Dienstag, 27. Januar 2015

Keiko - Jamie Ford

Erscheinungsdatum: 12. Mai 2014

Keiko Jamie Ford
Weitere Informationen

Über Jamie Ford

Jamie Ford wuchs in der Nähe von Seattles Chinatown auf. Seine chinesischen Verwandten nannten ihn »Ji Mai«, was bald zu »Jamie« wurde. Er ist Absolvent der Squaw Valley Community of Writers. Nach dem Bestseller »Keiko« ist »Die chinesische Sängerin« sein zweiter Roman. Jamie Ford lebt mit seiner Familie in Montana, USA.

Kurze Zusammenfassung

Henry und Keiko, er chinesischer Abstammung, sie japanischer, lernen sich 1942 an einer Schule in Seattle kennen. Nicht nur sind sie dort beide Außenseiter, sie verbindet auch die Begeisterung für Jazzmusik. Schnell reift eine zarte Liebe zwischen ihnen heran. Doch dann wird Keikos Familie nach dem Angriff auf Pearl Harbor in ein Internierungslager für US-Japaner gebracht. Henry und Keiko werden getrennt. Mehr als vierzig Jahre später erlebt Henry, wie das Panama Hotel in Seattles Japantown wiedereröffnet wird. Dort hatten viele Familien vor der Internierung ihre Habseligkeiten in Sicherheit gebracht. Unter den Fundstücken befindet sich auch ein Sonnenschirm aus Bambus, verziert mit orangenen Kois. Henry ist sich sicher, dass er einmal Keiko gehört hat. Erinnerungen an seine große Liebe werden wach ... Eine berührende Geschichte, die auf einer wahren Begebenheit beruht.

Meine Meinung

Henry ist Chinese und geht als einziger Nichtweißer auf eine Schule für Weiße, was der ganze Stolz seines Vaters ist. Der Vater möchte, dass sein Sohn Amerikaner ist und als Amerikaner lebt. Er verbietet ihm sogar zu Hause chinesisch zu sprechen, was jede Kommunikation mit den Eltern abbricht, weil sie kein englisch können. Gleichzeitig ist der Vater aber auch sehr stolz auf seine chinesische Heimat und gegen alles was japanisch ist.

"He had done all he could. But choosing to lovingly care for her was like steering a plane into a mountain as gently as possible. The crash is immiment; it's how you spend your time on the way down that counts."

Pearl Harbor wurde gerade attackiert. Die Japaner in Seattle haben es schwer, sie werden schikaniert und gehasst. In dieser Zeit taucht Keiko in Henrys Schule auf. Sie hat die amerikanische Nationalität, spricht kein japanisch und obwohl auch ihre Eltern schon in den USA geboren wurden, werden sie nicht als Amerikaner akzeptiert. Schließlich wird der Hass und vielleicht auch die Angst vor dem Feind so groß, dass alle Menschen mit japanischen Wurzeln gezwungen werden, zusammengepferscht in Lager zu wohnen. In dieser Zeit spielt die Liebe zwischen Henry und Keiko. Henry tut alles für seine Freundin und steht ihr auch in sehr schwierigen Zeiten bei.

"I thought that too at first, but I think a lot of people just don't want to go back. Sometimes that's the best thing to do - to live in the present."

Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen, den Kriegsjahren und den 80er. Henry hat gerade seine Ehefrau verloren und versucht wieder einen besseren Kontakt zu seinem Sohn aufzubauen. Durch Zufall werden in einem Hotel alte Gegenstände von japanischen Familien, die diese vor ihrem Transport ins Lager dort in Sicherheit gebracht haben. Durch diese Gegenstände kann Henry sich seinem Sohn öffnen, der ihn bis dahin nie richtig kennenlernen konnte.

"He'd learnt long ago: perfection isn't what families are all about."

"Keiko" ist eine sehr ruhige und einfühlsame Geschichte. Sie erzählt von Hass, Rassismus, Mobbing, Unterdrückung und Ungerechtigkeiten, aber auch von der Liebe zwischen Henry und seinem Sohn, Henry und seiner verstorbenen Ehefrau und vor allem zwischen Henry und Keiko, sie erzählt von starker Freundschaft, Hoffnung, Verzeihen und immer wieder von Liebe.

Keiko Jamie Ford

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen