Dienstag, 21. April 2015

Der dunkle Weg - Susanne Goga

Erscheinungsdatum: 14. April 2015
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Über Susanne Goga

Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits drei Romane, darunter »Die Sprache der Schatten«, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, und der Spiegel-Bestseller »Der verbotene Fluss«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Kurze Zusammenfassung

Eine Reise nach Irland, die alles verändert
Hamburg 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise: fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm, eine eigene Familie, ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen.

Meine Meinung

Eigentlich wollte Ida bloß ihre Freundin Grace in Dublin besuchen, die sie in einem Zeichenkurs in London kennengelernt hatte. Doch Ida wird sehr warmherzig aufgenommen und verliebt sich in die Stadt, in seine Einwohner und vor allem in einen Arzt. Von Anfang an ist sie mit ihrem Zeichenblock unterwegs um die Einwohner zu zeichnen und sie so im Kampf gegen die Armut zu unterstützen. Durch die detaillierten Beobachtungen, die Ida benötigt um ihre Zeichnungen anzufertigen, bekommt auch der Leser ein ganz genaues Bild von den schlimmen Zuständen in Dublin, von den Müttern, die auf engstem Raum mit ihren Kindern hausen müssen, von den Arbeitern, die am Hafen schuften oder von den Rebellen, die für die Unabhängigkeit Irlands kämpfen. Immer wieder trifft Ida auf Menschen, die nicht länger unter den Arbeitgebern und auch nicht unter den Engländern leiden wollen. Sie wollen etwas ändern und sie schließen sich zusammen um gemeinsam gegen die von England verursachten Missständen zu kämpfen.

"Der lange Weg" ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem ein sehr lebendiges Portrait von Dublin und von den Zuständen, die dort um 1912 herrschten. Die Autorin schafft es ihre Geschichte so zu schreiben, dass ich in ein paar Jahren sicher der Meinung bin, ich hätte mir einen Film über Ida in Dublin angesehen. Die Geschichte ist gut recherchiert, spannend, packend und sehr empfehlenswert.

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