Freitag, 24. April 2015

Die Frauen, die er kannte -Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt

Erscheinungsdatum: 1. November 2013
Übersetzer: Ursel Allenstein
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Über Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und ebenfalls Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell. Ihr gemeinsames Krimidebüt «Der Mann, der kein Mörder war» wurde ein Riesenerfolg, das Buch erschien in 22 Ländern und stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten. Der zweite und dritte Band der Reihe um den Stockholmer Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird, befanden sich wochenlang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die ZDF-Koproduktion «Die Brücke - Transit in den Tod». In Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator.

Kurze Zusammenfassung

Wieder wurde in Stockholm eine Frau ermordet, sie ist bereits das dritte Opfer. Die Handschrift der Taten deutet auf einen berüchtigten Serienmörder: Edward Hinde, manipulativ, grausam, hochintelligent. Doch Hinde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt.
Daher holt Kommissar Höglund jenen Mann ins Team, der Hinde einst hinter Gitter brachte – Kriminalpsychologe Sebastian Bergman. Für den Kommissar und sein Team ist der arrogante Einzelgänger eine Zumutung, für Bergman der Fall ein Albtraum: Denn der Name des vierten Opfers ist ihm nicht unbekannt.

Meine Meinung

Auch in seinem zweiten Fall muss Sebastian Bergmann seine Mitarbeit im Ermittlerteam erst einmal erzwingen, bevor er wieder ermitteln darf und wieder muss man sich als Leser über sein Benehmen schämen. Der sozial vollkommen inkompetente Mistkerl trifft die unmöglichsten Entscheidungen, benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen und kennt keine Rücksicht, auf die Gefühle seiner Mitmenschen. Und doch, irgendwie fiebert man trotzdem mit, dass er mit seinen Schrullen durchkommt, dass ihm verziehen wird. Hoffnung, dass aus ihm einmal ein Gentleman-Ermittler werden sollte, braucht man sich allerdings keine zu machen.

Der Fall hat mir noch besser gefallen als der erste, er ist intensiver, geht dem Team sehr viel näher und die andauernde Spannung im Ermittlerteam schwingt auch auf den Leser über. Selbst Szenen, die nicht besonders originell sind und in sehr vielen Krimis schon beschrieben wurden, werden sehr packend dargestellt. Jede Nebenfigur wirkt lebendig und wird sehr intensiv beschrieben.

Die kleinen Kapitel und die konstante Spannung bringen den Leser dazu immer noch ein bisschen mehr weiter Informationen zu wollen, egal wie spät es ist, egal wie müde man ist, weitelesen! "Die Frauen, die er kannte" will man einfach nicht aus der Hand legen. Natürlich bekommt auch dieser Teil von mir eine absolute Leseempfehlung.


1 - Der Mann, der kein Mörder war
2 - Die Frauen, die er kannte
3 - Die Toten, die niemand vermisst
4 - Das Mädchen, das verstummte

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