Freitag, 24. April 2015

Von Rezensionsexemplaren und anderen Gratisbüchern

Rezensionsexemplare, Leserundenbücher und ähnliche Freiexemplare lassen die Herzen der meisten Blogger höher schlagen. Auch ich bin immer wieder erfreut, wenn sich ein Leseauftrag in meiner Mailbox oder sogar im Briefkasten befindet. Die Bücher sind nicht nur gratis und brandneu, sie sind zudem eine Art Ritterschlag für den Blog, ein Statussymbol für den Blogger. Je mehr dieser Bücher man anhäuft, desto besser und beliebter ist der Blog. Denkt man.

Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Im normalen Leben bin ich ein fröhlicher und hemmungsloser Buchabbrecher. Was mir nicht gefällt, wird zugeklappt, verschenkt, vergessen. Auf zum nächsten Buch. Doch bedauerlicherweise erlaubt mir mein blödes Gewissen nicht, Rezensionsexemplare abzubrechen. Die hohen Portokosten, die liebe Mühe, der Buchpreis und vor allem das Vertrauen müssen einfach mit einer Bewertung belohnt werden.

Leider ist nicht jedes Buch für mich. In diesen Fällen kann ich die geniale Großartigkeit der Werke nicht erkennen, sehe hinter jeder geistreichen Beschreibung nur die pure Langeweile. Wie ein Leseanfänger stottere ich mich durch die Wörter und Sätze, nehme mir Seitenzahlen vor, die ich schaffen will und erfinde Belohnungen zum Durchhalten, damit ich mich nur nicht Ablenken lasse. Wie zum Beispiel, durch das Schreiben komischer Texte über Rezensionsexemplare.

Es hilft nichts. Ich muss mich weiter durch ein Buch quälen. Es soll grandios sein, hochintellektuell, hervorragend und hat leider Gottes mehr als 700 Seiten, von denen sich bisher jede einzelne wie Kaugummi gezogen hat. Doch irgendwann werde ich auch zu der Bewertung von diesem Brocken kommen und hoffentlich habe ich mich bis dahin wieder so weit mit dem Buch versöhnt, dass ich den Text ohne zu viele Obszönitäten hinbekomme. Nein, im Ernst, wenn sich unsere Beziehung bis dahin nicht gebessert hat, dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Das arme Buch kann ja nichts für die mangelnde Intellektualiät seines Lesers.

Kommentare :

  1. Hallo Lara,

    jetzt wäre ich natürlich neugierig, was du eigentlich liest.

    LG Nicole

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