aber dadurch sind die Personen, selbst Nebenfiguren, lebendig und gut ausgearbeitet. Besonders die Handlung habe ich bewundert, sie ist sehr ausgeklügelt, baut sich langsam auf und ist von Anfang bis Ende durchdacht. Sie kommt ohne Zeitsprünge, ohne viele Perspektivwechsel und auch ohne zu viel Technik und Analysen aus.

"Der Seidenspinner" ist  ein  klassischer Krimi, in dem die Spannung sehr geschickt bis ganz zum Schluss aufrecht gehalten wird. Selbst als Strike und Robin schon ahnen, wer der Mörder sein könnte, tappt man als Leser immer noch im Dunkeln.
Wärmstens empfehlen kann ich diesen Krimi jedem, der ruhige, intelligente Geschichten mag und sich die Zeit nehmen möchte, in eine andere Welt einzutauchen.

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