Sonntag, 30. November 2014

Neuerscheinungen - Dezember 2004 - Dezember 2014


Auf den ersten Blick dachte ich, die Neuerscheinungen im Dezember 2014 könnten mich nicht überzeugen und mit einer überfüllten Wunschliste würde ich sowieso nichts Besseres finden. Falsch gedacht! Vier Bücher möchte ich unbedingt lesen. Zwei davon sind zwar keine richtigen Neuerscheinungen, weil sie als Taschenbuch aufgelegt werden, aber das ist umso besser für meinen Geldbeutel.



Honig - Ian McEwan (Diogenes)

Sex, Spionage, Fiktion und die Siebziger: Serena arbeitet beim britischen Geheimdienst MI5. Weil sie auch eine passionierte Leserin ist, wird die junge Frau auf eine literarische Mission geschickt. Ian McEwan lockt uns mit gewohnter Brillanz in eine Intrige um Verrat, Liebe und die Erfindung der eigenen Identität.


Nacht über Raykjavik - Arnaldur Indridason (Lübbe)
Der junge, grüblerisch veranlagte Erlendur Sveinsson hat vor Kurzem seine Tätigkeit als Streifenpolizist in Reykjavík aufgenommen. In den Nachtschichten lernt er die dunklen Seiten der isländischen Hauptstadt kennen: betrunkene Autofahrer, häusliche Gewalt, Einbrüche, Drogenhandel. Ihn bewegt das Schicksal von Randfiguren der Gesellschaft. An einem Wochenende wird ein Obdachloser in einem Tümpel am Stadtrand ertrunken aufgefunden, und eine junge Frau verschwindet spurlos. Beide Fälle lassen Erlendur keine Ruhe, und er beginnt auf eigene Faust zu ermitteln ...




Mörderkind - Inge Löhnig (List)
Ihr Leben lang war sie für alle nur das Mörderkind. Fionas Kindheit war ein Alptraum. Und nun ist ihr Vater tot. Seine letzten Worte galten ihr: »Ich bin kein Mörder.« Widerstrebend macht sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Beginnt nachzuforschen, befragt ihre Familie. Und stößt auf ungeheuerliche Geheimnisse und eine Intrige, deren tödliches Gift bis heute wirkt …






Das Nebenhaus - Eric Berg (blanvalet)
Seit Jahren haben die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie sich aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet in einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.

Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …


Im Dezember 2004 sind unter anderem diese vier Bücher auf den Markt gekommen. Mit Begeisterung habe ich damals "Der Ring der Nibelungen" gelesen. Auch "Engelsstimme" habe ich in sehr guter Erinnerung. "Lycidas" und "Die Schwerter des Tiberius" haben es leider nur auf die Wunschliste geschafft.

Der Ring der Nibelungen - Wolfgang Hohlbein, Torsten Dewi (Heyne)
Strahlend erobert Siegfried das Herz der schönen Kriemhild, erschlägt den Drachen Fafnir, hebt den Schatz der Nibelungen – und erntet die Missgunst Hagens und den Verrat seines Freundes König Gunther.












Engelsstimme - Arnaldur Indridason (Bastei Lübbe)
Die Touristen strömen wie jedes Jahr nach Reykjavík, um das Weihnachtsfest einmal anders zu erleben. Da kann ein Portier, der erstochen in einem Kellerraum eines renommierten Hotels aufgefunden wird, das Geschäft gründlich verderben? Dieser Mord ist durch und durch rätselhaft: Der Tote, der auf einer Weihnachtsfeier für Kinder den Weihnachtsmann spielen sollte, wurde im knallroten Kostüm, mit heruntergelassenen Hosen aufgefunden. Erlendur, Sigurður Óli und Elínborg von der Kripo Reykjavík werden gebeten, bei den Ermittlungen viel Fingerspitzengefühl und Diskretion walten zu lassen, denn der Verdacht fällt zunächst sowohl auf die Hotelangestellten als auch auf die ausländischen Hotelgäste. Erlendur, der sowieso nicht weiß, was er zu Weihnachten mit sich anfangen soll? Weihnachten ist nur was für glückliche Menschen? quartiert sich kurzerhand im Hotel ein. Nach und nach stellt sich heraus, dass der einsame Mann, der zwanzig Jahre in dem Keller des Hotels gehaust hat und keine Familie oder Bekannte zu haben scheint, als Kind eine wunderschöne Stimme hatte, eine Engelsstimme? Kommissar Erlendur Sveinsson ermittelt in seinem fünften Fall.

Die Schwerter des Tiberius - Iris Kammerer (Heyne)
11 n. Chr.: Die Römer sind aus weiten Teilen Germaniens vertrieben. Seit seiner Rückkehr aus der Gefangenschaft muss sich Gaius Cinna im römischen Heer neu behaupten. Als Unterhändler für Tiberius, den Erben des Augustus, trifft er erneut auf seinen Erzfeind Arminius, den Anführer der Aufständischen. Bald wird Cinna in den eigenen Reihen verdächtigt, mit dem Feind gemeinsame Sache zu machen. Als es zur Meuterei kommt, ist plötzlich auch das Leben seiner Frau Sunja in größter Gefahr.





Lycidas - Christophe Marzi (Heyne)
Als die kleine Emily eines Nachts Besuch von einer sprechenden Ratte erhält, weiß sie, dass nichts in ihrem Leben so bleiben wird, wie es einmal war. Nicht, dass sie ein gutes Leben in dem kleinen Waisenhaus in einem Armenviertel Londons führen würde. Doch dass sie auf der Suche nach dem Geheimnis ihrer Herkunft eine phantastische Stadt unter den Straßen Londons entdecken würde und schon bald von den seltsamsten Wesen verfolgt wird – das hätte sich Emily selbst in ihren kühnsten Träumen nicht ausgedacht.

Donnerstag, 27. November 2014

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt - Katja K.

Erscheinungsdatum: 10.10.2014

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt

Über Katja K.

Katja K. stammt aus Norddeutschland, lebte eine Weile in Afrika, kehrte nach Europa zurück und wurde Justizfachwirtin und Gerichtsvollzieherin.

Kurze Zusammenfassung

Besser als jede Reality-Show: die Memoiren der Gerichtsvollzieherin! Wenn die Kuckuck zweimal klingelt, stecken sie bereits tief in ihren persönlichen Finanzkrisen: der hoch verschuldete Promi-Fußballer, die spielsüchtige Baronesse, die Puff-Mutter, die schrille Operndiva und der Spinnenmann ... sogar Tote tauchen wieder auf! Tränen, Gezeter und körperliche Attacken sind ebenso vorprogrammiert wie gnadenlos Witziges, Skurriles und haarsträubend Schrilles. Aber hol's der Kuckuck: Selten ist alles verloren, denn Menschen hoffen, handeln und finden Wege

Meine Meinung

Katja ist Gerichtsvollzieherin. In ihrem  Bezirk in München scheinen viele reiche Schnösel zu leben, die es mit dem Bezahlen nicht immer sehr genau nehmen. Entweder sie wollen nicht zahlen, oder sie können es nicht. Schauspieler, Köche, Erben und Aufschneider, jeder hat seine skurrile oder auch ganz banale Ursache, die ihn vom Bezahlen abhält. Auf wirklich arme Menschen stößt Katja nur selten.

Der Schreibstil ist sehr flüssig, humorvoll und angenehm zu lesen. Durch die kurzen Geschichte hat "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" einen regelrechten Sog. Normalerweise sieht man von Schauspielern, Künstlern und anderen Promis nur die strahlende Seite. Katja zeigt die Andere, und erlaubt einen voyeuristischen Blick hinter die Kulissen. Ich muss zugeben, verschiedene Kapitel riefen Schadenfreude und eine gewisse Genugtuung hervor, selbst wenn die vorgestellten Fälle anonymisiert, manipuliert und vielleicht sogar erfunden wurden.

Manche Geschichten hörten wie Witze nach der Pointe auf. Da hätte ich mir mehr Hintergründe gewünscht, ich wollte wissen wie es weitergeht. Interessant wäre eine seriöse Vorstellung vom Beruf des Gerichtsvollziehers gewesen. Durch die vielen verschiedenen Fälle bekommt man als Leser allerdings nach und nach einen Überblick. Auch wenn Katja, zum Beispiel die Polizei nicht oft um Hilfe bittet, sie erwähnt jedoch, dass sie auch diese Möglichkeit immer hat.

Sehr hilfreich ist das letzte Kapitel, in dem der richtige Umgang mit Schulden erklärt wird und sehr klar dargestellt wird, dass es überhaupt nicht hilft, den Kopf in den Sand zu stecken und Rechnungen, Mahnungen und die Gerichtsvollzieherin zu ignorieren,

Empfehlen kann ich "Wenn die Kuckuck zweimal klingelt" jedem, der ein paar amüsante und unterhaltsame Stunden verbringen will und gleichzeitig einen kleinen Blick auf den Alltag einer Gerichtsvollzieherin werfen möchte.

Wenn die Kuckuck zweimal klingelt Katja K.


Danke an den Verlag mira-taschenbuch und an bloggdeinbuch.de für "Wenn der Kuckuck zweimal klingelt"

http://www.bloggdeinbuch.de/

Mittwoch, 26. November 2014

[Ich backs mir] New-York Cheesecake

New-York Chesecake


Tastesheriff lädt wieder zum Backen ein. Im November lautet das Thema "Lieblingskuchen".

Meinen ersten New York Cheesecake habe ich in New York gegessen und seit dieser Reise habe ich versucht, diesen Kuchen nachzubacken. Nicht so einfach. Ich habe mehrere Rezepte ausprobiert, manche davon waren richtig lecker, aber so wie in New York haben sie nicht geschmeckt.
Dieses Rezept habe ich von einer Freundin aus dem Ohio bekommen und es kommt dem Originalgeschmack sehr nahe.

Wichtig sind vor allem der Philadelphia anstatt Quark sowie das flüssige Vanilleextrakt anstatt Vanillearoma oder Vanillezucker.


Füllung
700 gr Philadelphia (kommt dem amerikanischen Cream Cheese am nächsten)
180 gr (oder eine Tasse) Zucker
5 Eier
1/4 Kaffeelöffel Salz
1 1/2 Kaffeelöffel flüssige Vanilleextrakt
1/4 Kaffeelöffel Zitronensaft

Überzug
450 ml Saure Sahne (Sour cream)
4 Esslöffel Zucker
1 Kaffeelöffel flüssige Vanilleextrakt

Boden
200 gr Spekulatius (oder Betterfood)
115 gr Butter

New-York Cheesecake


1) Kekse zerkrümmeln, mit geschmolzener Butter mischen und in eine Form drücken

2) Alle Füllungszutaten vermixern und über den Boden giessen. 50 Minuten auf 150 Grad backen.

3) Alle Überzugzutaten vermixern und über den gebackenen Käsekuchen streichen. 10 Minuten auf 150 Grad backen.

Gekühlt mit Früchten servieren

New-York Cheesecake

New-York Cheesecake

Dienstag, 25. November 2014

Blutorange - Sigrid Schein-Zint

Erscheinungsdatum: 21. Juni 2014


Über die Autorin

Sigrid Schein-Zint ist in Duisburg aufgewachsen und lebte in der Eifel, in Trier und Berlin. Heute wohnt sie in Ulm und arbeitet als Stadt- und Regionalplanerin. Sie hat zwei erwachsene Kinder. Seit ihrer Kindheit schreibt sie. An eine Veröffentlichung hatte sie bisher nicht gedacht. Beim Sichten ihrer vielen Geschichten, Beobachtungen und Erlebnisse wurde ihr bewusst, dass ihre unzähligen Notizhefte einen Schatz bergen, den es zu heben und zu bearbeiten lohnt. Der vorliegende Roman ist ihre erste Veröffentlichung.

Kurze Zusammenfassung

Sich finden, seinen Weg wagen, das große Abenteuer, sich selbst zu erfahren. Ros, Anfang 20, folgt ihrer Freundin Marga ins geteilte Berlin Mitte der 1970er-Jahre. Sie beginnt ein Architekturstudium, obwohl sie eigentlich Kunst studieren möchte. Die allgemeine Sinnsuche treibt vielfältige Blüten im Westteil der Stadt. Psychoanalyse ist out, Bioenergetik, Gestalttherapie und Encounter-Gruppen sind in, indische Gurus gelten als begehrte Lehrer und Meister. Die Stadt scheint eine gigantische Selbsterfahrungsgruppe zu sein, in die Ros auf der Suche nach ihrem eigenen Weg unbedarft hineingerät. Sie schlittert von einer Beziehungsgeschichte in die nächste und will doch nur bei ihrer liebsten Freundin Marga sein. Ros freundet sich mit den Mitgliedern einer Wohngemeinschaft an, lernt den kauzigen Professor HC kennen, die schrille, wilde Malerin Gret und den Buchhändler Heinrich. Sie durchlebt die Höhen des Glücks und den Schmerz der Trennung. Wo gehört sie wirklich hin? Welcher Weg ist der richtige für sie? Wo findet sie sich

Meine Meinung

Ros, eine junge Frau, entflieht ihrem strengen Vater und der willenlosen Mutter, um im Berlin der 70er Jahre bei ihrer Freundin Marga einzuziehen. Ros, die nie über ihr eigenes Leben entscheiden durfte, ist von den vielen Möglichkeiten, die das Leben bietet, erschlagen. Sie reiht eine Erfahrung an die nächste, Studium, wechselnde Liebhaber, Drogen, Selbsterfahrungskurse und immer wieder Zweifel an sich selbst und an ihren Plänen.

Anfangs habe ich ein paar Seiten gebraucht, um mich an den Schreibstil zu gewöhnen, um mich auf die Geschichte einzulassen, doch dann habe ich die Geschichte gerne gelesen.
Es werden intelligente Gespräche geführt, die zum Nachdenken anregen. Warum mussten sich die jungen Menschen der 70er so intensiv selber suchen? Warum diese allgemeine Unentschlossenheit? Die Informationen über die damalige Weltauffassung, die Religionen und die Selbsterfahrungszentren waren interessant, allerdings muss man schon eine positive Einstellung zu all diesen Themen haben, um bei manchen dieser langen Diskussionen und Erklärungen nicht mit den Gedanken abzuschweifen.

Leider ließ das Buch in der Mitte etwas nach. Ros reiht einen Mann an den nächsten, läuft immer wieder Marga hinterher, die so überdeutlich nichts mehr mit ihr zu tun haben will, zögert, zweifelt und nimmt der Geschichte ihr Tempo.

"Blutorange" ist ein ungewöhnliches Buch, auf das man sich als Leser einlassen muss. Empfehlen kann ich das Buch jedem, der sich für das Leben der 70er Jahre interessiert oder der in dieser Zeit selbst jung war und ähnliche Erfahrungen gemacht hat.

Ich möchte mich bei der Autorin Sigrid Schein-Zint bedanken, die mir "Blutorange" zum Lesen zur Verfügung gestellt hat. 




Montag, 24. November 2014

MONTAGSFRAGE // HABT IHR IN DIESEM JAHR NEUE BUCHBLOGS FÜR EUCH ENTDECKT?


Ich habe erst dieses Jahr angefangen mit Bloglesen und deshalb alle Blogs und auch alle Bücherblogs erst dieses Jahr entdeckt.

Gerne lese ich hier:

Soul Rebell
Buzzaldrin's Bücher
Die Leserin bloggt
Wortgestalt
Meine Welt der Bücher
Live, Love, Read
AllthesespecialWords

und ganz, ganz viele mehr.


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Sonntag, 23. November 2014

Die Lichtung - Linus Geschke

Erscheinungsdatum: 10. Oktober 2014

Linus Gescke Die Lichtung

Über Linus Geschke

Linus Geschke lebt in Köln und arbeitet als freier Journalist für führende deutsche Magazine und Tageszeitungen, darunter Spiegel Online, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Manager Magazin. Dazu verfasst er für das Special-Interest-Magazin "unterwasser" Tauch- und Reisereportagen und bedient alle zwei Monate eine Kolumne ("Nachgedanken"). Mit seinen Reportagen hat der begeisterte Anhänger des 1.FC Köln bereits mehrere Journalistenpreise gewonnen.
Nach zwei Sachbüchern erscheint im Oktober 2014 sein erster Krimi, in dessen Mittelpunkt der Journalist Jan Römer und dessen beste Freundin Mütze stehen. Ein zweiter Band der Reihe ist bereits in Arbeit.

Kurze Zusammenfassung

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot – das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt. Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend – er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...

Meine Meinung

Jan Römer, Sportjournalist, soll seinen kranken Kollegen ersetzen und eine Reportage über einen Doppelmord verfassen, der vor zwanzig Jahren verübt wurde. Und bei dem sein bester Freund das Mordopfer war.

Die Polizei tappte damals im Dunkeln, der Täter konnte nie verhaftet werden. Nach und nach kommt heraus, warum. In Gedanken schwenkt Jan immer wieder zwanzig Jahre zurück, erinnert sich an seine Jugend, an die Treffen mit seinen Freunden, an das Schrauben an ihren Motorrädern, an die Musik und an die sorglose Stimmung, mit der sie das Leben angingen. Nostalgie für den Leser. Jan erinnert sich allerdings auch, dass nicht alles so perfekt war, wie es auf der Oberfläche aussah, dass einige Freunde immer wieder gehänselt wurden und innerhalb ihrer Clique manche sich einfach nicht leiden konnten.

Die verschiedenen Freunde werden nach und nach vorgestellt. Es sind viele, aber der Autor lässt ganz geschickt immer andere im Vordergrund agieren, so dass ich als Leser nie das Gefühl hatte, mit zu vielen Personen überfordert zu sein.

Keine Rolle gespielt hat die Ehefrau. Jan hat ihr immer wieder telefoniert, manchmal über sie nachgedacht, allerdings immer ergebnislos. Vielleicht habe ich bei diesem Teil der Handlung eine tiefere Bedeutung verpasst, denn meiner Meinung nach könnte man diese Ehefrau ebensogut weglassen. Vielleicht macht sie sich im nächsten Band ein bisschen nützlich, als Mordopfer oder so.

"Die Lichtung" ist eine Mischung aus alten Erinnerung an die 80er Jahre und einer gut durchdachten Kriminalgeschichte. Beide Teile haben sich wunderbar ergänzt und mich als Leser mit spannender Unterhaltung erfreut.

Linus Geschke Die Lichtung


Donnerstag, 20. November 2014

Süden und die Frau mit dem harten Kleid - Friedrich Ani

Erscheinungsdatum: 2. November 2011

Süden Friedrich Ani

Über Friedrich Ani

Friedrich Ani wurde 1959 in Kochel am See geboren. Er schreibt Romane, Kinderbücher, Gedichte, Hörspiele, Drehbücher und Kurzgeschichten. Seine Bücher wurden in mehrere Sprachen übersetzt und vielfach ausgezeichnet, so u.a. mit dem Tukan-Preis für das beste Buch des Jahres der Stadt München. Als bisher einziger Autor erhielt Ani den Deutschen Krimi Preis in einem Jahr für drei Süden-Titel gleichzeitig. 2010 folgte der Adolf-Grimme-Preis für das Drehbuch nach seinem Roman "Süden und der Luftgitarrist". 2011 wurde der Roman "Süden" mit dem Deutschen Krimi Preis 2011 ausgezeichnet; 2014 erhielt sein Roman "M", der wochenlang auf der KrimiZEIT-Bestenliste stand, den begehrten Preis. Friedrich Ani lebt in München.

Kurze Zusammenfassung

Ein neuer Fall für Tabor Süden, den schweigsamen Hauptkommissar von der Münchner Vermisstenstelle. Es geht um den 41-jährigen Johann Farak, dessen Schwester ihn als vermisst meldet, weil er nicht wie jedes Jahr zu ihrem Geburtstag angerufen hat. Doch außer ihr scheint sich niemand für das Verschwinden des gescheiterten Künstlers zu interessieren: weder die Nachbarn noch die wenigen Bekannten, ja nicht einmal seine Mutter. Bei seinen Ermittlungen stößt Süden auf eine geheimnisvolle junge Frau, die vielleicht zur Aufklärung dieser undurchsichtigen Geschichte beitragen könnte, doch der Kommissar verliert ihre Spur. Stück für Stück holt Süden die Vergangenheit des Vermissten ans Tageslicht und muss schließlich erkennen, dass Farak nie eine richtige Chance hatte, etwas aus seinem Leben zu machen. Aber warum dieses plötzliche Abtauchen? Was war der Auslöser, nach all den Jahren in der Versenkung zu verschwinden? Nur allmählich begreift Süden die ganze Tragweite dieses tragischen Falls.

Meine Meinung

Eine einsame Frau, die offensichtlich betrunken ist, gibt eine Vermisstenanzeige bei der Polizei auf. Ihr Bruder hat ihr dieses Jahr nicht zum Geburtstag gratuliert, was er normalerweise jedes Jahr tut. Tabor Süden ermittelt, in seiner Freizeit, selbst ohne Bild des Vermissten, nur auf ein komisches Gefühl hin. Er dringt ein in eine Welt aus Einsamkeit und Gleichgültigkeit. Der Bruder scheint zwar tatsächlich verschwunden zu sein, aber vermisst wird er von niemandem. Jeder lebt in seiner kleinen Welt und will nicht gestört werden. Der "Einzelnesser" in der Wohnung unter ihm, seine Mutter, seine Schwester, seine Freundin: jeder hat sich mit dem Alleinsein abgefunden und sich dran gewöhnt. "Alleinsein" können sie, zusammensein nicht oder nicht mehr. Tabor Süden versteht diese Welt, auch er ist einsam, liebt es zu schweigen und seine gelbe Wand anzustarren.

"Süden und die Frau mit dem harten Kleid" ist ein ruhiges, trauriges Buch, das sehr gut geschrieben ist. Der Autor beherrscht sein Handwerk mühelos. Die Geschichte ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, als Bericht an eine Person, die für den Leser erst in der Mitte des Buches bekannt wird.

Wer einen klassischen Krimi erwartet, wird dieses Buch enttäuscht zuschlagen, vielleicht schon nach dem ersten Drittel genervt in die Ecke schmeißen. Es ist KEIN Krimi, sondern ein Roman. Im Mittelpunkt steht nicht die Suche nach dem Vermissten, sondern vor allem die Menschen seiner Umgebung, seine Familie, die Einsamkeit und die Verzweiflung gepaart mit Alkohol und Depressionen. Kein spannendes, aber trotzdem ein gutes Buch.

Dies ist mein erstes Buch aus der Süden-Reihe. Ich hatte keine Verständnisprobleme, wurde allerdings durch manche Andeutungen neugierig auf die persönliche Geschichte des Ermittlers.


Süden Friedrich Ani




Dienstag, 18. November 2014

Prix Goncourt des Lycéens - Charlotte - David Foenkinos


Charlotte David Foenkinos

David Foenkinos wurde für sein Buch "Charlotte" mit dem Prix Goncourt des Lycéens 2014 ausgezeichnet, das auch schon den Prix Renaudot 2014 erhalten hatte.

Der "Prix Goncourt des Lycéens" ist ein Literaturpreis, der 1988 von der Fnac und dem Erziehungsministerium gegründet wurde, mit der Unterstützung der Académie Goncourt. Zur Auswahl stehen jedes Jahr die Long Liste (Première Sélection) des Prix Goncourt. Schüler aus 52 Klassen im Alter von 15 und 17 Jahren lesen diese Bücher mit ihrer Klasse, treffen sich zu Diskussionsgruppen und wählen ein Buch aus, dem sie den Preis verleihen.

"Charlotte" ist die Biographie von Charlotte Salomon, einer deutschen Künstlerin. Sie hatte eine schwere Kindheit, die von Tragödien geprägt war. Auch ihre Jugend war durch die Anfänge des Naziregime schwierig, bis sie nach Südfrankreich flüchten konnte. Ein paar Jahre später, als die Deutschen auch dort einfielen, spürte sie die Gefahr und vertraute ihre gesamtes Werk einem Arzt an, mit dem Worten: "Das ist mein ganzes Leben".

David Foenkinos, 1974 geboren, Schriftsteller und Drehbuchautor, studierte Literaturwissenschaften an der Sorbonne und Jazz am CIM. „Nathalie küsst“ ist sein achter Roman, der ihn in Frankreich zu einem sensationellen Erfolg führte. Seine Bücher sind weltweit in mehr als 15 Sprachen übersetzt. „Nathalie küsst“ wird soeben von Foenkinos’ Bruder Stephane Foenkinos mit Audrey Tautou in der Rolle der Nathalie verfilmt. Für „Das erotische Potential meiner Frau“ (2005) erhielt er den Prix Roger Nimier. Seine Werke erscheinen inzwischen in über 15 Ländern und wurden bereits für alle wichtigen französischen Literaturpreise nominiert, für den Prix Fémina, den Prix Médicis, den Prix Renaudot und den Prix Goncourt.

Montag, 17. November 2014

Lovelybooks Leserpreis 2014



Beim Lovelybooks Leserpreis bestimmen die allein Leser (aber darunter auch die lesenden Autoren und die lesenden Verlagsmitarbeiter ;)) welches Buch ihnen dieses Jahr am besten gefallen hat. Jeder Leser kann Bücher nominieren, die ihm dieses Jahr besonders gut gefallen haben. Danach beginnt die Abstimmung zwischen den 35. am meisten nominierten Büchern und am 28. November wird der Gewinner bekannt gegeben.

Ich habe diese Bücher nominiert:








Sonntag, 16. November 2014

Zeig mir den Tod - Petra Busch

Erscheinungsdatum: 1. März 2013


Über die Autorin

Petra Busch arbeitet als freie Autorin und als Texterin für internationale Kunden aus Wissenschaft, Technik und Kultur. Sie studierte Mathematik, Informatik, Literaturgeschichte und Musikwissenschaften und promovierte in Mediävistik. Ihre Arbeiten wurden mehrfach ausgezeichnet.
Für ihren Psychokrimi "Schweig still, mein Kind" erhielt Petra Busch den renommierten Friedrich-Glauser-Preis für das bestes Krimi-Debüt 2010.
Neben Kriminalromanen veröffentlicht sie Kurzthriller und ist als Herausgeberin aktiv. Sie lebt im Nordschwarzwald.

Kurze Zusammenfassung

Der Schauspieler Günther Assmann glaubt sich vor dem internationalen Durchbruch. Hinter den Kulissen hat er viel dafür getan: intrigiert, gelogen, betrogen. Als kurz vor der entscheidenden Premiere seine Kinder Marius und Rebecca verschwinden, zerbricht die schöne Welt von Schein und Sein – und ein perfides Spiel beginnt. Der Entführer will kein Geld, sondern stellt Rätselaufgaben. Die Lösung soll Assmann auf der Bühne darbieten, sonst sterben die Kinder. Viel Zeit bleibt ihm nicht: Rebecca benötigt lebenswichtige Medikamente. Um sie zu retten, muss Kommissar Ehrlinspiel den Fall so schnell wie möglich lösen ...

Meine Meinung

Günther Assmann steht vor seinem internationalen Durchbruch. Nur eine entscheidende Rolle muss er noch überzeugend darbieten, bevor seine Karriere den entscheidenden Sprung macht. Doch dann werden seine Kinder entführt. Es wird kein Lösegeld verlangt, sondern kleine Rätselaufgaben gestellt, die alles vom Schauspieler verlangen.

Genauso unter Druck sind Ehrlinspiel und sein Kollegen Freitag. Das entführte Mädchen ist krank, wenn es ihre Medikamente nicht rechtzeitig bekommt, wird es sterben. Als Leser erfährt man viel über Rebeccas Krankheit, über die Fortschritte die in letzter Zeit gemacht wurden und welche Gefahren immer noch drohen, wenn die Kranken nicht aufpassen.

Ich habe dieses Buch verschlungen, und natürlich den einen oder anderen während dem lesen als Täter im Verdacht gehabt. Assmann hatte genug Feinde, in dieser Hinsicht wäre so gut wie jeder als Täter in Frage gekommen. Auf die Lösung bin ich aber nicht gekommen.

Auch privat ist Ehrlingspiel unter Druck. Seine Freundin soll bei ihm einziehen. Aus dem Tag, den sie gemeinsam verbringen wollten, wird natürlich nichts. Das Privatleben von Ehrlinspiel bleibt fast gänzlich im Hintergrund. Mir gefällt das, ich mag es nicht, wenn private Geschichten von Ermittlern Überhand nehmen und nur noch nebenbei ermittelt wird.

"Zeig mir den Tod" ist ein sehr raffiniert gestrickter, intelligenter, äußerst spannender Kriminalroman, bei dem sich zum Schluss, alles ganz logisch auflöst und den ich absolut empfehlen kann.

Donnerstag, 13. November 2014

Die Sehnsucht der Albatrosse - Karin Seemayer

Erscheinungsdatum: 15. Juli 2014

https://www.books2read.de/buecher-entdecken/show/die-sehnsucht-der-albatrosse

Über Karin Seemayer

Mit acht Jahren schrieb Karin Seemayer ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction und später Liebesgeschichten. Als Mitarbeiterin eines großen Reisebüros war die in Reutlingen geborene Autorin viel unterwegs. Auf einer Reise nach San Francisco und Vancouver Island stieß sie auf die Geschichte der Robbenjäger und des Kapitäns Alexander McLean, die sie zu ihrem ersten Roman "Die Sehnsucht der Albatrosse" inspirierte.

Kurze Zusammenfassung

Eine Frau, die nur für die Musik lebt.
Ein Mann, der für die See auf alles verzichtet.
Eine Reise, auf der beide an ihre Grenzen kommen.

Als die Sängerin Sarah nach einem Schiffbruch von einem Robbenschoner an Bord genommen wird, findet sie sich in einer harten Männerwelt wieder. Ausgerechnet hier trifft sie auf ihre verloren geglaubte Jugendliebe John Brandon, den Kapitän des Schiffes. Jenseits von Vernunft und Interessen erwachen die widersprüchlichsten Gefühle in ihr: Denn nicht nur Brandon bringt sie aus dem Gleichgewicht. Mehr und mehr fühlt sie sich zu dem Matrosen Peer Svensson hingezogen. Seine Geschichte von dem geheimnisvollen Flug der Albatrosse berührt sie ebenso wie sein Mut. Auf der Fahrt durch das stürmische Eismeer will sie mit ihrer Vergangenheit abschließen. Doch als die Robbenjagd erfolglos bleibt, kommt es zu einer blutigen Auseinandersetzung. Plötzlich steht Sarah zwischen den Fronten des Kapitäns und der Mannschaft - zwischen John und Peer …

Meine Meinung

Zwar wollte die Sängerin Sarah Tanner aus San Francisco verschwinden, um sich zu erholen, aber dass sie monatelang auf See sein würde, hätte sie sicher nicht gedacht. Doch Sarah ist eine tapfere Frau, die nicht so leicht unterzukriegen ist, selbst wenn ihr Schiff sinkt und sie mit einer Horde ungeschliffener Matrosen durch die Meere segeln muss. Als reiche Tochter und Witwe ist sie ein besseres Leben gewohnt und viele Frauen ihres Standes hätten sich ängstlich in ihrer Kajüte verkrochen und sich so wenig wie möglich blicken lassen. Nicht so Sarah, sie packt an und macht das Beste aus der Situation. Sie war mir von Anfang an sympathisch und wurde es noch mehr, nachdem sie ein Buch wegen glühenden Wangen und bebenden Lippen in die Ecke warf.
Denn genau so ein Buch wollte auch ich nicht lesen, und "Die Sehnsucht der Albatrosse" ist weit davon entfernt. Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, die Geschichte glaubwürdig und die Personen nicht allzu schwarz-weiß. Kleine Geheimnisse, Ungereimtheiten und Streitereien erhalten die Spannung ziemlich ständig. Der geheimnisvolle Kapitän, der verhasste Andersen, der verliebte Schwede und ein extrem abergläubiger Matrose sorgen für genug Aufregung und Abenteuer während der monatelangen Fahrt. Nebenbei erfährt man noch so manches über Segelschiffe, über die grausame Robbenjagd und das raue Leben auf den Meeren, wo andere Gesetzte gelten als an Land und die Seeleute ihrem Kapitän bedingungslos gehorchen und vertrauen müssen.

Ich habe mich gefreut, war gefesselt, habe geheult und hätte dieses Buch am liebsten an einem Stück verschlungen. Empfehlen kann ich "Die Sehnsucht der Albatrosse" für jeden, der gute Unterhaltung liebt, der gerne in andere Welten eintaucht oder seinen Alltag einfach nur vergessen will.

 Danke an den Verlag books2read und an Blogg dein Buch für "Die Sehnsucht der Albatrosse"!

http://www.bloggdeinbuch.de/

Mittwoch, 12. November 2014

NaNoWriMo - Statt lesen selber schreiben (2)


Vor ein paar Wochen hatte ich noch mutig behauptet, beim Projekt NaNoWriMo mitzuschreiben. Daraus wurde allerdings nichts. In einem Monat so viel zu schreiben hat mir zu viel Druck gemacht. Ich recherchiere immer wieder zwischen dem Schreiben zu den verschiedensten Themen, was natürlich Zeit nimmt, in der die Wortzahl nicht steigt. Das bringt unnötigen Stress, ich nehme mir lieber Zeit und brauche viel länger als einen November für ein Manuskript.

Cover habe ich allerdings entworfen, die ich gerne anpassen kann, wenn sie zu einem eurer Projekte passen. Oder ich kann neue entwerfen, kein Problem.







Montag, 10. November 2014

Pas pleurer - Lydie Salvayre (Prix Goncourt 2014)

Erscheinungsdatum: 21. August 2014
Pas Pleurer Lydie Salvayre Goncourt 2014

Über die Lydie Salvayre

Lydie Salvayre wurde 1948 als Lydie Arjona in Südfrankreich als Kind von spanischen Eltern geboren. Sie ist Kinderpsychologin, lebt in Paris und hat mehr als zwanzig Bücher geschrieben. Ins deutsche übersetzt wurde "Die Macht der Fliegen", "Die Macht der Erinnerung" und "Milas Methode". Ihr Buch "Pas pleurer" wurde mit dem Prix Goncourt 2014 ausgezeichnet.

Kurze Zusammenfassung

"Pas pleurer" handelt vom spanischen Bürgerkrieg und wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einerseits von Bernanos, der den Terror verurteilt, und andererseits von Montse, Mutter der Erzählerin, die fast alles Negative des Krieges aus ihrem Gedächtnis gestrichen hat, und für die diese Jahre trotz allem zu der intensivsten Zeit ihres Lebens wurden.

Meine Meinung

Nachdem "Pas Pleurer" mit dem Prix Goncourt ausgezeichnet wurde, wollte ich es unbedingt lesen. Der Anfang fiel mir schwer, die ersten paar Seiten musste ich gleich drei Mal lesen, um sie zu verstehen. Die Mutter der Autorin erzählt von ihrer Mutter, was zu Verwechslungen führt, dann lesen Personen Texte, stellen sich Ereignisse vor die so nicht passiert waren oder unterbrechen sich gegenseitig mitten im Satz. Weil zwischendurch immer mal wieder spanische Wörter vorkommen und in verschachtelten Sätzen erzählt wird, fordert das Buch ein Maximum an Konzentration.

Für Montse war der Sommer 1936 voller Hoffnung auf Veränderung. Ihr Bruder ist vom Kommunismus begeistert, und als es ihm nicht gelingt, die Bauern von seinen Ideen zu überzeugen, verlässt er zusammen mit seiner Schwester ihr Dorf und fährt mit ihr ins damals kommunistische Barcelona.

Auf der Insel Palma de Mallorca, erlebt Bernanos die gleiche Zeit als düster und hoffnungslos. Täglich sieht er Lastwagen voller Männer vorbeifahren, die nur auf Verdacht hin aus ihren Häusern gezerrt wurden, irgendwohin gebracht, aufgereiht und erschossen werden. Unterstützt werden diese Aktionen von katholischen Geistlichen, die nach jedem Gemetzel den Tätern Absolution erteilen und den Ermordeten die letzte Ölung geben. Bernanos will die Augen nicht länger vor diesem Terror verschließen und schreibt ein Buch über diese Zeit.

Die Autorin wechselt zwischen den zwei Zeitzeugen: ihrer Mutter und dem Autor Bernanos, der die rechte Partei und ihre Taten miterlebte. Um manche Lücken zu vervollständigen, hat sie noch einige Geschichtsbücher hinzugezogen. Der größte Teil des Buches spielt im kleinen Dorf und erzählt den Alltag. Der Krieg kommt nicht wirklich bis zu ihnen und doch sind auch in diesem kleinen Dorf alle Kriegsparteien vertreten.

"Pas pleurer" ist ein sehr starkes Buch, ein wichtiges Buch, weil es über Taten und eine Zeit informiert, die mir und bestimmt vielen anderen Lesern nicht bekannt war. Manche Passagen waren einfach nur schön, nicht nur Text sondern Kunst, andere Abschnitte sind von einer atemberaubenden Intensität. Unnötig und nervig waren die durch das ganze Buch verstreuten spanischen und verspanischten Wörter und Sätze, die nirgends übersetzt wurden.

Sonntag, 9. November 2014

Frau Rosenberg legt los - Ursula Schröder

Erscheinungsdatum: 23. Mai 2014

Über die Autorin

Angeblich erkennt man den Sauerländer daran, dass er auch bei Regen nicht schneller geht. Mit dieser etwas einseitigen Charakterisierung wollte sich Ursula Schröder aber nicht zufrieden geben und stellte sich deshalb die Aufgabe, die Mitbewohner ihrer Heimatregion durch witzige, unterhaltsame Romane differenzierter darzustellen.

Das Anschauungsmaterial dafür kennt sie seit über 50 Jahren und aus unterschiedlichen Perspektiven. Nachdem der ursprüngliche Plan, in den Schuldienst zu gehen und dort arglose Gymnasiasten mit ihrer Sicht von Englisch und Geschichte zu konfrontieren, nicht aufging, arbeitete sie in der Buchhaltung eines mittelständischen Unternehmens. Aus dieser Zeit stammen auch ihre drei Kinder und eine immer noch gut funktionierende Ehe. Im Jahr 2000 wechselte sie dann von den Zahlen zu den Worten und machte sich als Texterin und Autorin selbstständig. Während sie ihre Auftraggeber in unterschiedlichen Branchen mit möglichst zielgerichteten, kompetenten Sachtexten versorgt, darf sich ihre Fantasie in den Romanen austoben, wo sich ihre Heldinnen und Helden mit der Bewältigung diverser Probleme herumschlagen - Familienzwist, Trennungsschmerz, Jobsuche oder die Entrümpelung von Haus und Privatleben.

Privat engagiert sich Ursula Schröder im Vorstand eines Sozialen Bürgerzentrums, das für Bedürftige in ihrer Heimatstadt verschiedene Hilfsangebote bereitstellt, und in der Organisation der Freikirche, zu der sie gehört.

Kurze Zusammenfassung

 »Die letzten Worte meines Mannes lauteten: ›Was bist du nur für eine blöde Kuh!‹ Und damit war eindeutig ich gemeint.« Isa Rosenberg kann den Tod ihres Mannes kaum betrauern. Roger war kein Märchenprinz, auch wenn er der Familie ein komfortables Leben ermöglicht hat. In ihrer neuen Situation als Witwe und Firmenerbin muss sie sich erst zurechtfinden. Tatkräftige Hilfe in Haus und Garten leistet der junge Yuri, in Fragen der Firma ist ihr Schwager zur Stelle. Rasch zeigt sich, dass nicht alles so ist, wie es scheint …

Meine Meinung


Ich mache normalerweise einen ganz großen Bogen um witzige Bücher, weil sie meist eher peinlich als witzig sind. Auf "Frau Rosenberg" bin ich durch Zufall gestoßen, als das Buch auf einem Blog vorgestellt wurde (Link hier) und mir die Leseprobe allen Vorurteilen zum Trotz gefiel. Danach war meine Neugier geweckt, ob der Rest des Buches hielt, was die Leseprobe versprach.
Ich wurde nicht enttäuscht:
"Frau Rosenberg legt los" ist nicht zwanghaft witzig. Es ist eine ruhige Geschichte, die mich manchmal schmunzeln ließ. Frau Rosenberg mutiert nicht von einem Tag zum anderen von der unterdrückten Hausfrau zur Powerfrau, aber nach und nach beginnt sie sich durchzusetzen. Ihre Wandlung ist glaubhaft und realistisch. Ein paar Wendungen waren vorhersehbar, aber das hat mich nicht gestört.

"Frau Rosenberg legt los" ist ein Buch, das in die Kategorie "Wohlfühlbücher" passt und das ich sehr gerne gelesen habe.


Donnerstag, 6. November 2014

Die Samenhändlerin - Petra Durst-Benning

Erscheinungsdatum: 1. Januar 2005


Über die Autorin

Petra Durst-Benning begann nach Abschluss eines Agrarwissenschaftlichen Gymnasiums eine Lehre zur staatlich anerkannten Wirtschaftskorrespondentin und Übersetzerin. Später arbeitete sie als Redakteurin einer Hundezeitschrift und als Sachbuchautorin zu natürlichen Heilmethoden bei Tieren. In den 1990er Jahren begann sie mit dem Schreiben von historischen Romanen.

Kurze Zusammenfassung

Württemberg im Jahre 1850: Auf der Suche nach dem Mann, der sie geschwängert hat, kommt die junge Hannah Brettschneider in ein Dorf am Fuß der Schwäbischen Alb: Gönningen ist die Heimat der Samenhändler, die seit fast zwei Jahrhunderten vom Geschäft mit Tulpenzwiebeln, mit Blumen- und Gemüsesamen leben. Doch Hannahs Begeisterung für den ungewöhnlichen Ort währt nicht lange: Helmut, dessen Kind sie erwartet, ist mit Seraphine, dem schönsten Mädchen im Dorf, verlobt …

Meine Meinung

Gönningen 1850: Die junge Hannah ist schwanger. Deshalb unternimmt sie eine beschwerliche Reise ins Dorf ihres Liebhabers, in der Hoffnung, dass dieser sie heiraten wird. Doch noch bevor sie mit Helmut sprechen kann, findet sie heraus, dass dieser seit langem mit der schönen Seraphine verlobt ist und in wenigen Wochen heiraten soll.

Die Perspektive springt zwischen verschiedenen Personen hin und her. Als Leser weiß man schon relativ früh, wie die verschiedenen Personen im Buch denken und fühlen und kann so ihre Reaktionen nachvollziehen. Gefallen hat mir die Beschreibung des alltäglichen Lebens, wie die Menschen sich damals über Wasser gehalten haben, wie sie sich mit Ideen durchgeschlagen haben und wir manche andere durch Pech und Fehler abgesackt sind.

"Die Samenhändlerin" ist ein Buch bei dem man sich als Leser geborgen fühlt. Das Buch ist nicht sehr spannend, aber auch nicht langweilig, es gibt Intrigen und Schicksalsschläge, die nicht übertrieben wirken, es wird Wissen vermittelt ohne trocken zu sein. Das Buch bietet einfache, gute Unterhaltung, es ist ein ruhiges Buch, das ich gerne gelesen habe.

Mittwoch, 5. November 2014

Prix Goncourt 2014 - Lydie Salvayre - Pas pleurer


Lydie Salvayre wurde für ihr Buch "Pas pleurer" mit dem Prix Goncourt 2014 ausgezeichnet.

"Pas pleurer" handelt vom spanischen Bürgerkrieg und wird aus zwei verschiedenen Perspektiven erzählt. Einerseits von Bernanos, der den Terror der Nationalen verurteilt, und andererseits von Montse, Mutter der Autorin, die fast alles Negative des Krieges aus ihrem Gedächtnis gestrichen hat, und für die diese Jahre trotz allem zu der intensivsten Zeit ihres Lebens wurden.


Lydie Salvayre wurde 1948 als Lydie Arjona in Südfrankreich als Kind von spanischen Eltern geboren. Sie ist Kinderpsychologin, lebt in Paris und hat mehr als zwanzig Bücher geschrieben. Ins deutsche übersetzt wurde "Die Macht der Fliegen", "Die Macht der Erinnerung" und "Milas Methode"



Gleichzeitig wurde auch der Gewinner des Prix Renaudot bekannt gegeben. Er geht dieses Jahr an David Foenkinos für sein Buch "Charlotte".

Montag, 3. November 2014

[Challenge] Challenge der Gegenteile 2015

http://katja-welt-book.blogspot.de/p/challenge-der-gegenteile.html

Katja und Bianca laden zu einer Challenge ein. Weitere Informationen gibt es hier.
Andere Challenges findet ihr auf meiner Challenge 2015 Seite

Total  20.3.2015: Grün 9/40 Lila 12/40


Die 40 Aufgaben der grünen Seite:

  1. Ein dickes Buch: Der erste Sohn - Philipp Meyer
  2. Ein dunkles Cover: Wer die Nachtigall stört - Harper Lee
  3. Ein Hardcover
  4. Nicht mehr lebenden Autors: Zeiten des Aufruhrs - Richard Yates
  5. Ein altes Buch (vor 2010)
  6. Protagonisten: Die Herrin des Rings - Dagmar Schnabel
  7. Ein Buch welches in einer fiktiven Welt spielt
  8. Ein Buch mit bösen Fabelwesen (Vampire, Dämonen, etc.)
  9. Autor - Mädchenware
  10. Ein trauriges Buch
  11. Ein Mann auf dem Cover
  12. Schlecht: Eine heitere Wehmut - Amélie Nothomb
  13. Ein Einzelband
  14. Kurzer Titel: Keiko - Jamie Ford
  15. Ein Buch eines Autors /einer Autorin von dem / der du noch nichts gelesen hast
  16. Ein Buch welches du dir gekauft hast
  17. Ein Winterbuch
  18. Internationale Autorin: Donna Leon - Das goldene Ei
  19. Keine Illustrationen
  20. Ein Buch eines unbekannten Autors / unbekannten Autorin (Debüt, Indie, etc.)
  21. Ein Buch mit einem allwissenden Erzählers 
  22. Reihenabschluss
  23. Ein Buch auf Deutsch
  24. Einen Thriller
  25. Ein Buch eines Autors / einer Autorin über 30
  26. Ein Buch welches gezogen hat (über einer Woche)
  27. Ein Buch für Leser über 16 Jahren
  28. Ein Buch, das vom Autor / von der Autorin selbst verlegt wurde
  29. Das erste Mal: Vielen Dank für das Leben - Sibylle Berg
  30. Ein altes Märchen
  31. Ein Buch dessen Verfilmung noch nicht erschienen ist
  32. Ein Buch, das es nur als eBook gibt
  33. Ein Hardcover ohne Schutzumschlag (verloren zählt nicht^^)
  34. Ein Buch mit Cliffhanger
  35. Ein Buch von dem dir abgeraten wurde
  36. Ein Autor der / eine Autorin die unter einem Pseudonym schreibt
  37. Ein gekürztes Hörbuch
  38. Ein Buch mit einem unschönen Cover
  39. Ein Buch welches über ein Jahr auf dem SuB liegt
  40. Ein Buch aus dem Loewe Verlag

Die 40 Aufgaben der lila Seite: 
  1. Dünnes Buch: Glückliche Menschen - Agnès Martin-Lugand
  2. Ein helles Cover
  3. Ein Taschenbuch
  4. Ein Buch einer lebenden Autorin: Dark Canopy - Jennifer Benkau
  5. Ein Buch (2015): Endstation - Sabine Wierlemann
  6. Ein Buch mit einer Protagonistin
  7. Ein Buch, welches in unserer Welt spielt
  8. Ein Buch mit guten Fabelwesen (Feen, Engel etc.)
  9. Autorin: Die Söhne der Wölfin - Tania Kinkel
  10. Lustig: Betamännchen - Weiss/Bonner
  11. Eine Frau auf dem Cover
  12. Ein Buch, das du gut fandst: Das Rosie-Projekt - Graeme Simsion
  13. Ein Buch einer Reihe
  14. Langer Titel: Etta and Otto and Russell and James - Emma Hooper
  15. Ein Buch eines Autors / einer Autorin von dem / der du schon etwas gelesen hast
  16. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast (keine Rezi-Ex)
  17. Ein Sommerbuch
  18. Ein Buch eines deutschen Autors / einer deutschen Autorin
  19. Illustrationen (Manga etc.)
  20. Ein Buch eines bekannten Autors / einer bekannten Autorin
  21. Ein Buch aus der Ich-Perspektive
  22. Reihenanfang
  23. Sprache Soumission - Michel Houellebecq
  24. Ein Liebesroman
  25. Ein Buch eines Autors / einer Autorin unter 30
  26. Ein Buch, welches du schnell gelesen hast (unter einer Woche)
  27. Ein Buch für Leser unter 16 Jahren
  28. Ein Buch aus einem Verlag
  29. Ein Buch, welches du schon einmal gelesen hast
  30. Eine Märchen-Neuauflage / Märchenadaption
  31. Ein Buch, dessen Verfilmung schon erschienen ist
  32. Ein Buch, das es nur als Print gibt
  33. Ein Hardcover mit Schutzumschlag
  34. Ohne Cliffhanger: Der Fälscher - Alex Capus
  35. Empfohlen Splitter im Auge - Norbert Horst
  36. Ein Buch eines/einer AutorIn, der/die unter richtigem Namen schreibt
  37. Ein ungekürztes Hörbuch
  38. Cover Lieber Mr. Salinger - Joanna Rakoff
  39. Kein halbes Jahr: Wo steckst du Bernadette - Maria Semple
  40. Ein Buch aus dem Fischer Verlag


MONTAGSFRAGE // HABT IHR EUCH SCHON MAL VOR EINEM BUCH GEDRÜCKT, OBWOHL IHR ES EIGENTLICH LESEN WOLLTET?


Leider ja.
 "Tausend strahlende Sonnen" habe ich noch nicht gelesen. Es lag immer da, hat mich angestarrt, ich habe es aufgeschlagen und nach ein paar Seiten habe ich es wieder weggelegt. Irgendwann hat das mich so genervt, dass ich es verschenkt habe. Ich hatte eine englische Ausgabe, einmal in diesem Leben werde ich es auf deutsch lesen. Ich habe es noch nicht aufgegeben.

"Le petit prince" wollte ich auch noch lesen, habe es seit Jahren nicht getan.

Und dann gibt es natürlich noch stapelweise Bücher, die mal auf meiner Wunschliste standen und die immer wieder nach hinten geschoben werden, weil sie zu dick sind. Ich mag keine dicken Bücher.(Autoren fasst euch kurz, bitte)


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Samstag, 1. November 2014

Neuerscheinungen November 2004 November 2014

Im November 2014 erscheinen gleich vier Bücher, die ich alle am liebsten sofort lesen würde. Volker Kutscher gehört zu meinen Lieblingsautoren und von Cay Rademacher habe ich auch alle Bücher sehr gerne gelesen. Tödliche Oliven spielt in Luxemburg, das muss ich unbedingt lesen. Camilla Läckbergs letzter Krimi hatte mich zwar enttäuscht, aber so schnell gebe ich nicht auf.

Märzgefallene - Volker Kutscher (Kiepenheuer&Witsch)
Soldatenmorde im Schatten des Reichstagsbrandes: Gereon Rath ermittelt hart am Rande der Legalität
Rosenmontag 1933: Gereon Rath feiert Karneval in Köln, und der Morgen danach beginnt für ihn mit einem heftigen Kater, der falschen Frau im Bett und einem Anruf aus Berlin: Der Reichstag steht in Flammen! Sofortige Urlaubssperre!Seinen neuen Fall aber erbt Gereon Rath von seinem ungeliebten Vorgesetzten Wilhelm Böhm, der sich unter dem neuen Nazi-Polizeipräsidenten ins politische Abseits manövriert hat: Ein Obdachloser ist erstochen am Nollendorfplatz gefunden worden.Dessen Vorgeschichte führt weit zurück in den Krieg, in den März 1917, als deutsche Soldaten während der »Operation Alberich« in Nordfrankreich verbrannte Erde hinterließen. Ungesühnte Morde, unterschlagene Goldbarren einer französischen Bank und ein in eine perfide Sprengfalle geratener Hauptmann münden sechzehn Jahre später in eine Mordserie. Der Schlüssel zu all dem scheint der kurz vor der Veröffentlichung stehende Kriegsroman des Leutnants a.D. Achim Graf von Roddeck zu sein.Rath ermittelt, doch immer wieder funken ihm andere Dinge dazwischen, und da sind die Vorbereitungen für seine Hochzeit mit Charlie Ritter noch das geringste Problem. Er wird in die Kommunistenhatz der Politischen Polizei eingebunden, muss sich mit SA-Hilfspolizisten und dem neuen Polizeipräsidenten herumschlagen und einen Geschäftsfreund des Gangsterbosses Johann Marlow aus den Klauen der SA befreien.Volker Kutscher ist wieder ganz auf der Höhe: atemlose Spannung, ein komplexer Fall, zwischenmenschliche Komplikationen und historische Genauigkeit und Anschaulichkeit.

Der Fälscher - Cay Rademacher (Dumont)
Kommissar Staves dritter Fall Hamburg: Bei einem Routineeinsatz wird Oberinspektor Frank Stave niedergeschossen. Er kommt davon, aber wechselt von der Mordkommission zum Chefamt S, das den Schwarzmarkt bekämpft. Dort wird Stave gleich mit einem rätselhaften Fall konfrontiert: Trümmerfrauen haben in den Ruinen eines Kontorhauses Kunstwerke aus der Weimarer Zeit gefunden – gleich neben einer Leiche, deren Identität der Kollege von der Mordkommission offenbar gar nicht aufklären will. Kurz darauf vertraut ihm Lieutenant MacDonald ein weiteres Problem an: Auf dem Schwarzmarkt sind rätselhafte Geldscheine aufgetaucht, deren Existenz die geheimen Pläne der Alliierten stört. Der Oberinspektor entdeckt bald seltsame Parallelen zwischen den beiden Fällen. Als der Tag X gekommen ist – die Einführung einer neuen Währung, über die schon seit Wochen in der Stadt gemunkelt wird –, scheint Stave kurz vor der Lösung zu stehen. Doch die Wahrheit ist gefährlich, und nicht nur für ihn allein …

Tödliche Oliven - Tom Hillenbrand (KiWi)
»Schlitzohr in Kochschürze – Xavier Kieffer hat es faustdick unter der Kochmütze.« Saarländischer Rundfunk Einmal im Jahr gönnt sich der Koch und Gourmet Xavier Kieffer einen Ausflug nach Italien. Gemeinsam mit seinem Schulfreund, dem Wein- und Ölhändler Alessandro Colao, fährt er in die Toskana, unternimmt Weinproben und fährt einige Tage darauf mit einem Laster voller Wein und Öl zurück nach Luxemburg. Diesmal geht der Trip allerdings gehörig schief. Sein Freund versetzt ihn und Kieffer findet heraus, dass Alessandro bereits Tage zuvor ohne ihn nach Italien aufgebrochen ist – und seither hat niemand etwas von ihm gehört. Der Koch macht sich auf die Suche. Aber statt Alessandro findet er eine verlassene Mühle, Tanks voll seltsam riechenden Olivenöls und bewaffnete Männer, die gerade Öl in einen Lastwagen pumpen. Hat der Ölhändler krumme Geschäfte getätigt? Kann Kieffer seinen Freund finden, bevor es zu spät ist?

Die Engelmacherin - Camilla Läckberg (List)
Im alten Schulhaus auf der Insel Valö wird ein Mordanschlag auf die junge Ebba Stark verübt. Kommissar Patrik Hedström vernimmt die verstörte Frau, die gerade erst nach Fjällbacka zurückgekehrt war, um den tragischen Tod ihres kleinen Sohnes besser zu verkraften. Schriftstellerin Erica Falck, Patriks Frau, vermutet einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf Ebba und der Geschichte ihrer Eltern. Die Elvanders verschwanden Ostern 1974 ohne jede Spur. Sollte dieser ungeklärte Fall der Grund für den Mordversuch gewesen sein?





Vor 10 Jahren kamen diese Bücher neu auf den Markt und wanderten auf meine Wunschliste. Weiter kamen die meisten allerdings nicht. Nur "Die Elfen" habe ich gelesen. "Middlesex" habe ich jetzt aber wieder auf die Wunschliste gepackt, das hört sich immer noch interessant an.


Die Elfen - Bernhard Hennen (Heyne)
Zwei Elfen und ein Barbarenhäuptling ziehen gemeinsam in den Kampf gegen eine dunkle Bedrohung. Eine Bedrohung, die erst durch die unsterbliche Liebe zu einer Elfe Tod und Verderben über die Welt der Menschen brachte und das Schicksal aller Beteiligten für immer verändern wird.











Middlesex - Jeffrey Eugenides (rororo)
In einem kleinasiatischen Bergdorf fängt alles an. Ein junger Mann und eine junge Frau, Bruder und Schwester, fliehen vor den Türken nach Smyrna und, als die Stadt brennt, nach Amerika. Es ist das Jahr 1922. Auf dem Schiff heiraten sie und lassen sich später in der Autostadt Detroit nieder. Niemand ahnt das Geheimnis dieses Paares, doch nach Jahrzehnten hat der Tabubruch der beiden ungeahnte Folgen.





Traumzeit - Barbara Wood (Fischer)
Als die Engländerin Joanna Drury 1871 in Melbourne ankommt, ahnt sie nicht, in welcher Weise sich ihr Schicksal erfüllen wird. Vierzig Jahre zuvor waren ihre Großeltern nach Australien ausgewandert, um mit den Aborigines zu leben – vier Jahre später gab es keine Spur mehr von ihnen. Nur ihre kleine Tochter wurde verstört aufgefunden und nach England zurückgeschickt. Was ist damals passiert? Joanna macht sich auf die Suche nach dem dunklen Familiengeheimnis und trifft auf die große Liebe ...



Die Zwerge - Markus Heitz (Piper)
Sie sind die schlagkräftigsten Helden aus J. R. R. Tolkiens »Herr der Ringe«: Zwerge sind klein, bärtig, und das Axtschwingen scheint ihnen in die Wiege gelegt. Doch wie lebt, denkt und kämpft ein Zwerg wirklich? Dies ist die rasante Geschichte des tapferen Tungdil, der im Kampf gegen Orks, Oger und dunkle Elfen beweist, dass auch die Kleinen Großes leisten können … Nach Stan Nicholls »Die Orks« ist dies der sensationelle Bestseller über ihre ärgsten Feinde – diese Raufbolde sollte man nie zum Spaß reizen!