Dienstag, 3. Februar 2015

Endstation Gerda und Otto Königs dritter Fall - Sabine Wierlemann

Erscheinungsdatum: 3. Februar 2015

Endstation Sabine Wierlemann
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Über Sabine Wierlemann

Sabine Wierlemann ist 1973 in Münster geboren. Ihre Schulzeit hat sie im Schwäbischen verbracht und studierte in Freiburg und Amherst (USA) Deutsch, Geschichte und das Leben. Nach der Promotion lebt und arbeitet sie in Süddeutschland. Sabine Wierlemann ist Lehrerin und Autorin, träumt von einer dritten Karriere als Konditorin und ist leidenschaftliche Sängerin. Sie ist verheiratet mit dem besten Mann der Welt, gemeinsam haben sie zwei Kinder, die das Glück vollkommen machen. Link zur Homepage der Autorin.


Kurze Zusammenfassung

Plötzlich gerät der gemütliche Alltag der schwäbischen Kleinstadt Bärlingen aus den Fugen: In einem Lkw tauchen fünf Leichen auf, allesamt Bewohner des Altersheims Gertrudenstift. Dort wohnt auch Gerlinde Haller, die sofort ihre Spürnase einsetzt und sich daran macht, die kriminellen Machenschaften im so harmlos wirkenden Altersheim aufzudecken. Ihr Sohn, Hauptkommissar Georg Haller, übernimmt den Fall und merkt schnell, dass er es hier mit einem Gegner zu tun hat, der vor nichts zurückschreckt. Mit seiner Spezialeinsatztruppe hat allerdings niemand gerechnet und seine Oldies aus der Schubartstraße machen sich voller Eifer an die Ermittlungen für Spannung und Spaß ist also gesorgt! Und auch die Romantik kommt nicht zu kurz, denn im Laufe der Ermittlungen kommen sich Georg und seine Kollegin Lisa-Marie wieder näher. Doch die Hauptrolle ist einmal mehr für Gerda und Otto König vorgesehen. Das alteingesessene Friseurehepaar hatte sich eigentlich vorgenommen, die Polizeiarbeit künftig den Profis zu überlassen. Aber da sie ihre Friseurdienste traditionell auch im Gertrudenstift anbieten, haben sie eine Verbindung zu dem Fall. Ungewollt kommen sie dem Täter sehr nah, und geraten in tödliche Gefahr...


Meine Meinung

Eine anonyme Anruferin macht Hauptkommissar Georg Haller auf einen Lastwagen aufmerksam, bei dem es angeblich über Leben und Tod gehen soll. Bei der gründlichen Überprüfung des Fahrzeugs findet er, zwischen Obst und Gemüse versteckt, fünf Leichen. Georg Haller versucht gemeinsam mit seiner Kollegin Lisa-Marie zu ermitteln. Doch so ganz Herr der Lage ist Georg dann doch nicht. Die Rentner aus seiner Straße, die Frisörin samt Ehemann und sogar seine eigene Mutter machen ihm diesen Job streitig und helfen übereifrig mit um den Fall aufzuklären.

Mir hat die Geschichte gut gefallen. Der Kommissar ist sympathisch, die Dorfbewohner sind zwar nervig aber doch sehr authentisch und auch das altmodisch anmutende Cover passt zu Bärlingen und seinen schrulligen Einwohnern. Manches war zwar überspitzt oder wurde ein bisschen zu oft wiederholt. Auch die Liebesgeschichte war manchmal etwas zu abrupt, aber vielleicht kann man nicht mehr Feingefühl von einem grummeligen Kommissar erwarten. Diese Kleinigkeiten haben mich nicht weiter gestört. Die Auflösung fand ich gelungen, auch wenn sie nicht allzu überraschend war. Ungereimtheiten oder ungelöste Geheimnisse sind mir keine aufgefallen.

"Endstation" ist ein ruhiger, amüsanter Dorfkrimi zum Genießen, der nicht durch Spannung punktet, dafür durch Unterhaltung. Er ist flüssig geschrieben und genauso beschaulich, wie das fiktive Dorf in dem er spielt. "Endstation" bietet leichte Lektüre, die gut unterhält und vom Alltag ablenkt.

"Endstation" ist nach "Mordwoche" und "Todesfuge" der dritte Fall für die Frisören Gerda und Otto König und kann unabhängig von den beiden anderen Büchern gelesen werden.



Ich bedanke mich beim Klarant Verlag für "Endstation

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