Freitag, 6. März 2015

Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer - Alex Capus

Erscheinungsdatum: 29. Juni 2013

Über Alex Capus

Alex Capus, geboren 1961 in der Normandie, lebt heute in Olten. Er studierte Geschichte, Philosophie und Ethnologie in Basel und arbeitete einige Jahre als Journalist bei mehreren Schweizer Tageszeitungen.
1994 veröffentlichte er seinen ersten Erzählungsband Diese verfluchte Schwerkraft, dem seitdem vierzehn weitere Bücher mit Kurzgeschichten, Romanen und Reportagen folgten. Bei Hanser erschienen die Romane Léon und Louise (2011), Fast ein bißchen Frühling (2012),Skidoo. Meine Reise durch die Geisterstädte des Wilden Westens (2012) und Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer (2013).

Kurze Zusammenfassung

Von drei Helden wider Willen erzählt Alex Capus in seinem neuen Roman: Vom Pazifisten Felix Bloch, der nach 1933 in den USA beim Bau der Atombombe hilft. Von Laura d’Oriano, die Sängerin werden will und als alliierte Spionin in Italien endet. Und von Emile Gilliéron, der mit Schliemann nach Troja reist und zum größten Kunstfälscher aller Zeiten wird. Nur einmal können die drei einander begegnet sein: im November 1924 am Hauptbahnhof Zürich. Doch ihre Wege bleiben auf eigentümliche Weise miteinander verbunden. Capus treibt seinen Erzählstil des faktentreuen Träumens zu neuer Meisterschaft. Heiter und elegant, lakonisch und zart folgt der Erfolgsautor aus der Schweiz den exakt recherchierten Lebensläufen seiner Helden.

Meine Meinung

Laura d'Oriano hatte als Tochter einer Sängerin und eines Pianisten eine ganz besondere Kindheit, sie zog mit Eltern und Geschwister von Auftritt zu Auftritt, von Hotel zu Hotel. Später, nachdem sie selbst als Sängerin von einer Schule abgewiesen wurde, ließ sie sich nieder und arbeitete in einem Musikgeschäft.
Felix Bloch ist ein friedlicher junger Mann mit einer Begabung für Physik und Mathematik. Nach den Grauen des ersten Weltkrieges, will er auf keinen Fall Maschinenbau studieren, um zu vermeiden, dass seine Maschinen irgendwann zu Kriegszwecken genutzt werden könnten.
Emile Gilliéron ist ein talentierter Künstler, der seine Professoren mit seiner Faulheit in den Wahnsinn treibt und sie gleichzeitig mit seinem Können beeindruckt.

"Der Fälscher, die Spionin und der Bombenbauer" ist kein herkömmlicher Roman, die drei Personen werden vorgestellt und als Leser könnte man erwarten, dass sie sich irgendwann treffen. Der Autor macht diese Hoffnung aber schon auf den ersten Seiten zunichte. Die Personen haben sich nie getroffen, kannten sich nicht, wussten nicht von einander. Sie lebten nur alle drei in der selben Zeit.

Ich liebe Biographien und besonders liebe ich solche, die leichtverständlich und in Romanform verfasst sind, die sich spannend lesen und trotzdem mehr oder weniger genau über das Leben der Personen berichten. Natürlich wird nicht jede Kleinigkeit exakt so gewesen sein, aber genau diese kleinen Details machen das Buch zu einem wunderbaren Leseerlebnis, ohne die wichtigen Einzelheiten der Biographien zu verfälschen.


Biographien sind, im Gegensatz zu vielen anderen Genres auch noch interessant, wenn man deren Ausgang kennt, es ist aber trotzdem besser, die Lebensläufe der vorgestellten Personen erst nach dem Buch zu lesen.

http://de.m.wikipedia.org/wiki/Emile_Gilliéron
http://de.m.wikipedia.org/wiki/Felix_Bloch
http://www.dieterwunderlich.de/Laura-Oriano.htm



Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen