Donnerstag, 27. November 2014

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Katja K.

Erscheinungsdatum: 10.10.2014

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt

Über Katja K.

Katja K. stammt aus Norddeutschland, lebte eine Weile in Afrika, kehrte nach Europa zurück und wurde Justizfachwirtin und Gerichtsvollzieherin.

Kurze Zusammenfassung

Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hoch verschuldete Promi-Fußballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann ... sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles. Aber hol's der Kuckuck: Selten ist alles verloren, denn Menschen hoffen, handeln und finden Wege

Meine Meinung

Katja ist Gerichtsvollzieherin. In ihrem  Bezirk in München scheinen viele reiche Schnösel zu leben, die es mit dem Bezahlen nicht immer sehr genau nehmen. Entweder sie wollen nicht zahlen, oder sie können es nicht. Schauspieler, Köche, Erben und Aufschneider, jeder hat seine skurrile oder auch ganz banale Ursache, die ihn vom Bezahlen abhält. Auf wirklich arme Menschen stößt Katja nur selten.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, humorvoll und angenehm zu lesen. Durch die kurzen Geschichte hat "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" einen regelrechten Sog. Normalerweise sieht man von Schauspielern, Künstlern und anderen Promis nur die strahlende Seite. Katja zeigt die Andere, und erlaubt einen voyeuristischen Blick hinter die Kulissen. Ich muss zugeben, verschiedene Kapitel riefen Schadenfreude und eine gewisse Genugtuung hervor, selbst wenn die vorgestellten Fälle anonymisiert, manipuliert und vielleicht sogar erfunden wurden.

Manche Geschichten hörten wie Witze nach der Pointe auf. Da hätte ich mir mehr Hintergründe gewünscht, ich wollte wissen wie es weitergeht. Interessant wäre eine seriöse Vorstellung vom Beruf des Gerichtsvollziehers gewesen. Durch die vielen verschiedenen Fälle bekommt man als Leser allerdings nach und nach einen Überblick. Auch wenn Katja, zum Beispiel die Polizei nicht oft um Hilfe bittet, sie erwähnt jedoch, dass sie auch diese Möglichkeit immer hat.

Sehr hilfreich ist das letzte Kapitel, in dem der richtige Umgang mit Schulden erklärt wird und sehr klar dargestellt wird, dass es überhaupt nicht hilft, den Kopf in den Sand zu stecken und Rechnungen, Mahnungen und die Gerichtsvollzieherin zu ignorieren,

Empfehlen kann ich "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" jedem, der ein paar amüsante und unterhaltsame Stunden verbringen will und gleichzeitig einen kleinen Blick auf den Alltag einer Gerichtsvollzieherin werfen möchte.

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt Katja K.


Danke an den Verlag mira-taschenbuch und an bloggdeinbuch.de für "Wenn der Kuckuck zweimal klingelt"

http://www.bloggdeinbuch.de/

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