Sonntag, 23. November 2014

Die Lichtung - Linus Geschke

Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2014

Linus Gescke Die Lichtung

Über Linus Geschke

Linus Geschke lebt in Köln und arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Manager Magazin. Dazu verfasst er für das Special-Interest-Magazin "unterwasser" Tauch- und Reisereportagen und bedient alle zwei Monate eine Kolumne ("Nachgedanken"). Mit seinen Reportagen hat der begeisterte Anhänger des 1.FC Köln bereits mehrere Journalistenpreise gewonnen.
Nach zwei Sachbüchern erscheint im Oktober 2014 sein erster Krimi, in dessen Mittelpunkt der Journalist Jan Römer und dessen beste Freundin Mütze stehen. Ein zweiter Band der Reihe ist bereits in Arbeit.

Kurze Zusammenfassung

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...

Meine Meinung

Jan Römer, Sportjournalist, soll seinen kranken Kollegen ersetzen und eine Reportage über einen Doppelmord verfassen, der vor zwanzig Jahren verübt wurde. Und bei dem sein bester Freund das Mordopfer war.

Die Polizei tappte damals im Dunkeln, der Täter konnte nie verhaftet werden. Nach und nach kommt heraus, warum. In Gedanken schwenkt Jan immer wieder zwanzig Jahre zurück, erinnert sich an seine Jugend, an die Treffen mit seinen Freunden, an das Schrauben an ihren Motorrädern, an die Musik und an die sorglose Stimmung, mit der sie das Leben angingen. Nostalgie für den Leser. Jan erinnert sich allerdings auch, dass nicht alles so perfekt war, wie es auf der Oberfläche aussah, dass einige Freunde immer wieder gehänselt wurden und innerhalb ihrer Clique manche sich einfach nicht leiden konnten.

Die verschiedenen Freunde werden nach und nach vorgestellt. Es sind viele, aber der Autor lässt ganz geschickt immer andere im Vordergrund agieren, so dass ich als Leser nie das Gefühl hatte, mit zu vielen Personen überfordert zu sein.

Keine Rolle gespielt hat die Ehefrau. Jan hat ihr immer wieder telefoniert, manchmal über sie nachgedacht, allerdings immer ergebnislos. Vielleicht habe ich bei diesem Teil der Handlung eine tiefere Bedeutung verpasst, denn meiner Meinung nach könnte man diese Ehefrau ebensogut weglassen. Vielleicht macht sie sich im nächsten Band ein bisschen nützlich, als Mordopfer oder so.

"Die Lichtung" ist eine Mischung aus alten Erinnerung an die 80er Jahre und einer gut durchdachten Kriminalgeschichte. Beide Teile haben sich wunderbar ergänzt und mich als Leser mit spannender Unterhaltung erfreut.

Linus Geschke Die Lichtung


Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen