Donnerstag, 12. Februar 2015

Interview mit Autorin Sabine Wierlemann

 
Sabine Wierlemann ist die Autorin von Endstation. Weitere Veröffentlichungen sind "Mordwoche", "Todesfuge" und "Das Geheimnis des roten Mantels".


Warum und wann hast Du mit dem Schreiben angefangen?
Geschichten haben mich schon immer fasziniert und ich habe während der Schulzeit auch die ersten „literarischen“ Gehversuche gemacht. Es hat allerdings noch etliche Jahre gedauert, bis aus diesen Versuchen ein Buch geworden ist. Für meine Schüler habe ich dann das Jugendbuch „Das Geheimnis des roten Mantels. Eine Zeitreise zu den Römern und Germanen“ geschrieben, weil die sich so sehr für das Fach Geschichte interessiert haben, dass sie auch im Deutschunterricht gern mehr über die Antike erfahren wollten.


Wie bist Du bisher zufrieden mit dem Erfolg Deiner Bücher? Hast Du dir mehr oder weniger erwartet?
Vor allem mein Start als Selfpublisherin im Sommer 2013 hat mich ziemlich überrascht. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass ich mit meinem ersten Krimi „Mordwoche“ gleich auf Platz 20 der Amazon- Bestsellerliste lande. Das war ein tolles Gefühl!


Das Cover ist sehr passend zum Inhalt, aber auch außergewöhnlich. Hattest Du als Autorin Einfluss darauf?
Da ich die Krimi-Reihe um das wohl unkonventionellste Ermittlerduo der deutschen Regionalkrimi-Szene als Selfpublisherin auf den Weg gebracht habe, hatte ich völlig freie Hand was das Cover angeht. Zum Glück hatte ich einen tollen Grafiker an der Hand (http://ambidexter-solutions.de/) der mir die außergewöhnlichen Cover gestaltet hat. Und natürlich war ich froh, dass der Klarant Verlag, bei dem meine Hobbydetektive - das Friseurehepaar König - eine neue Heimat gefunden haben, die Cover optisch fortsetzt.

 
Das weiße Blatt, die Unlust, die Selbstzweifel: wie gehst Du dagegen vor?
Schreiben bedeutet für mich Spaß und da meine Zeit, die ich mit dem Schreiben verbringen kann, sehr begrenzt ist, kenne ich so etwas wie Unlust gar nicht. Die Selbstzweifel kenne ich dagegen schon. Da hilft es mir, wenn ich meiner Familie oder Freunden aus meinem Manuskript vorlesen kann. Durch diese Gespräche bekomme ich dann neue Ideen und kann auch mal eine Kurskorrektur vornehmen.

 
Hast Du einen 4. Teil der Reihe um Gerda und Otto König geplant?
Da meine Protagonisten mittlerweile fast ein Eigenleben in meinem Kopf führen, steht natürlich auch die Handlung für Band vier schon fest. Ich hoffe, dass ich bald wieder Zeit zum Schreiben finde.

 
Gibt es reale Personen, die Dich zu den Buchfiguren inspirieren?
Seit Jahren bin ich Kundin im Salon König und weil dieser Friseur so etwas Besonderes ist – er ist einer der ältesten Friseurgeschäfte Deutschlands – habe ich mir immer schon gedacht, dass der Salon und seine Besitzer literarisch verewigt gehören. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich mit einem neuen Krimi zu meiner Lieblingsfriseurin komme...

 
Wie lange schreibst Du an einem Buch?
Das Schreiben geht relativ schnell, wenn die Vorarbeit gemacht ist. Wenn man mich in Ruhe arbeiten lässt, dann kann ein Krimi schon mal in vier Wochen auf dem Papier sein.

 
Hast Du Manuskripte in der Schublade, die noch nicht veröffentlicht wurden?
In der Schublade schlummern keine fertigen Manuskripte, wohl aber Ideen, Skizzen und Recherche-Ergebnisse, die darauf warten, dass sich wieder mal ein Zeitfenster auftut.

 
Was liest Du selbst am liebsten? Was liest Du im Moment?
Zur Zeit liegt das Jugendbuch „Torte mit Stäbchen“ auf meinem Nachttisch. Ich finde es gibt großartige Literatur für junge Erwachsene. Zu meinen absoluten Lieblingsschriftstellern gehörte Gabriel García Márques.

 
Hast Du literarische Vorbilder?
Bestimmt wurde ich auch geprägt durch die Bücher, die ich gelesen habe. Wichtig ist mir beim Schreiben nur, dass ich meine Leser gut unterhalte und um das herauszufinden lege ich meine Text erst einmal meiner Muse vor. Wer meine Muse ist, verrate ich auf meiner Autorenseite: sabine-wierlemann.de

 
Was ist Dein größter Traum als Autorin
Ehrlich gesagt würde ich mich total darüber freuen, wenn ich mal eine fremde Person im Freibad oder im Zug dabei beobachten würde, wie sie einen meiner Krimis aus der Tasche zieht und darin liest. Das habe ich bislang noch nicht erlebt – aber ich bin geduldig.


Vielen Dank, dass Du Dir Zeit genommen hast, die Fragen zu beantworten. Ich wünsche Dir weiterhin sehr viel Erfolg.

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