Donnerstag, 30. April 2015

Neuerscheinungen Mai 2015




Diebe und Vampire - Doris Dörrie (20. Mai 2015)
Sie lernen sich in Mexiko am Strand kennen und treffen sich nachher in San Francisco: Alice, eine junge deutsche Studentin, und die dreißig Jahre ältere Amerikanerin, die Alice insgeheim »die Meisterin« nennt. Denn sie ist alles, was Alice gerne wäre. Elegant. Selbstbewusst. Souverän mit Männern. Und vor allem: eine Schriftstellerin. Ein berührender Roman über die Vorbilder, die wir wählen – und was das Leben aus ihnen und uns macht.










Der Tag, an dem ich aufhörte Beeil dich zu sagen - Rachel Macy Stafford (8. Mai 2015)


»Dafür haben wir jetzt keine Zeit«, war lange der Satz, den die Töchter von Rachel Macy Stafford am häufigsten von ihrer Mutter hörten. Die junge Frau verlor sich geradezu in ihrem hektischen Alltag, während sie versuchte, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Bis es schließlich nicht mehr weiterging.Nicht für sie, nicht für ihren Partner und vor allem nicht für ihre Kinder. Rachel Macy Stafford zog daraufhin die Reißleine und beschloss, ihr Leben zu ändern. Sie entwickelte ein Programm für mehr Achtsamkeit und Gelassenheit und lernte so auch selbst, endlich wieder bewusst Zeit mit ihrer Familie zu verbringen.







Palladium - Boris Razon (8. Mai 2015)
Boris Razon ist 29. Als vielbeschäftigter Chefredakteur freut er sich auf den Sommerurlaub: endlich Zeit für sich, seine Freundin Caroline und ihre zwei Töchter. Doch auf einmal fängt es an. Ein Kribbeln in den Fingern. Höllische Rückenschmerzen. Schwächeanfälle. Innerhalb weniger Tage ist er von Kopf bis Fuß gelähmt. Sein Kontakt zur Außenwelt beschränkt sich auf vereinzelte Geräusche, die wie durch einen Schleier zu ihm dringen. Boris kämpft um sein Leben. Er erinnert sich an die letzte Begegnung mit seinem Vater, den letzten Urlaub mit Caroline, die letzte gemeinsame Nacht. Aber schon bald führen die Bilder in seinem Kopf ein Eigenleben. In seinen Halluzinationen taucht er ein in eine andere Welt, eine Welt wahnsinniger Ärzte und Dämonen, eine gefährliche, tödliche Welt. Doch selbst in dieser Hölle ist Caroline an seiner Seite und führt ihn schließlich in die Welt der Lebenden zurück. Palladium ist ein einzigartiges Debüt. Eine rasante Reise in die Unterwelt im Zeichen von Homer, Kafka und Lewis Carroll.



Die offizielle Verabschiedung meiner langjährigen Kindheit - Elisabeth Kelly (25. Mai 2015)




Eine geistreiche und unverwechselbare Geschichte um einen Mord, eine Ehekrise und ein quälendes Familiengeheimnis

Riddle Camperdown freut sich darauf, den Sommer 1972 vornehmlich faulenzend auf der Veranda ihres Elternhauses auf Cape Cod zu verbringen, und hofft , dabei nicht allzu oft von ihren exzentrischen Eltern gestört zu werden: Greer, der exaltierten, scharfzüngigen ehemaligen Hollywoodschauspielerin, und Godfrey „Camp“ Camperdown, dem Patriarchen und gewerkschaftsnahen Lokalpolitiker mit Hang zur großen Geste, der gerade mitten im Wahlkampf steckt.

Dann wird Riddle im Pferdestall des Nachbarn zufällig zur Zeugin eines Mordes. Verängstigt entscheidet sie sich dafür, niemandem davon zu erzählen. Doch als Camps Wahlkampf immer hitziger wird und einer seiner politischen Gegner Gerüchte über die Camperdowns in die Welt setzt, gerät Riddle immer mehr unter Druck, die Wahrheit zu sagen, obwohl sie gleichzeitig die Rache des Mörders fürchtet.

Das Porträt einer unvergesslichen, so skurrilen wie liebenswerten Familie, das sich vor dem Hintergrund eines Verbrechens und eines Familiengeheimnisses entfaltet – unterhaltsam, intelligent und spannend.



Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke - Karen Joy Fowler (11. Mai 2015)
Es war einmal ein Haus mit einem Garten, in dem wohnten ein Apfelbaum, ein Bach und ein kleine Katze mit mondgelben Augen. Hier wachsen drei Kinder auf: Rosemary, ihre ungestüme Schwester Fern und ihr großer Bruder Lowell. Sie könnten eine ganz normale Familie sein. Wäre ihr Vater nicht Wissenschaftler, und wäre Fern nicht ein ganz besonderes kleines Mädchen, das Wachsmalstifte verspeist, den perfekten Rückwärtssalto beherrscht und lacht wie eine Säge.

Jahre nach Ferns Verschwinden erzählt Rosemary nun deren Geschichte. Denn erzählen war das Einzige, was Fern nie konnte.



Mittwoch, 29. April 2015

Literaturplausch #2

Keine besonderen Vorkommnisse hier Frau Hauptsachebunt!

#reading
Im Moment lese ich "Der Löwensucher" von Kenneth Bonert. Ich mag es nicht und ich kann immer noch nicht genau sagen warum. Ich habe schon Bücher gelesen, die vom Inhalt her genauso schlimm waren, andere die schwieriger zu verstehen waren, aber selten musste ich mich andauernd zwingen, weiter zu lesen.

Zum Entspannen zwischendurch lese ich "Ein guter Blick fürs Böse" von Ann Granger.


 #Zitat
"Aus dem Besitzen-Wollen entsteht Mangel, aus dem Nicht-Anhaften entsteht Zufriedenheit"
Kalu Rinpoche

#bookstagram
Bei diesem Tag setze ich diesmal aus. Ich habe nichts besonderes buchiges, was ich hier zeigen könnte.


#woanders
Horcybus Orca von Stefano D'Arrigo ist ein Buch, das mich fasziniert, seit ich von seiner Existenz gelesen habe. Es ist ein Brocken von 1500 Seiten und galt lange Zeit als unübersetzbar. Mein Respekt gilt deshalb Tobi von Lesestunden, der es nicht nur geschafft hat, das Buch zu lesen, sondern dazu noch eine wunderbare Bewertung geschrieben hat, aus der unter anderem auch klar wird, warum die Geschichte so kompliziert zu übersetzen und zu lesen war.

#Neuerscheinungen
Im Mai kommt das 23. Buch von Brunetti heraus, Tod zwischen den Zeilen. Brunetti ist wie ein alter Bekannter, ich mag ihn einfach. Manchmal werde ich enttäuscht, manchmal denke ich sogar, die Autorin sollte aufhören und endlich etwas Neues schreiben, aber genauso regelmässig bin ich froh, dass sie immer noch an Brunetti weiterschreibt.

Dienstag, 28. April 2015

Aktionswoche für Bücherblogger - Keinen Tag ohne Idee


Montag

http://buch-fresserchen.blogspot.com/p/montagsfrage.html

http://emotional-books.blogspot.de/

Dienstag
http://frauhauptsachebunt.de/



http://blog4aleshanee.blogspot.com/p/gemeinsam-lesen.htmlhttp://schlunzenbuecher.blogspot.de/

Mittwoch
http://breakingthespine.blogspot.de/


Donnerstag
http://www.buecher-bloggeria.de/p/top-ten-thursday.html



Freitag
http://abookshelffullofsunshine.blogspot.com/2015/04/ff-deutscher-follow-friday-24-april-2015.html



Samstag

http://lesefee.blogspot.co.at/


Sonntag

http://l0ve-life.blogspot.de/

Hotel Alpha - Mark Watson

Erscheinungsdatum: 14. April 2015
Übersetzer: Andrea Kunstmann
Weitere Informationen

Über Mark Watson

Mark Watson, geboren 1980 in Bristol, ist Romanautor, Kolumnist, Radio- und Fernsehmoderator und international erfolgreicher Stand-up-Comedian. Er ist außerdem Fußball-Experte, studierter Literaturwissenschaftler und Umweltaktivist. Er ist bekannt für Marathonauftritte, die 24 Stunden und länger dauern. Mark Watson lebt mit seiner Frau und seinem Sohn in London. »Ich könnte am Samstag« (Hardcover: »Elf Leben«) war sein erster ins Deutsche übersetzter Roman, zuletzt erschien von ihm »Überlebensgroß«.

Kurze Zusammenfassung

Seit den Sechzigerjahren ist das Hotel Alpha eine regelrechte Institution in London, was nicht zuletzt an dem Besitzer des Fünfsternehauses liegt: Howard York ist smart und charismatisch, mit der wunderschönen und klugen Sarah-Jane verheiratet und ein gefeierter Held, seit er 1984 bei einem Brand den kleinen Chas rettete und ihn adoptierte, nachdem dessen Mutter in den Flammen umkam. Obwohl seit diesem Unglück blind, ist der Junge ein aufgewecktes und fröhliches Kerlchen, das allerdings die Öffentlichkeit scheut, die Tage im Hotel verbringt und sich zum Computerexperten entwickelt. Und da ist Graham Adam, der seit der Eröffnung im Hotel Alpha als Concierge tätig ist und zu Chas’ väterlichem Vertrauten wird. Er ist das gute Gewissen des Hotels, doch der schöne Schein ist nicht ganz ohne trügerisches Licht.

Meine Meinung

Graham arbeitet sein Leben lang voller Leidenschaft im Hotel Alpha. Sein Einstellungsgespräch ist ebenso außergewöhnlich wie das Hotel und sein Besitzer Howard. Es wird nicht gekleckert sondern geklotzt, alles ist möglich und bietet den Gästen nur das Allerbeste. Graham möchte der beste Concierge sein und arbeitet Tag und Nacht um seinem Hotel, seinem Chef und den Gästen zu Diensten zu sein. Bei einem Brand im Hotel kommt eine Frau ums Leben. Ihr Sohn, Chas, erblindet dabei und wird später vom Hotelbesitzer adoptiert.

"Hotel Alpha" erzählt das Leben im Hotel abwechselnd aus der Sicht von Chas und von Graham über einen Zeitraum von fast vierzig Jahren. Es ist ein Buch bei dem es eigentlich nicht so sehr um die Hintergrundgeschichte geht, die der Leser erst nach und nach erfährt, sondern um die Menschen im Hotel, besonders um Graham und um Chas.
Chas ist sehr einfühlsam beschrieben und nach dem Lesen hatte ich das Gefühl, ein bisschen besser zu verstehen, wie blinde Menschen sich in der Welt zurecht finden müssen und welche Ängste sie in fremder Umgebung ausstehen. Auch Graham hinter seinem Tresen ist so dargestellt, dass man die Leidenschaft für seine Arbeit nachvollziehen kann, durch die er alles andere aufgibt. Seine Frau sieht er nur Sonntags und seine Kinder werden groß, ohne dass er viel Notiz davon nimmt. Das Hotel geht immer vor.

Sehr gut herausgekommen ist der Wandel der Zeit im Hotel. Die Menschen bleiben mehr oder weniger gleich. Howard ist immer noch selbstsicher, Graham stets zu Diensten, aber aus dem Rauchsalon wird eine IT-Suite, aus dem Keller eine Fitness-Suite und das dicke Reservierungsbuch macht Computer und Online-Reservierungen Platz.

"Hotel Alpha" ist trotz eines turbulenten Hotellebens und mancher Wendungen ein eher ruhiges, beruhigendes, etwas anderes Buch. Ich habe es sehr gerne gelesen.

Neben dem Buch hat der Autor noch viele Kurzgeschichten herausgegeben, die im Hotel Alpha spielen. Ich bin kein Anhänger von Kurzgeschichten und habe sie deshalb nicht gelesen.
http://www.hotelalphastories.com

Montag, 27. April 2015

Montagsfrage: Habt ihr schonmal Bücher aus dem Ausland bestellt?



Das Ausland ist ziemlich groß, besonders wenn man in einem kleinen Land wohnt. Aber weil Amazon auf dem Papier ein luxemburgischer Laden ist, komme ich auf sehr wenige Bücher, die ich im Ausland bestellt habe. Als es Amazon noch nicht gab, vor langer, langer Zeit, habe ich meine Bücher bei Barnes&Noble bestellt.
Wo bestellt ihr denn eure Bücher?

Die Montagsfrage wird jede Woche von Buchfresserchen gestellt.

Freitag, 24. April 2015

Von Rezensionsexemplaren und anderen Gratisbüchern

Rezensionsexemplare, Leserundenbücher und ähnliche Freiexemplare lassen die Herzen der meisten Blogger höher schlagen. Auch ich bin immer wieder erfreut, wenn sich ein Leseauftrag in meiner Mailbox oder sogar im Briefkasten befindet. Die Bücher sind nicht nur gratis und brandneu, sie sind zudem eine Art Ritterschlag für den Blog, ein Statussymbol für den Blogger. Je mehr dieser Bücher man anhäuft, desto besser und beliebter ist der Blog. Denkt man.

Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Im normalen Leben bin ich ein fröhlicher und hemmungsloser Buchabbrecher. Was mir nicht gefällt, wird zugeklappt, verschenkt, vergessen. Auf zum nächsten Buch. Doch bedauerlicherweise erlaubt mir mein blödes Gewissen nicht, Rezensionsexemplare abzubrechen. Die hohen Portokosten, die liebe Mühe, der Buchpreis und vor allem das Vertrauen müssen einfach mit einer Bewertung belohnt werden.

Leider ist nicht jedes Buch für mich. In diesen Fällen kann ich die geniale Großartigkeit der Werke nicht erkennen, sehe hinter jeder geistreichen Beschreibung nur die pure Langeweile. Wie ein Leseanfänger stottere ich mich durch die Wörter und Sätze, nehme mir Seitenzahlen vor, die ich schaffen will und erfinde Belohnungen zum Durchhalten, damit ich mich nur nicht Ablenken lasse. Wie zum Beispiel, durch das Schreiben komischer Texte über Rezensionsexemplare.

Es hilft nichts. Ich muss mich weiter durch ein Buch quälen. Es soll grandios sein, hochintellektuell, hervorragend und hat leider Gottes mehr als 700 Seiten, von denen sich bisher jede einzelne wie Kaugummi gezogen hat. Doch irgendwann werde ich auch zu der Bewertung von diesem Brocken kommen und hoffentlich habe ich mich bis dahin wieder so weit mit dem Buch versöhnt, dass ich den Text ohne zu viele Obszönitäten hinbekomme. Nein, im Ernst, wenn sich unsere Beziehung bis dahin nicht gebessert hat, dann muss ich mir etwas einfallen lassen. Das arme Buch kann ja nichts für die mangelnde Intellektualiät seines Lesers.

Die Frauen, die er kannte -Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt

Erscheinungsdatum: 1. November 2013
Übersetzer: Ursel Allenstein
Weitere Informationen

Über Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und ebenfalls Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell. Ihr gemeinsames Krimidebüt «Der Mann, der kein Mörder war» wurde ein Riesenerfolg, das Buch erschien in 22 Ländern und stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten. Der zweite und dritte Band der Reihe um den Stockholmer Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird, befanden sich wochenlang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die ZDF-Koproduktion «Die Brücke - Transit in den Tod». In Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator.

Kurze Zusammenfassung

Wieder wurde in Stockholm eine Frau ermordet, sie ist bereits das dritte Opfer. Die Handschrift der Taten deutet auf einen berüchtigten Serienmörder: Edward Hinde, manipulativ, grausam, hochintelligent. Doch Hinde sitzt seit Jahren im Hochsicherheitstrakt.
Daher holt Kommissar Höglund jenen Mann ins Team, der Hinde einst hinter Gitter brachte – Kriminalpsychologe Sebastian Bergman. Für den Kommissar und sein Team ist der arrogante Einzelgänger eine Zumutung, für Bergman der Fall ein Albtraum: Denn der Name des vierten Opfers ist ihm nicht unbekannt.

Meine Meinung

Auch in seinem zweiten Fall muss Sebastian Bergmann seine Mitarbeit im Ermittlerteam erst einmal erzwingen, bevor er wieder ermitteln darf und wieder muss man sich als Leser über sein Benehmen schämen. Der sozial vollkommen inkompetente Mistkerl trifft die unmöglichsten Entscheidungen, benimmt sich wie ein Elefant im Porzellanladen und kennt keine Rücksicht, auf die Gefühle seiner Mitmenschen. Und doch, irgendwie fiebert man trotzdem mit, dass er mit seinen Schrullen durchkommt, dass ihm verziehen wird. Hoffnung, dass aus ihm einmal ein Gentleman-Ermittler werden sollte, braucht man sich allerdings keine zu machen.

Der Fall hat mir noch besser gefallen als der erste, er ist intensiver, geht dem Team sehr viel näher und die andauernde Spannung im Ermittlerteam schwingt auch auf den Leser über. Selbst Szenen, die nicht besonders originell sind und in sehr vielen Krimis schon beschrieben wurden, werden sehr packend dargestellt. Jede Nebenfigur wirkt lebendig und wird sehr intensiv beschrieben.

Die kleinen Kapitel und die konstante Spannung bringen den Leser dazu immer noch ein bisschen mehr weiter Informationen zu wollen, egal wie spät es ist, egal wie müde man ist, weitelesen! "Die Frauen, die er kannte" will man einfach nicht aus der Hand legen. Natürlich bekommt auch dieser Teil von mir eine absolute Leseempfehlung.


1 - Der Mann, der kein Mörder war
2 - Die Frauen, die er kannte
3 - Die Toten, die niemand vermisst
4 - Das Mädchen, das verstummte

Dienstag, 21. April 2015

Literaturplausch


Seit längerer Zeit lese ich begeistert die Literaturplauschs auf  verschiedenen Blogs, der von Frau Hauptsachebunt gestartet wurde. Diesmal werde ich endlich auch mitmachen!

#reading
Im Moment lese ich "Hotel Alpha" von Marc Watson. Es beschreibt das Leben im noblen Hotel Alpha mit seinen Bewohner und Bediensteten. Chas, ein kleiner, blinder Junge, Graham, der Concierge und auch Howard, der Besitzer fühlen sich so wohl im Hotel, dass sie es kaum verlassen oder verlassen wollen.

"Wenn du stehen bleibst, Graham, bewegst du dich rückwärts."


 #Zitat
Vor ein paar Tagen habe ich "Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" von Eric-Emmanuel Schmitt beendet. Ein sehr kurzes, ruhiges Buch, das mir gut gefallen hat.

"Die Langsamkeit ist das Geheimnis des Glücks"

#newin
Das letzte Buch das hier angekommen ist und das nächste was ich lesen werde ist "Der Löwensucher" von Kenneth Bonert. Ich weiss ehrlich gesagt nicht, um was es in diesem Buch geht, der Rückentext verrät nicht viel: Die universelle Geschichte über einen jungen Menschen auf der Suche nach Erfolg und seinem Platz im Leben. Ich werde mich überraschen lassen.

#woanders
In letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass sehr viele Blogs auf Blogtour sind. Ich kann die Begeisterung für diese Touren nicht verstehen. Bis jetzt habe ich noch keine einzige von Anfang bis Ende verfolgt, es riecht mir viel zu sehr nach Werbung und zu wenig nach ehrlichen Informationen.

Dagegen mag ich Beiträge wie diesen über das Abbrechen von Büchern von Mara auf  Buzzaldrins, der sehr viel Beachtung und Kommentare erhalten hat.

#Neuerscheinungen
Schon allein der Titel von dieser Neuerscheinung klingt entspannend: "Der Tag, an dem ich aufhörte, "Beeil dich" zu sagen". Das Buch erscheint am 8. Mai und es wäre doch schön, wenn ich ab dann mit diesem Satz aufhören könnte.

Der dunkle Weg - Susanne Goga

Erscheinungsdatum: 14. April 2015
Weitere Informationen

Über Susanne Goga

Susanne Goga, 1967 geboren, ist eine renommierte Literaturübersetzerin und Autorin. Im Diana Verlag erschienen bereits drei Romane, darunter »Die Sprache der Schatten«, für den sie 2012 mit dem DeLiA-Literaturpreis ausgezeichnet wurde, und der Spiegel-Bestseller »Der verbotene Fluss«. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in Mönchengladbach.

Kurze Zusammenfassung

Eine Reise nach Irland, die alles verändert
Hamburg 1912: Gegen den Willen ihrer Eltern begibt sich die Kaufmannstochter Ida auf eine gewagte Reise: fort von ihren Pflichten, auf nach Irland. Dublin empfängt sie weltoffen, kreativ und gegensätzlich – genau die Abwechslung, die Ida gesucht hat. Schnell findet die junge Künstlerin Arbeit, schließt Freundschaften und lernt den Arzt Cian kennen – und lieben. Voller Zuversicht hofft Ida auf eine Zukunft mit ihm, eine eigene Familie, ein neues Leben in Irland. Doch Europa stehen blutige Zeiten bevor, und bald muss Ida um ihre Träume kämpfen.

Meine Meinung

Eigentlich wollte Ida bloß ihre Freundin Grace in Dublin besuchen, die sie in einem Zeichenkurs in London kennengelernt hatte. Doch Ida wird sehr warmherzig aufgenommen und verliebt sich in die Stadt, in seine Einwohner und vor allem in einen Arzt. Von Anfang an ist sie mit ihrem Zeichenblock unterwegs um die Einwohner zu zeichnen und sie so im Kampf gegen die Armut zu unterstützen. Durch die detaillierten Beobachtungen, die Ida benötigt um ihre Zeichnungen anzufertigen, bekommt auch der Leser ein ganz genaues Bild von den schlimmen Zuständen in Dublin, von den Müttern, die auf engstem Raum mit ihren Kindern hausen müssen, von den Arbeitern, die am Hafen schuften oder von den Rebellen, die für die Unabhängigkeit Irlands kämpfen. Immer wieder trifft Ida auf Menschen, die nicht länger unter den Arbeitgebern und auch nicht unter den Engländern leiden wollen. Sie wollen etwas ändern und sie schließen sich zusammen um gemeinsam gegen die von England verursachten Missständen zu kämpfen.

"Der lange Weg" ist eine Liebesgeschichte, aber vor allem ein sehr lebendiges Portrait von Dublin und von den Zuständen, die dort um 1912 herrschten. Die Autorin schafft es ihre Geschichte so zu schreiben, dass ich in ein paar Jahren sicher der Meinung bin, ich hätte mir einen Film über Ida in Dublin angesehen. Die Geschichte ist gut recherchiert, spannend, packend und sehr empfehlenswert.

Montag, 20. April 2015

[Montagsfrage] Verleihst du deine Bücher?



Ja! Sehr gerne! Ich möchte sowieso bis auf Ausnahmen keine gelesenen Bücher in meinem Regal stehen haben, deshalb bin ich froh, wenn jemand meine Bücher lesen möchte. Meist verleihe ich sie nicht nur, sondern verschenke sie direkt. Ich lese Bücher sowieso nur ein einziges Mal, deshalb würden sie bei mir im Regal nur unnütz vor sich her gammeln.

Die Montagsfrage wird jede Woche von Buchfresserchen gestellt.

Freitag, 17. April 2015

Bärenstarke Kinderkost - Verbraucherzentrale

Erscheinungsdatum: 17. März 2015

Weitere Informationen

Kurze Zusammenfassung

Unser Klassiker der Kinderernährung erscheint in der 13. Auflage im neuen Gewand: Die Illustratorin Katrin Wiehle hat einen sympathischen Bären entworfen, der durch das Buch führt und Mut macht, auf dem Weg zu einer gesunden Ernährung für die ganze Familie. Die »Bärenstarke Kinderkost« erläutert, was und wie viel Kinder wirklich brauchen und wie man gesunde, abwechslungsreiche und vor allem leckere Gerichte ohne viel Aufwand auf den Tisch bringt.


Meine Meinung


"Bärenstarke Kinderkost" informiert Eltern und Erzieher über die verschiedensten Lebensmittel. Wieviel braucht das Kind, ist es zu dünn oder zu dick, welche Lebensmittel sind gesund, welche sollte man eher meiden, wie lagert man die Lebensmittel, was können Kinder in der Küche mithelfen und braucht man spezielle Lebensmittel für Kinder.
Die zweite Hälfte des Buches bietet eine Auswahl an Rezepten, aufgeteilt in Frühstück, Salate, Hauptgerichte, Desserts, Kuchen und Getränke. Zu jedem Rezept gibt es Angaben über Energie, Kohlenhydrate, Fett, Eiweiß und Ballaststoffe. Leider ist das ganze Buch ohne Fotos. Wenn man für Kindern kocht, kocht man ganz oft auch zusammen mit Kindern, die sich unter "Pfannkuchen-Calzone" oder "Bärenstarken Wraps" nichts vorstellen können. Da hätten Bilder geholfen, auch um gemeinsam mit den Kindern auszuwählen, was sie kochen und essen möchten. Mittlerweile ist es auch möglich Fotos auf Recyclingpapier zu drucken.

Die Rezepte sind in kurzer Zeit machbar, leicht verständlich, ohne exotische oder teure Zutaten. Zu vielen Rezepten gibt es Tipps, wie man die Rezepte abwandeln kann. Es gibt viele gute Ideen wie man Kindern gesunde Kost schmackhaft und abwechslungsreich anbieten kann. Ein bisschen besser hätten die Autoren auf den Fettgehalt aufpassen können. Der Apfelkuchen vom Blech mit 250g Butter ist sicher ganz lecker, allerdings kein gutes Beispiel von gesunder Ernährung, genau wie die viele Sahne in den Suppen oder die Nuss-Nougatcreme zum Frühstück.

Wer schon Erfahrung in der Küche hat, selbst wenn er nicht extra für Kinder gekocht hat, dem bietet dieses Buch nicht viel Neues."Bärenstarke Kinderkost" ist empfehlenswert für Eltern, die gleichzeitig auch Kochanfänger sind. Sie erhalten mit diesem Buch viele Informationen über die gesunde Ernährung und Rezeptideen, die sich leicht nachkochen lassen.





Vielen Dank an Blogg Dein Buch und die Verbraucherzentrale für das Buch "Bärenstarke Kinderkost"





Donnerstag, 16. April 2015

Duolingo - Gratis Sprachen lernen




Seit ein paar Wochen lerne ich (mal mehr, mal weniger) begeistert Portugiesisch mit Duolingo und ich bin fasziniert über den Aufwand, der für ein komplett kostenloses Lernprogramm betrieben wird, das man am Computer und auf fast allen Smartphones benutzen kann.

Wie funktioniert Duolingo?
Die Methode basiert auf der Wiederholung von einzelnen Sätzen. Manche Grammatikfeinheiten  werden in einem kurzen Satz erklärt, doch meist wird man einfach ins kalte Wasser geworfen. Es gibt keine Listen mit Verben oder Vokabeln. Das ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, vor allem weil man zuerst "ich trinke", danach "er spricht" und irgendwann später erst "du trinkst" lernt. Ich habe mir verschiedene Verben aufgeschrieben, aber mit der Zeit hätte ich sie auch allein mit Duolingo gelernt.
Aufgebaut ist die Software wie ein Computerspiel. Es gibt einen Baum, den der Student durcharbeiten soll. Hat er einen Abschnitt geschafft, wird ein nächster freigeschaltet. Goldene Blätter/Kategorien sind "gewusst", aber schon nach ein paar Tagen werden sie wieder farbig und sollen wiederholt werden.




Jede Kategorie ist in Lektionen eingeteilt. Zuerst geht man eine Lektion nach der anderen durch. Beim Wiederholen später wählt das Programm an Hand der Fehler aus, welche Wörter man weniger gut kennt und wiederholt werden müssen.


Es gibt verschiedene Übungen: Übersetzungen, die richtige Übersetzung aus ein paar Sätzen auswählen, schreiben, was man vorgesprochen bekommt oder ein Memory bei dem man Wörter und ihre Übersetzungen auswählen soll.





Eine Lektion oder Wiederholung besteht aus 17 Fragen. Pro Fehler kommen weitere Fragen hinzu.









Wieviel Zeit muss man einplanen?
Jeder Student lernt so schnell, wie er es möchte. Am Anfang wird gefragt, ob man für 1, 10, oder 50 Punkte pro Tag üben möchte. Erreicht man dieses Ziel, wird man mit "Lingots" belohnt, mit denen man sich ein paar Kleinigkeiten im Lingotshop kaufen kann. Daneben gibt es ein Forum, in dem die Benutzer sich gegenseitig anfeuern und motivieren können oder Fragen zu den jeweiligen Kursen stellen können.


Wie weit geht Duolingo?
Duolingo bietet Anfängerkurse an. Die Basismethode ist für jede Sprache die selbe, so dass die Entwickler die Texte "nur" in weitere Sprachen übersetzen müssen. Fortgeschrittenenkurse wären zu aufwendig, deshalb konzentriert man sich im Moment auf die Entwicklung von zusätzlichen Sprachen.
Nach dem Beenden eines Sprachkurses soll man einfache Texte lesen und auch Unterhaltungen folgen können.







Welche Sprachen bietet Duolingo?


Für deutschsprachige Benutzer gibt es im Moment einen englisch und einen französisch Kurs. Spanisch ist in Entwicklung und dürfte in den nächsten Monaten freigeschaltet werden. Viel mehr Sprachen können Studenten mit Englischkenntnissen lernen: Italienisch, Portugiesisch, Dänisch, Irisch, Schwedisch, Deutsch...

Regelmäßig werden Sprachen hinzugefügt:
http://incubator.duolingo.com/

Manche waren entsetzt, andere haben gejubelt als vor ein paar Tagen "Klingonisch" in den Incubator hinzugefügt worden ist. Ich warte gespannt auf Griechisch, aber das wird noch länger dauern.


Fazit
Bis jetzt habe ich dreißig Tage durchgehalten und bin fast in der Mitte des Baumes angekommen. Am Anfang war es leicht und ich habe spielend gelernt, weil es Spaß macht, aber mit der Zeit verliert sich das und es wird immer klarer, dass man die Sprache nur lernen wird, wenn man bereit ist die Gehirnzellen zu aktivieren und sich anzustrengen.



Dienstag, 14. April 2015

Niemandsland - Rhidian Brook

Erscheinungsdatum: 31. März 2015
Übersetzer: Maria Andreas
Weitere Informationen

Über Rhidian Brook

Rhidian Brook, geboren 1964, schreibt Drehbücher für Film und Fernsehen, Kurzgeschichten und Romane. Sein Debut "The Testimony of Taliesin Jones" wurde vielfach ausgezeichnet, u .a. mit dem Somerset Maugham Award. Er lebt mit seiner Familie in London.

Kurze Zusammenfassung

Hamburg 1946: Ein englischer Offizier soll für die Entnazifizierung und den Wiederaufbau Deutschlands sorgen. Colonel Lewis Morgan wird mit seiner Familie in ein herrschaftliches Haus an der Elbe einquartiert. Seine Frau kann aber nicht verstehen, dass der Hausbesitzer Stefan Lubert nicht ausziehen muss. Sie findet die Idee, mit dem Feind unter einem Dach zu wohnen, unerträglich. Doch als sie den Alltag teilen, erkennt sie, wie grob und falsch ihr Bild von den Deutschen war. Nach und nach entwickelt sich eine unerhörte Nähe zwischen ihr und Stefan Lubert


Meine Meinung

Lewis Morgan soll mithelfen, Hamburg wieder aufzubauen, das im zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört wurde und nach der Aufteilung Deutschlands in die Besatzungszone von Großbritannien eingeteilt wurde. Die Einwohner hungern und müssen auch nach dem Krieg noch unter unmenschlichen Verhältnissen überleben. Aber es gilt nicht nur zu helfen und aufzubauen, die Besatzer wollen auch so viele untergetauchte Nazis wie möglich enttarnen.

Natürlich kann diese Aufgabe nicht in ein paar Monaten bewältigt werden, und so bekommt Lewis Morgan eins der seltenen nicht zerbombten Häusern zugewiesen um dort mit seiner Familie zu leben. Üblicherweise werden die Bewohner zwangsenteignet und in provisorischen Lagern untergebracht, doch Lewis bringt das nicht übers Herz und bietet dem Besitzer an, das Haus mit seiner Familie zu teilen. Herr Lubert, ein Architekt, soll mit seiner Tochter das Obergeschoss bewohnen, während Lewis mit Frau und Sohn den Rest des Hauses bekommt.

Lewis Morgan ist ein gewissenhafter Mann, der nur das beste für seine Mitmenschen im Sinn hat, für seine Familie selbstverständlich, aber auch für die Deutschen, mit denen er nicht reden, geschweige denn unter einem Dach leben sollte. Ein guter Mann im Leben ist nicht unbedingt ein guter Romanheld. Lewis Morgan kam  mir etwas zu einseitig und vorhersehbar vor, genau wie viele seiner Mitmenschen, die den ganzen Roman über immer genauso gehandelt haben, wie man es als Leser hätte voraussagen können.

Gut gefallen haben mir die Beschreibungen aus Hamburg, die Zustände die damals herrschten und wie die Menschen trotzdem weitermachten, wie Schulkinder zu Trümmerarbeiter wurden oder wie die Erwachsenen auf ihre Persilscheine hofften, mit denen ihre Unschuld bezeugt wurde. Darüber hätte ich gerne mehr gelesen.

An verschiedenen Stellen ging es etwas zu glatt, manches war zu leicht und problemlos oder kam mir unrealistisch vor. Doch insgesamt hat mir das Buch trotzdem gut gefallen. Rhidian Brook kann sehr gut schreiben, kein Zweifel. Die Geschichte ist interessant, gefühlvoll, leicht zu lesen und vor allem sehr unterhaltsam.



Freitag, 10. April 2015

Die Geisha - Arthur Golden

Erscheinungsdatum: 1998
Übersetzer: Gisela Steger
Weitere Informationen

Über Arthur Golden

Arthur Golden, 1957 in Tennessee geboren, studierte in Harvard Kunstgeschichte mit dem Schwerpunkt japanische Kultur. Anschließend verbrachte er mehrere Jahre in Japan. Der Roman "Die Geisha" ist sein erstes Buch, an dem er fast zehn Jahre gearbeitet hat. Golden lebt mit seiner Frau und seinen zwei Kindern in Massachusetts.

Kurze Zusammenfassung

Zu Beginn der 30er Jahre wird das einfache Fischermädchen Chiyo in die alte Kaiserstadt Kyoto gebracht. Nach einer qualvollen Ausbildung steigt sie zu einer der begehrtesten Geishas in ganz Japan auf. Doch ihr Traum vom privaten Glück erfüllt sich erst nach dem Untergang der alten Geisha-Kultur.

Meine Meinung

Chiyo wächst als armes Fischermädchen in einem kleinen Dorf auf. Ihr Vater ist ein älterer Mann, der zum zweiten Mal geheiratet hat. Als Chiyo 9 Jahre ist, liegt die Mutter im Sterben und der Vater nimmt ein Angebot von einem Fischhändler an und überlässt ihm seine beiden Töchter. Was dem Vater versprochen wurde, wird nie klar. Dachte er, dieser Händler würde sich um die Mädchen kümmern, oder hat er sie wirklich aus Verzweiflung verkauft?
Chiyo wird an eine Okiya verkauft und soll als Geisha ausgebildet werden. Das Leben ist hart, ihre Mitbewohner lieblos und gemein. Chiyo versucht zu flüchten, was misslingt. Als Konsequent will ihr Haus nicht mehr in sie investieren. Sie wird zur Dienerin und muss jahrelang niedrigste Dienste und Erniedrigungen erdulden, bis sie durch viel Glück doch noch zu Geisha ausgebildet wird.

Das Buch gibt einen sehr interessanten Blick auf das Leben der Geishas im Japan der 30er Jahre. Meist wurden uneheliche Kinder von Geishas zu Geishas ausgebildet, oder Kinder, die von ihren Eltern verkauft wurden. Alle Ausgaben, Ausbildung, Essen, Kleidung, Schminke, selbst das Geld, das die Geishas selbst gekostet hatten, wurde als Schulden aufgeschrieben und musste später vom Gehalt abbezahlt werden. Nach und nach lernt der Leser mit der Geisha, wie sie sich schminken muss, wie ein Kimono gewickelt wird und welche Rituale es zu dieser Zeit gab. Die Beschreibungen der Intrigen zwischen den Geishas waren mir etwas zu ausführlich.  Auch Chio selbst, die als Geisha Sayuri heisst wurde mir nach ihrem Erfolg und ihrem Reichtum immer unsympathischer. Sie hat nur Veranstaltungen im Kopf und spielt mit den Gefühlen von Männern.

"Die Geisha" gibt einen sehr guten Einblick in die fremde Welt der Geishas. Arthur Golden schreibt flüssig und leicht lesbar. Einige Beschreibungen habe ich als zu lang empfunden, aber insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen.



Das Buch wurde verfilmt. Mich hat allein schon der Trailer mehr beeindruckt als das Buch:

https://www.youtube.com/watch?v=NXDLI0YyQdM






Dienstag, 7. April 2015

Als ich erwachte - Cynthia Swanson

Erscheinungsdatum: 2. März 2015
Übersetzer: Ute Brammertz
Weitere Informationen

Über Cynthia Swanson

Cynthia Swanson ist Designerin und Inneneinrichterin mit einer Leidenschaft fürs Schreiben. Ihre Kurzgeschichten wurden in renommierten Zeitschriften veröffentlicht und für den »Pushcart Prize« nominiert. »Als ich erwachte« ist ihr erster Roman. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in Denver, Colorado.

Kurze Zusammenfassung

Eines Morgens erwacht Katharyn in einem fremden Bett. Neben ihr liegt ein gut aussehender Mann, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Doch sie ist nicht verheiratet, sondern alleinstehend und stolze Inhaberin einer Buchhandlung. Auch die Kinder, die ins Schlafzimmer stürmen, kennt sie nicht. Dieser Traum lässt sie nicht los, denn immer wieder kehrt sie nachts zu der fremden Familie zurück. Katharyn bleibt keine Wahl: Sie muss herausfinden, in welches Leben sie gehört – doch wird sie die Wahrheit ertragen?

Meine Meinung

Kitty hat äußerst realistische Träume, die regelmässig wiederkommen. Sie, Single und Inhaberin einer Buchhandlung, sieht sich im Traum als Hausfrau und Mutter. Sie liebt ihre Kinder und ihren Mann. Alles scheint perfekt in diesem Traum, aber warum empfindet sie alles so intensiv?

Mich hat dieser Klappentext neugierig gemacht und zum Buch greifen lassen. Der Anfang hat mir sehr gut gefallen. Kittys Leben wird beschrieben und ihre Träume, die fremden Kinder, die ihre eigenen sein sollen, der fremde Mann im Traum, der ihr Ehemann sein soll, das fremde Leben, das ihr eigenes sein soll. der Mittelteil ist etwas langweilig. Der Schluss hat das Buch, oder besser gesagt, meine Meinung zum Buch, dann doch wieder gerettet. Er ist vollkommen passend, und richtig gut. Immer wieder gibt es zudem Rückblicke in Kittys Vergangenheit, sie erinnert sich an Ereignisse, und erst nach und nach versteht man als Leser, wie alles zusammen passt.

Der Schreibstil ist gut lesebar, am Anfang haben mich manche Wortwiederholungen etwas gestört, aber die Geschichte selbst konnte das wieder wettmachen, so dass ich nicht mehr darauf aufgepasst habe.

Nicht verstehen konnte ich, warum die Geschichte unbedingt im Jahre 1962 spielen musste. Außer dass Kennedy gerade Präsident ist und ein paar Hinweisen der Autorin könnte das Buch genauso gut in der Gegenwart stattfinden.

Sehr gut erzählt die Autorin über eins der Kinder im Traum, wie Kitty es wahrnimmt, wie sie sich fühlt und diese Gefühle gleichzeitig vor sich und ihrem Mann verbergen will und wie sie manchmal mit seiner Besonderheit nicht klar kommt.

"Als ich erwachte" ist ein leichtes, unterhaltsames und bewegendes Buch zum Abschalten und Entspannen. Mir hat es gut gefallen und ich kann es nur weiterempfehlen.



Donnerstag, 2. April 2015

Neuerscheinungen April 2015



Auch im April gibt es meine persönlichen Lieblingsneuerscheinungen. 


Die letzte Nacht - Catherine Mckenzie(14. April 2015)
Als der 39-jährige Familienvater Jeff überfahren wird und stirbt, fällt das Leben seiner Frau Claire in sich zusammen. Sie hat keine Zeit für Trauer und muss ihren Sohn auffangen, das Begräbnis arrangieren, mit wohlwollenden Familienmitgliedern umgehen. Dann reist auch noch Jeffs Bruder an, der zugleich ihr Exfreund ist. Doch auch eine andere Frau bricht bei der Nachricht von Jeffs Tod zusammen: Tish, seine Kollegin. Sie nimmt an dem Begräbnis teil, aber nur sie weiß, wie groß das Risiko ist, das sie damit auf sich nimmt. Und tatsächlich wird Claire auf sie aufmerksam und fragt sich, was diese Frau mit ihrem Mann verbunden hat …




Wenn eins zum anderen kommt - Penelope Lively (27. April 2015)
Der Lehrerin Charlotte wird auf der Straße die Tasche gestohlen, es ist nichts Wertvolles darin, aber sie stürzt und bricht sich die Hüfte. Dieser Überfall wird Auswirkung haben auf das Leben von sieben ganz unterschiedlichen Menschen. Charlotte muss für ein paar Wochen zu ihrer Tochter ziehen. Die Tochter wird dadurch aus ihrer Routine gerissen. Eine SMS wird eine Affäre verraten und das Ende einer Ehe einleiten, lukrative Ideen werden sich als Luftblase erweisen, ein Einwanderer wird die englische Sprache lieben lernen und vielleicht die Liebe einer Frau erobern. Wenn eins zum andern kommt zeigt, wie eine winzige Veränderung das Leben vieler durcheinanderwirbeln kann. Penelope Lively ist eine Schriftstellerin von seltener Klugheit und großem Einfühlungsvermögen. Dabei lässt die vollendete Geschichtenerzählerin auch in ihrem neuesten Roman feinsten britischen Humor aufblitzen.


Agfa Leverkusen - Boris Hillen (23. April 2015)
Kishone Kumar, ein junger indischer Provinzfotograf, reist 1977 mit seinem besten Freund per Motorrad nach Deutschland. Er will bei den Agfa-Werken in Leverkusen die Technik der Farbfotografie erlernen – und er will in Europa Joan wiedersehen, eine lebenshungrige Journalistin, die er kurz vor der Abreise kennengelernt hat. Über Kabul, Teheran, Istanbul, Gießen und Berlin geht es vom indischen Frühling in den Deutschen Herbst: ein langer Sommer der Freundschaft und Liebe, an dessen Ende alles anders ist – und eine Reise, die erst in unserer Gegenwart endet.





Amerikanische Hochzeit -  Irene Dische (15. April 2015)
Ende der 1960er Jahre stolpert der naive und ungebildete Duke Butler in das Leben einer intellektuellen Familie in der New Yorker Upper West Side, die den jungen Mann aus Florida wie einen Kaspar Hauser bewundert und sich seiner annimmt. Bevor er weiß, wie ihm geschieht, ist der Südstaatler mit Lili, der einzigen Tochter des Hauses verheiratet, avanciert zum Wein-Connaisseur und Vorzeige-Intellektuellen. Die verträumte Lili dagegen wird als Model entdeckt und zum talk of the town. Duke muss lernen, dass der echte New Yorker ganz gut ohne Herz auskommt, nicht aber ohne Ellbogen. Er erkennt, dass es schwierig ist, sich von der Vergangenheit freizustrampeln. Und dass Familie und Ehe einen über Wasser halten können, man darin aber auch untergehen kann - was in einem kultivierten Haifischbecken wie New York verheerende Folgen haben kann.

 

Das Institut der letzten Wünsche - Antonia Michaelis (1. April 2015)
Die verträumte Mathilda arbeitet für eine Organisation, die sterbenden Menschen ihre letzten Wünsche erfüllt. Ein letztes Mal Schneeflocken spüren mitten im Hochsommer, Maria Callas live erleben oder in einem stillgelegten Vergnügungspark Riesenrad fahren – alles kein Problem, kleine Tricks inbegriffen. Das ändert sich, als Mathilda Birger begegnet. Denn er wünscht sich, vor seinem Tod noch einmal seine große Liebe Doreen und ihr gemeinsames Kind wiederzusehen. Mathilda soll sie für ihn suchen – nur will sie Doreen eigentlich gar nicht finden, denn sie hat sich auf den ersten Blick in Birger verliebt.






Mittwoch, 1. April 2015

Berlin Feuerland - Titus Müller

Erscheinungsdatum: 2. März 2015
Weitere Informationen

Über Titus Müller

Titus Müller, 1977 geboren, studierte Literatur, Geschichtswissenschaft und Publizistik in Berlin. Er veröffentlichte mit 24 Jahren seinen ersten Roman: "Der Kalligraph des Bischofs". Es folgten weitere historische Romane wie "Die Todgeweihte" (2005). Titus Müller wurde mit dem C. S. Lewis-Preis und dem Sir Walter Scott-Preis ausgezeichnet. 2011 erschien im Blessing Verlag sein Roman über den Untergang der Titanic: "Tanz unter Sternen". Für den Roman "Nachtauge" (Blessing, 2013) wurde Titus Müller 2014 im Rahmen einer Histo-Couch-Umfrage zum Histo-König des Jahres gewählt.

Kurze Zusammenfassung

Zwischen Schloss und Barrikaden: eine Geschichte voller Liebe und Abenteuer, minutiös recherchiert, packend und atmosphärisch dicht erzählt

Hannes Böhm lebt in dem Industrieviertel, das die Berliner Feuerland nennen, weil hier die Schornsteine der Industrie qualmen. Als eine Art selbst ernannter Fremdenführer verdient er sich ein kleines Zubrot, indem er neugierigen Bürgern die Armut und die Not in den Hinterhäusern zeigt. Bei einer solchen Gelegenheit lernt er Alice kennen, die als Tochter des Kastellans im Berliner Stadtschloss wohnt, der Frühlingsresidenz des preußischen Königs Friedrich Wilhelm IV. Alice ist schockiert über das Ausmaß der Verelendung – und zugleich tief beeindruckt von Hannes, der voller Ehrgeiz und Fantasie zu sein scheint.

Doch als die Märzunruhen 1848 ausbrechen, als sich der Konflikt zwischen dem preußischen König und den Aufständischen zuspitzt und gemäßigte Kräfte nur schwer Gehör finden, scheint es für die Gefühle, die Hannes und Alice füreinander entwickeln, keine Zukunft mehr zu geben.

Titus Müller entwirft in seinem neuen Roman ein großes Panorama der revolutionären Ereignisse und zeigt, dass die Zweifel an der Politik des Königs selbst in der Armee und im Polizeiapparat immer größer wurden.

Meine Meinung

Hannes lebt im Feuerland, einem Fabrik-Viertel in Berlin, wo die Menschen sich für einen Hungerlohn abrackern müssen. Hannes bietet reichen, neugierigen Mädchen Stadtführungen durch das Elend an und knüpft ihnen dabei so viel Geld ab, wie er kann. Dadurch lernt er Alice kennen, eine bürgerliche Tochter, die durch die Arbeit ihres Vaters im Schloss des Königs aufwachsen konnte. Die beiden kommen sich näher, doch in Zeiten der Revolution soll Hannes sich entscheiden, auf welcher Seite er kämpfen will.

"Berlin Feuerland" spielt im Jahre 1848 und dreht sich um die damaligen Unruhen. Die arme Bevölkerung will es nicht länger ertragen, ohne Mitspracherecht ausgeliefert zu sein und fordert eine eine Verbesserung ihrer Lebensqualität und eine Verfassung. Es kommt zu einem Ausbruch von Gewalt zwischen den Aufständigen und den Leuten des Königs.

Gut gefallen hat mir das Eintauchen in die damalige Welt. Durch die detaillierten Beschreibungen kann man sich alles genau vorstellen, die Kleider, der Dreck, die Armut, die Not und sogar den Gestank auf der einen Seite, auf der anderen der Reichtum, aber auch die Unverständnis, die fixe Idee von vielen, dass jeder es schaffen könnte und die Leute sich nur anstrengen müssen, um aus dem Elend herauszukommen. Gleichzeitig gibt es auch unter den Wohlhabenden Menschen, die sich einsetzen, die für die Armen kämpfen, die verstehen, dass es so nicht weiter gehen kann.

Doch trotz der guten Beschreibungen und mancher Spannungsmomente konnte mich das Buch nicht fesseln. Die vielen militärischen Überlegungen, Strategien und Diskussionen haben mich nicht in diesem Umfang interessiert. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht überzeugen. Hannes und Alice kamen mir beide reichlich naiv vor. Ich konnte mir weder Hannes beim feierlichen Empfang, noch Alice als verhärmte Fabrikarbeiterin vorstellen.

"Berlin Feuerland" ist ein sehr gründlich recherchierter  historischer Roman, der mich allerdings nicht ganz überzeugen konnte.