Mittwoch, 13. Mai 2015

Das geheime Leben der Violet Grant - Beatriz Williams

Erscheinungsdatum: 11. Mai 2015
Übersetzer: Anja Hackländer

Kurze Zusammenfassung

Manhattan, 1964. Vivan Schuyler hat das Undenkbare getan: Sie hat dem glamourösen Upperclass-Leben ihrer Familie den Rücken gekehrt, um Karriere als Journalistin zu machen. Als sie herausfindet, dass sie eine skandalumwitterte Großtante hat, ist ihr Spürsinn geweckt …

Berlin, 1914. Die junge Physikerin Violet erträgt ihre Ehe mit dem älteren Professor Grant nur, um ihren Forschungen nachgehen zu können. Doch plötzlich bricht der Erste Weltkrieg aus – und ein geheimnisvoller Besucher stellt Violet vor eine Entscheidung mit dramatischen Folgen.

Meine Meinung

New York, 1964: Vivian bekommt per Post ein schweres Paket geschickt und überredet einen fremden Mann es in ihre Wohnung zu tragen. Beide verlieben sich unsterblich und fangen auf der Stelle eine Affäre an.
Berlin, 1914: Violet studiert, gegen den Willen ihrer Eltern und fühlt sich allein unter den vielen männlichen Studenten. Für ihren wunderbaren Herrn Professor würde sie alles tun und geht selbstverständlich mit ihm ins Bett (und auf den Schreibtisch, aufs Sofa, auf den Labortisch...)
Sehr viel mehr als der Klappentext verrät auch das ganze Buch nicht über die Arbeit von Vivian und Violet. Selbst die verschiedenen Zeitebenen könnte man verpassen, denn am Geschlechtsakt hat sich mit den Jahren nicht allzuviel verändert. Und genau das hat mich am Buch enttäuscht. Der Hauptmerkmal lag nicht, wie der Klappentext vermuten ließ, auf den Frauen, die für ihre Zeit einer ungewöhnlichen Beschäftigung nachgingen, sondern es ging vor allem um ihre Bettgeschichten mit einigen historischen Details als Hintergrunddekoration.
Die ersten 100 Seiten habe ich trotzdem noch gerne gelesen. Die Geschichte war zwar überspitzt und vollkommen unrealistisch, aber ich habe mich amüsiert und hätte mich auch auf ein Buch in diese Richtung einlassen können. Doch danach kam leider nur noch Langeweile auf. Die letzten 100 Seiten waren etwas besser, doch nicht gut genug, um die Karre noch aus dem Dreck zu reissen.



Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen