Mittwoch, 13. Mai 2015

Der Löwensucher - Kenneth Bonnert

Erscheinungsdatum: 25. März 2015
Übersetzer: Stefanie Schäfer

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Kurze Zusammenfassung

Was steckt in dir? Hast du das Zeug dazu, im Leben ein Löwe zu sein? Isaac Helger, wilder, kluger Sohn jüdischer Einwanderer in Südafrika, ist hin- und hergerissen zwischen Tradition und Aufbruch. In den späten 1930er Jahren trifft er eine schicksalhafte Entscheidung. Eine universelle Geschichte über einen jungen Menschen auf der Suche nach Erfolg und nach seinem Platz im Leben. Atmosphärische Familiensaga und literarischer Schelmenroman – eine grandiose literarische Entdeckung.

Meine Meinung

Isaac verlässt als kleiner Junge seine Heimat und zieht mit seiner Mutter und seiner Schwester zum Vater nach Südafrika. Isaac war schon ein quirliges Kind und wird  mit den Jahren noch schwieriger. Seine Lehrer und der Vater kämpfen auf verlorenem Posten, weil die Mutter alles dafür tut, damit ihr Sohn so schnell wie möglich Geld verdient. Und in Schule und Lehre verdient man nicht genug für das schöne Haus, das die Mutter sich für die Grossfamilie wünscht. Der Vater ist ein stiller, ruhiger Mann, der sich gegen seine Frau nicht so recht durchsetzen kann. Er versucht es, möchte dass sein Sohn in die Schule geht oder wenigstens eine Lehre macht, aber Isaac ist leichter für die Gaunereien zu begeistern, zu denen seine Mutter ihn drängt.

Das Buch ist stellenweise sehr schlimm zu lesen, es ist schockierend wie brutal und grausam Menschen miteinander umgehen. Umso unverständlicher, warum Isaac und besonders seine Mutter nicht verstehen können, dass der Hass dem sie als Juden ausgesetzt sind, identisch ist mit dem gegen Menschen mit dunklerer Hautfarbe. Sie helfen den Menschen selbst dann nicht, wenn sie es gefahrlos und ohne irgendwelchen Probleme tun könnten.

Das Buch ist gut, es hat sehr starke Szenen und wichtige Informationen. Aber ich habe es gelesen wie ein Sachbuch, mich hartnäckig gezwungen weiterzulesen. Gepackt hat das Buch mich leider nie, warum genau kann ich nicht sagen. Gestört hat mich der Schreibstil, der mir immer etwas rauh vorkam und manche ausschweifende Stellen.

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