Dienstag, 24. März 2015

Der Mann, der kein Mörder war - Michael Hjorth, Hans Rosenfeldt

Erscheinungsdatum: 2. Januar 2013
Übersetzer: Ursel Allenstein
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Über Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt

Michael Hjorth, geboren 1963, ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und ebenfalls Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell. Ihr gemeinsames Krimidebüt «Der Mann, der kein Mörder war» wurde ein Riesenerfolg, das Buch erschien in 22 Ländern und stand monatelang auf den internationalen Bestsellerlisten. Der zweite und dritte Band der Reihe um den Stockholmer Kriminalpsychologen Sebastian Bergman, die von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt wird, befanden sich wochenlang unter den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.

Hans Rosenfeldt, Jahrgang 1964, schreibt Drehbücher, zuletzt für die ZDF-Koproduktion «Die Brücke - Transit in den Tod». In Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator.

Kurze Zusammenfassung

In einem Waldstück bei Västerås wird die Leiche eines Jungen entdeckt – brutal ermordet, mit herausgerissenem Herzen. Roger war Schüler eines Elitegymnasiums, ein sensibler Junge.
Die Polizei vor Ort ist überfordert, und so reist Kommissar Höglund mit seinem Team aus Stockholm in die Provinz. Dort trifft er überraschend einen alten Bekannten: Sebastian Bergman, ein brillanter Kriminalpsychologe und berüchtigter Kotzbrocken. Er bietet Höglund seine Hilfe an. Das Team ist wenig begeistert, doch schon bald wird der hochintelligente Bergman unverzichtbar. Denn in Västerås gibt es mehr als eine zerstörte Seele ...

Meine Meinung


Sebastian Bergmann fleht seinen ehemaligen Freund an, ihm noch einmal eine Chance zu geben, ihn zu sich ins Ermittlerteam zu nehmen, ihm zu vertrauen. Aber eigentlich hat Sebastian gar nicht vor zu arbeiten, er braucht bloß Zugang zu einem Polizeicomputer, um ein paar Daten nachzusehen.
Ein kleines Beispiel aus dem unverschämten und rücksichslosen Leben von Sebastian. Charmant ist er nur, wenn ihn der Jagdtrieb gepackt hat und er eine Frau zum Sex verführen will, was zwar ziemlich häufig passiert, allerdings bei jeder Frau nur ein Mal, so dass er an enttäuschte Frauen am Morgen gewohnt ist. Als Leser sieht man allerdings auch hinter seine Fassade als Ekel und schwankt dadurch zwischen Mitleid mit ihm und Mitleid mit jedem, der mit ihm in Kontakt kommt.

Der Fall, ein Mord an einem Jugendlichen, interessiert Sebastian mit der Zeit dann doch, er gibt wertvolle Hinweise und hilft bei der Aufklärung. Über den Fall selbst schreibe ich hier nichts, er ist einfach zu gut konstruiert und kombiniert, um ihm durch irgendwelchen Beschreibungen im Vorfeld an Spannung zu nehmen.

Erzählt wird die Geschichte aus den verschiedensten Perspektiven, immer wieder auch aus der des Mannes, der kein Mörder war. Der Leser kann dadurch noch besser mitraten und seine eigene Theorien aufstellen.

Ich war begeistert von "Der Mann, der kein Mörder war"! Intelligent und spannend, mit einer genialen Ermittlertruppe und einer Handlung, die mich von Anfang an mitgerissen hat. Absolute Leseempfehlung!



Kommentare :

  1. Um das Buch schleiche ich auch schon sooo lange herum, aber das klingt ja wirklich einfach gut, vielleicht sollte ich demnächst einfach mal zugreifen. Hab mir schon sagen lassen, dass das Ermittlerteam total klasse sein soll. :)

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  2. Das Buch ist mir auch schon öfter begegnet, aber der Umfang schreckt mich aktuell noch etwas ab. Schön, dass du dieses Lieblingsbuch (wer hatte es denn vorgeschlagen?) gerne gelesen hast :)

    LG,
    Hadassa

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