Sonntag, 31. August 2014

Der Leuchtturmwärter - Camilla Läckberg

Erscheinungsdatum: 4. Januar 2013


http://www.ullsteinbuchverlage.de/nc/buch/details/der-leuchtturmwaerter-9783471350805.html

Über die Autorin

Camilla Läckberg, geb. 1974 in Fjällbacka, ist verheiratet und Mutter zweier Kinder. Nach ihrem Marketingstudium arbeitete sie in der freien Wirtschaft. Heute lebt die Königin des schwedischen Kriminalromans in Stockholm.

Kurze Zusammenfassung

Schriftstellerin Erica Falck hat mit ihren Zwillingen alle Hände voll zu tun, seit ihr Mann Patrik wieder im Polizeidienst ist. Sie findet kaum Zeit für ihre Freundin Annie, die gerade in das idyllische Fischerdorf Fjällbacka zurückgekehrt ist. Annie zieht in den Leuchtturm auf der kleinen Insel vor der Küste. Dort soll es nachts spuken, und dunkle Legenden ranken sich um den Ort. Annie scheint es nicht zu stören, vor allem seit Mats, ihre erste große Liebe, zu ihr zurückgekehrt ist. Doch dann wird Mats brutal ermordet. Patrik beginnt zu ermitteln.

Meine Meinung

Erica ist mit ihren Kindern beschäftigt, Anna liegt nach dem Tod ihres Sohnes im Bett, Nathalie flieht mit ihrem Sohn auf eine Geisterinsel, Melanie flieht ins Ausland, ein Luxushotel steht vor seiner Eröffnung, Paula hat Zoff mit Johanna, Emelie heiratet Karl und Matte wird erschossen.

Mir waren das zu viele verschiedene Stränge, zu viele Personen und zu viel Privatleben. In den ersten Büchern der Autorin beschränkten sich die Schwenks noch auf den Hauptermittler, mittlerweile kommen zusätzlich die Probleme der Schwägerin, seiner Mitarbeiter, seines Chefs und seiner Sekretärin dazu. Privatleben mag ich, so eine geballte Ladung ist schon heftig und wird zur Seifenoper.

Ich habe alle vorherigen Bücher gelesen, so dass ich zu den altbekannten Bewohner aus Fjällbacka nur noch ein paar Neuankömmlinge kennenlernen musste. Für Quereinsteiger stelle ich es mir allerdings zunehmend schwierig vor, den Überblick zu behalten, weil die Autorin etwas mit Hinweisen geizt, wer von den vielen Kindern zum Beispiel von wem ist und wer mit wem zusammenlebt.

Hat man sich an die zahlreichen Menschen und die vielen Perspektivsprünge gewohnt ist das Buch größtenteils spannend. Die Aufklärung ist logisch, allerdings hat die Autorin von den zahlreichen Strängen einige leider nicht aufgelöst, zum Beispiel ein Laptop, auf den man nie den kleinsten Blick wirft.

"Der Leuchtturmwärter" beschreibt die Arbeit eines Zentrum für misshandelte Frauen und ist dadurch der bisher düsterste Kriminalroman von Camilla Läckberg. Nach meinem Empfinden ist es auch der bisher schwächste, weil die Autorin zu viele Themen in ein einziges Buch drücken wollte.


Weitere Bücher von der Autorin

Die Eisprinzessin schläft
Der Prediger von Fjällbacka
Die Töchter der Kälte
Die Totgesagten
Schneesturm und Mandelduft
Engel aus Eis
Meerjungfrau
Die Engelmacherin

Freitag, 29. August 2014

[Kolumne] Meine glücklichen Mitmenschen

Heute morgen, auf der Fahrt zu Supermarkt, als an einer roten Ampel aus dem Nichts heftige Gefechte zwischen meinen Kindern ausbrachen, habe ich an die vielen begeisterten Ferienberichte gedacht. Meine Kollegen und Kolleginnen hatten alle einen tollen Urlaub und das trotz Regen, trotz Stau und trotz Kinder.

Auf mein erstauntes Nachfragen hin, kamen Antworten wie: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Oder im Stau kann man doch wunderbar andere Menschen beobachten und sich im Auto die Zeit mit Singen verbringen. Und Kinder sind eben Kinder. Kein Problem!

Warum bin ich nicht so locker? Meine Kinder nerven. Ehrlich! Vor allem bei Regen und im Stau. Allein die Vorstellung, mit meiner Familie 15 Stunden im Auto nach Italien zu fahren, beschert mir Alpträume und nach einem Campingurlaub im strömenden Regen würde ich dringend psychiatrische Behandlung brauchen.

Etwas niedergeschlagen hat mich die Erkenntnis, dass anscheinend ich die Einzige war, die immer etwas zu meckern hat. Letztes Jahr im All-Inclusive Urlaub mussten wir die Kellner förmlich auf den Knien anbetteln, um etwas zu Trinken zu bekommen, was dann meist eine halbe Stunden nach dem Essen eintraf. Und um Punkt acht Uhr klatschte der Oberkellner in die Hände und in Sekundenschnelle erschienen wie durch ein Wunder unzählige Helfer, die alles Essbare vom Buffet verschwinden ließen. Passieren solche Sachen nur uns?

Ein Besuch bei meiner Oma und ein Blick auf ihren Kalenderspruch des Monats lüfteten schließlich das Geheimnis:
Man will nicht nur glücklich sein, sondern glücklicher als die anderen. Das ist deshalb so schwer, weil wir die anderen für glücklicher halten, als sie sind. (Charles de Montesquieu)

Da passt natürlich kein misslungener Urlaub, der die Idylle des perfekten Glücks stört. Gut zu wissen! Nächstes Jahr fahren wir auch wieder in Urlaub. Und ich werde danach alle mit meinen schlechten Erlebnissen beglücken. Ich freue mich drauf.

Donnerstag, 28. August 2014

Naschmarkt - Anna Koschka

Erscheinungsdatum: 3. August 2012

http://www.droemer-knaur.de/buch/7773014/naschmarkt

Über die Autorin

Anna Koschka ist das Pseudonym der Wiener Autorin Claudia Toman. 1978 geboren, lebt sie zusammen mit Katze, MacBook und hunderten geliebten Büchern in der Nähe des Wiener Naschmarktes. Sie arbeitet als Schriftstellerin, Theatermacherin und Museumsguide und schreibt bereits am nächsten Roman um die liebenswerten Heldinnen des Mauerblümchenclubs.

Kurze Zusammenfassung

Dotti Wilcek hat der Männerwelt abgeschworen. Endgültig! Wer könnte weniger geeignet sein, eine Internetdatingagentur zu testen? Doch Dottis bissiger Blog über Männer, Mauerblümchen und Flirten für Anfänger spricht einer ganzen Generation von netzgeplagten Singles aus dem Herzen …

Meine Meinung

Naschmarkt ist das erste Buch, das ich lese und in die Kategorie "Chicklit mit Niveau" einordnen würde. Das Buch hat alles, was ich mir wünschen könnte und doch konnte es mich nie fesseln. Irgendetwas hat gefehlt, um mich richtig zu packen. Vielleicht mochte ich die Blogeinträge zu sehr, zu der die Journalistin für einige Zeit gezwungen wurde. Ich habe nämlich dauernd auf diese Einträge gewartet und den Rest nur als zu überbrückendes Zwischendurch angesehen. Gefallen hat mir auch die Schnitzeljagd, die ich mir allerdings etwas früher und intensiver gewünscht hätte. Twitter hingegen kann ich nicht ausstehen. Das liest sich schlecht und holperig, durch die vielen @Zeichen und die Zeitangaben. Das Geheimnis von Frau Loos wird auch immer wieder eingeblendet, um dann wieder im Hintergrund zu verschwinden, ohne dass neue Informationen hinzukämen.

Trotz der Kritiken ist das Buch durchaus lesenswert und hebt sich angenehm von einem Großteil der Chicklit Bücher ab. Ich empfehle, das Buch einfach selbst zu lesen und eine eigene Meinung zu bilden. Das Buch ist nicht schlecht, nur nicht das richtige Buch zur richtigen Zeit für mich.


Seite 99

Um die Qualität eines Romans zu beurteilen muss man nur die Seite 99 lesen. Naschmarkt hat 448 Seiten, also müsste die Seite 99 bei 22% liegen.
Die Hauptperson scheint gerade in einem Lokal vor einem Date zu flüchten, als sie neben sich eine ihr bekannte Stimme hört.
Ich musste mich zusammenreißen um nicht etwas vor und zurückzublättern um zu erfahren, was genau los ist.
So neugierig, wie mich die Seite 99 auch gemacht hat, vollkommen eingehalten wurde das Versprechen leider nicht.

Wieso Seite 99?

Mittwoch, 27. August 2014

[Leseort] Ritterspielplatz


Während dieser Sommerferien ist mein liebster Leseort dieser Ritterspielplatz. Der Spielplatz befindet sich in Luxemburg-Belair, rue Charlemagne.
Liebevolle Details
Gefängnis mit grimmigen Wärtern
Die Wohnung
Ritterburg




Die Küche






Montag, 25. August 2014

MONTAGSFRAGE // DAS ABGEFAHRENSTE BUCH, DAS DU JE GELESEN HAST


Ich habe leider keine Liste von allen Büchern, die ich je gelesen haben und außerdem ein äußerst schlechtes Gedächtnis. Das abgefahrenste Buch, das mir einfällt ist von Mohsin Hamid: So wirst du stinkreich im boomenden Asien. Während dem Lesen habe ich die Phantasie des Autors immer wieder bewundert. Ein anderes abgefahrene Buch ist von Pierre Lemaitre: Au revoir là-haut (Wir sehen uns dort oben). Es kommt allerdings erst im Oktober auf deutsch heraus.


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Sonntag, 24. August 2014

Si un jour la vie t'arrache à moi - Thierry Cohen

Erscheinungsdatum: 2. Mai 2013 (frz)


Über Thierry Cohen

Thierry Cohen ist Leiter einer Werbeagentur. Er lebt mit seiner Frau und drei Kindern in Lyon.

Meine Meinung

Gabriel, Einzelkind von reichen Eltern hat sein Studium mit Erfolg abgeschlossen, arbeitet hart und tut alles um seinem Vater zu gefallen. Doch dann trifft er auf Clara, Tänzerin und verliebt sich in sie ohne seinen Vater um Erlaubnis zu fragen!
Im ersten Teil, vor dem Unfall, werden Clara und Gabriel vorgestellt und man erfährt was sie denken und wie sie sich kennen lernen. Die beiden sind sehr sympathisch und als Leser fiebert man deswegen umso mehr mit. Der zweite Teil der Geschichte ist dramatischer. Gabriel muss Clara retten und das unter sehr schwierigen Bedingungen.

Thierry Cohen schreibt spannend:  Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen und habe erst das Licht ausgemacht, als ich wusste, wie es Clara und Gabriel ergangen ist. Thierry Cohen schreibt vor allem sehr romantisch, manchmal etwas kitschig, aber wenn zwei Menschen sich so intensiv lieben wie Gabriel und Clara, dann hat der Autor keine andere Wahl.

Realistisch ist das Buch nicht. Es kommen übernatürliche, unerklärliche Ereignisse vor, die aber passend in die Geschichte eingebaut sind und nicht stören. Mich haben diese Elemente an manche Bücher von Guillaume Musso und Marc Levy erinnert.

Si un jour la vie t'arrache à moi ist eine wunderbare Liebesgeschichte, extrem traurig doch voller Hoffnung, immer wieder überraschend und unvorhersehbar. Ein Coup de Coeur!



Seite 99

Zwei extrem angespannte Typen die sich nicht ausstehen können, eine Geldübergabe für irgendetwas, das am nächsten Wochenende stattfinden soll.
Das klingt nach Spannung, allerdings tappe ich komplett im Dunkeln und habe keine Ahnung, was das mit dem Klappentext zu tun haben kann.
Fazit nach dem Lesen: Das Buch hat mir deutlich besser gefallen als die Seite 99

Wieso Seite 99?

Donnerstag, 21. August 2014

Der Liebe eine Stimme geben - Lisa Genova

Erscheinungsdatum: 22. November 2013

http://www.luebbe.de/Buecher/Frauen/Details/Id/978-3-7857-6099-4

Über die Autorin

Nach ihrem Psychologiestudium hat Lisa Genova an der Universität Harvard in Neurowissenschaft promoviert. Ihr Debütroman, "Mein Leben ohne Gestern", zunächst im Eigenverlag veröffentlicht, hat sich inzwischen zu einem internationalen Bestseller entwickelt, stand lange auf der New-York-Times-Bestsellerliste und wurde von Lesern und Rezensenten begeistert aufgenommen.

Kurze Zusammenfassung

Die meisten Menschen lieben mit einem vorsichtigen Herzen - nur, wenn bestimmte Dinge passieren oder nicht passieren, nur bis zu einem gewissen Grad. Wenn der Mensch, den wir lieben, uns verletzt, uns im Stich lässt, uns enttäuscht, wenn dieser Mensch schwer zu lieben wird, dann hören wir oft auf zu lieben. Wir schützen unser empfindliches Herz. In DER LIEBE EINE STIMME GEBEN erzählt Bestsellerautorin Lisa Genova die berührende Geschichte einer Freundschaft zweier Frauen, in der ein außergewöhnlicher kleiner Junge eine ganz besondere Rolle spielt.

Meine Meinung


Olivia zieht auf die Insel Nantucket, um mit ihrer Trauer fertig zu werden, nachdem ihr Sohn Anthony gestorben ist. Beth lebt seit Ewigkeiten auf Nantucket. Durch einen Kartengruß findet Beth heraus, dass ihr Mann sie betrügt, wirft ihn raus und beginnt ihr Leben neu zu ordnen.

Leider bin ich mit großen Erwartungen und falschen Vorstellungen an dieses Buch herangegangen. Ich hatte ein Buch erwartet, das hauptsächlich um Autismus handelt, um die nicht erwiderte Liebe in Bezug auf den kleinen autistischen Jungen. Ich wollte nichts über einsame Hausfrauen, banales Fremdgehen oder Paartherapie lesen.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, flüssig und angenehm zu lesen. Aber von einer Neurowissenschaftlerin als Autorin erwarte ich mehr als nur gute Unterhaltung. Ich wollte etwas über Autismus erfahren, viel mehr Kapitel aus der Sicht des kleinen Anthony lesen, mehr über ihn als Baby erfahren, mehr darüber wie er denkt und fühlt, mehr was er will und wie er die Welt sieht.

Beth Buchinspiration fand ich merkwürdig. Warum hat Lisa Genova nicht einfach Olivia das Buch schreiben lassen? Dann hätte sie überhaupt keine übersinnlichen Fähigkeiten einbauen müssen.

Nach meiner Begeisterung über die beiden ersten Bücher der Autorin ist dieses Buch leider eine Enttäuschung. Es ist mit Abstand das schwächste Buch der Autorin. Schade!



Weitere Bücher von der Autorin

Mein Leben ohne gestern
Mehr als nur ein halbes Leben

Mittwoch, 20. August 2014

[Frankreich] Rentrée Littéraire 2014

In Frankreich erscheint ein großer Teil der Neuerscheinungen zwischen dem 21. August und dem 31. Oktober. Dieses Jahr sind das 607 Bücher, davon 404 französische Bücher und 203 übersetzte Bücher. 75 Bücher sind das erste Buch des Autoren.
Ziel der Verlage ist es, ihre Bücher durch Leserempfehlungen vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft  gut zu positionnieren und wenn möglich einen der vielen Literaturpreise zu erhalten, die fast alle im Spätherbst verliehen werden. Vor allem ein Prix Goncourt lässt die Verkaufszahlen in die Höhe schnellen, aber auch die anderen (Prix Femina, Renaudot, Médicis, Grand Prix du Roman, Interallié) Literaturpreise sind begehrt.

Um meinen Blick über den Tellerrand etwas auszudehnen, habe ich beschlossen, dieses Jahr bei der "1% Challenge" mitzulesen. Ziel ist es, zwischen August 2014 und Juli 2015 mindestens 1% der Neuerscheinungen zu lesen, also dieses Jahr 6 Stück. Ich freue mich und bin gespannt, welche Bücher mich erwarten. Wer sich gerne anschließen möchte ist hier das ganze Jahr über willkommen:
http://delivrer-des-livres.fr/challenge-rentree-litteraire-2014/


Montag, 18. August 2014

MONTAGSFRAGE // WAS WÄRE DEIN TRAUMJOB, WENN DU IRGENDWAS MIT BÜCHERN MACHEN KÖNNTEST?


Verlegerin: Nein! Ich stelle mir darunter eher eine administrative Arbeit vor, die nicht viel mit den Büchern selbst zu tun hat.
Lektorin: Nein! Ich will keinen Stapel voller langweiliger, schlechtgeschriebener Romane anlesen, um die eine Perle zufinden, die mir und den Lesern Spaß macht. Diese müsste ich dann auch noch korrigieren. (Ich kann alles zig Mal lesen, wenn ein Fehler nicht rot unterstrichen ist, dann sehe ich ihn nicht!) Ich bin allen Lektoren dankbar, die mir diese Aufgaben abnehmen!
Autorin: Jein! Es macht Freude, Bücher zu schreiben, unerwartete Wendungen einzubauen, Frechheiten in Dialoge einzufügen, Personen genau das machen zu lassen, was der Leser nicht erwartet oder woran er bestenfalls nicht einmal gedacht hätte. Aber der Rest, die zig Korrekturen danach und das immer wieder überlesen, ob alles zusammenpasst, wenn man den Text schon auswendig kennt, das umschreiben, das dann wieder Probleme an anderen Stellen bringt und bei dem sich wieder Fehler einschleichen, das ist nur noch Arbeit. Von der Bezahlung will ich gar nicht reden, vom Verlag auch nicht und schon gar nicht von den Lesungen.
Buchhändlerin: Ja! Den ganzen Tag über die schönsten Bücher sehen, einräumen, den Kunden ans Herz legen und verkaufen hört sich traumhaft an. Abends und in den Pausen dürfte ich in einem Haufen Rezensionsexemplaren lesen, in Katalogen stöbern und kistenweise Bücher bestellen. Ich weiss, ich träume, aber nach einem Traumjob wurde gefragt. Deshalb darf ich!
Buchbloggerin: Ja! Genau die Bücher lesen, die ICH will, darüber schreiben, was ICH will. Was will ich mehr?


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Sonntag, 17. August 2014

Le grand Coeur - Jean-Christophe Rufin

Erscheinungsdatum: 2. Januar 2014 (frz)


Über Jean-Christophe Rufin

Jean-Christophe Rufin, 1952 in Bourges geboren, studierte Medizin und Politik, war Vize--Präsident von »Ärzte ohne -Grenzen«, Berater im französischen Verteidigungsministerium und beim Roten Kreuz. 1997 veröffentlichte er seinen ersten Roman, der sich mehr als 300.000 Mal verkaufte und in 19 Sprachen übersetzt wurde. 2001 gewann er den Prix Goncourt. Er arbeitete immer als Entwicklungshelfer und engagiert sich gegen Antisemitismus und Rassismus. 2007 wurde er französischer Botschafter in Senegal.

Meine Meinung

Jacques Coeur, Sohn eines Kürschners, schafft es durch geschickten Handel und neue Ideen zum reichsten Mann Frankreichs und zum Vertrauten des Königs zu werden. Er reist gerne und viel. Seine Aufenthalte im Orient, in Florenz und auch in Paris werden so genau dargestellt, als hätte der Autor es selbst erlebt. Dies wird durch die Ich-Erzählung noch verstärkt. Die Veränderungen in dieser Epoche sind groß, von einem Land, das von Kriegen zermürbt ist, wandelt es sich in ein friedliches Land. Die Menschen wollen Luxus und für Jacques Coeur ist es fast schon eine Obsession, alles perfekt zu organisieren und den Handel in Schwung zu bringen.

Jacques Coeur wird ausschließlich positiv dargestellt und war mir das ganze Buch über sympathisch. Er lässt seine Frau zwar alleine, schickt ihr aber immer wieder Geld und hat ein schlechtes Gewissen. Auch seine Kindern gegenüber, die er nicht kennt, hat er immer wieder Gewissensbisse, aber es wird so dargestellt, als ob er nicht anders handeln konnte. Mehrmals habe ich mich gefragt, ob er wirklich so ein guter Mann war, oder ob das vom Autor absichtlich etwas verzerrt wurde, um ein gutes Licht auf den Mann zu werfen.

Jacques Coeur wollte seinen Reichtum nicht zur Schau tragen. Er reiste immer wieder ohne sich zu erkennen zu geben und war auch in bescheidenen Herbergen zufrieden. Seiner Ehefrau zu liebe baute er jedoch einen Palast in seiner Heimatstadt Bourges.


http://fr.m.wikipedia.org/wiki/Palais_Jacques-Cœur

"Le grand Coeur" ist in einem eleganten, angenehm zu lesenden Stil geschrieben.
Es ist eher eine Biographie, eine Erzählung des Lebens von Jacques Coeur als ein Roman, deshalb hat das Buch keinen Spannungsbogen. Bis zur Hälfte des Buches habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Danach kam leider Langeweile auf.  Das Buch hat sich in die Länge gezogen und die vielen detaillierten Beschreibungen, die ich anfangs bewundert habe, wurden mir zu viel. Glücklicherweise für mich als Leser, wurde das Leben von Jacques Coeur danach wieder aufregender, für ihn war das nicht so positiv.
Auf jeden Fall bin ich froh, dieses Buch gelesen zu haben. Es gibt einen sehr interessanten Einblick in die französische Geschichte und in die damalige politische Situation und ist außerdem in einem wunderbaren Sprachstil geschrieben.

Donnerstag, 14. August 2014

Ein Jahr in Singapur - Nicola Kaulich-Stollfuß

Erscheinungsdatum: 12. Februar 2013


Über die Autorin

Nicola Kaulich-Stollfuß, geboren 1969, studierte an der Freien Universität Berlin, verbrachte mehrere Auslandssemester in Spanien und begann 1998 die Lehrtätigkeit an der Sankt Paulus Schule in Berlin-Moabit. Im Februar 2010 zog sie nach Singapur.

Kurze Zusammenfassung

Ein Jahr in Singapur, kann das gut gehen? - Von der Wohnungssuche zwischen Hochhausbaustellen und der Kontrolle malariaverseuchter Blumentöpfe über Fußmassagen im Tempel, Vogelgesangswettbewerbe und Begegnungen mit Krokodilen in Stadtrandsümpfen. - Kein Hindernis, in dieser faszinierenden Multikulti-Gesellschaft anzukommen.

Meine Meinung

"Ein Jahr in Singapur" hat mich angenehm überrascht, weil ich so viel neues über das Leben in dieser Stadt gelernt habe. Die Autorin geht anfangs nicht arbeiten und hat genügend Zeit, sich um ihre neue Stadt und deren Gebräuche und Eigenarten zu kümmern.

Die Autorin hat sich Mühe gemacht, nicht nur ihr Leben zu erzählen, sondern alle möglichen Themen abzudecken. Von den verschiedenen Wohnungen, die sie bei ihrer Ankunft besichtigten, über das Leben der "Expats"-Frauen und Kindern, den Religionen in Singapur, den vielen Ausflügen, die sie mit ihrem Mann macht, dem Verkehr, den Shoppingmöglichkeiten über das Essen bis zu den Festen deckt sie alles ab. In Singapur muss man zum Beispiel eine Fahrerlaubnis kaufen um die Straßen benutzen zu dürfen, die so teuer ist, wie ein Kleinwagen und trotzdem von vielen Reichen gekauft wird. Oder "Expats" stellen Kindermädchen oder Haushälterinnen ein, die sie in einer Art fensterlosen Vorratskammer
schlafen und wohnen lassen. Ich kann habe es genossen, so viel Neues und Unbekanntes zu erfahren.

Erstaunt hat mich der rote Regenschirm. Die Autorin langweilt sich. Sie hat nichts zu tun, außer shoppen und am Pool liegen. Um dieser Langeweile ein Ende zu setzen, lässt ihr Mann seinen Regenschirm am Ende der Stadt liegen, und die Autorin beschafft ihn, mit Fahrrad bei über 30 Grad Hitze, wieder zurück. Glücklicherweise kam sie ein paar Seiten später auf die gute Idee, sich einen Job zu suchen, die dem Leser dann wieder ein paar interessante Einblick mehr erlauben.

Das Buch ist in einem flüssigen und angenehmen Stil geschrieben. Mir hat dieses Buch der "Ein Jahr in... "-Reihe bis jetzt am allerbesten gefallen. Die angesprochenen Themen sind breitgefächert und zeigen, wie das Leben als Ausländer in Singapur höchstwahrscheinlich verlaufen würde.



Mittwoch, 13. August 2014

Prix Goncourt 2014 (1)

Der Prix Goncourt ist ein französischer Literaturpreis, der nach dem Testament von Edmond Goncourt im Jahre 1896 gegründet wurde. Es ist der älteste und glamouröste Literaturpreis Frankreichs. 1902 wurde die Académie Goncourt ins Leben gerufen und seit Dezember 1903 wird der Prix Goncourt jedes Jahr verliehen.
Nach drei Vorentscheidungen aus Büchern des laufenden Jahres entscheiden die Mitglieder über der Académie Goncourt über den Preisträger. Der Literaturpreis ist nur mit symbolischen 10 Euro dotiert, weil die Stiftungssumme durch verschiedene Geldabwertungen drastisch an Wert verloren hat. Trotzdem ist der Gewinn des Prix Goncourt äußerst begehrt, kann der Verlag des Preisträgers doch mit einem Absatz von 3 Millionen Euro in den ersten 8 Wochen nach Bekanntmachung des Gewinners rechnen.

Die Académie Goncourt besteht aus zehn Schriftstellern und trifft sich regelmäßig im ersten Stockwerk des Restaurant Drouant in Paris, wo jedes Mitglied auf Lebenszeit seinen festen Platz einnimmt. Scheidet ein Mitglied aus, bestimmen die übrigen neun Mitglieder, welcher Schriftsteller oder welche Schriftstellerin in Zukunft seinen Platz einnehmen wird. Die Mitglieder der Académie Goncourt arbeiten auf freiwilliger Basis, ohne Gehalt. Die einzige bezahlte Angestellte ist eine Sekretärin, die unter anderem für die Verteilung der Bücher an die Mitglieder zuständig ist.

Neben dem Prix Goncourt vergibt die Académie Goncourt den Goncourt de la Nouvelle, de la Poésie, de la Biographie und den Goncourt du Premier Roman. 1988 wurde der Prix Goncourt des Lycéens zusammen mit der Fnac gegründet, der es Schülern erlaubt, unter den vorgeschlagenen Büchern ihren Goncourt auszuwählen.


Prix Goncourt 2014
  • Première Sélection: 4. September 2014
  • Deuxième Sélection: 7. Oktober 2014
  • Troisième Sélection: 28. Oktober 2014
  • Prix Goncourt: 5. November 2014

Liste der Preisträger

2013 Pierre Lemaitre - Au revoir là-haut - Wir sehen uns dort oben
2012 Jérôme Ferrari - Le Sermon sur la chute de Rome - Predigt auf den Untergang Roms
2011 Alexis Jenni - L’Art français de la guerre - Die französische Kunst des Krieges
2010 Michel Houellebecq - La Carte et le territoire - Karte und Gebiet



2009 Marie NDiaye - Trois femmes puissantes - Drei starke Frauen
2008 Atiq Rahimi Syngué Sabour - Pierre de patience - Stein der Geduld
2007 Gilles Leroy - Alabama Song - Alabama Song
2006 Jonathan Littell - Les Bienveillantes - Die Wohlgesinnten
2005 François Weyergans - Trois jours chez ma mère - Drei Tage bei meiner Mutter
2004 Laurent Gaudé - Le Soleil des Scorta - Die Sonne der Scorta
2003 Jacques-Pierre Amette - La Maîtresse de Brecht
2002 Pascal Quignard - Les Ombres errantes
2001 Jean-Christophe Rufin - Rouge Brésil
2000 Jean-Jacques Schuhl - Ingrid Caven - Ingrid Caven
1999 Jean Echenoz - Je m’en vais - Ich gehe jetzt
1998 Paule Constant - Confidence pour confidence - Vertrauen gegen Vertrauen



1997 Patrick Rambaud - La Bataille - Die Schlacht
1996 Pascale Roze - Le Chasseur zéro - Das Geräusch
1995 Andrei Makine - Le Testament français - Das französische Testament
1994 Didier van Cauwelaert - Un Aller simple - Das Findelkind
1993 Amin Maalouf - Le Rocher de Tanios - Die Felsen des Tanios
1992 Patrick Chamoiseau - Texaco - Texaco
1991 Pierre Combescot - Les Filles du Calvaire
1990 Jean Rouaud - Les Champs d’honneur - Die Felder der Ehre
1989 Jean Vautrin - Un grand pas vers le bon Dieu - Das Herz spielt Blues
1988 Érik Orsenna - L’Exposition coloniale - Gabriel II oder Was kostet die Welt
1987 Tahar Ben Jelloun - La Nuit sacrée - Die Nacht der Unschuld
1986 Michel Host - Valet de nuit



1985 Yann Queffélec - Les Noces Barbares - Barbarische Hochzeit
1984 Marguerite Duras - L’Amant - Der Liebhaber
1983 Frédérick Tristan (Jean-Paul Baron) - Les Égarés
1982 Dominique Fernandez - Dans la main de l’ange - In der Hand des Engels
1981 Lucien Bodard - Anne Marie
1980 Yves Navarre - Le Jardin d’acclimatation - Vorbeugender Eingriff
1979 Antonine Maillet - Pélagie la charrette - Mit der Hälfte des Herzens
1978 Patrick Modiano - Rue des boutiques obscures - Die Gasse der dunklen Läden
1977 Didier Decoin - John l’enfer - Fenster zur Hölle
1976 Patrick Grainville - Les Flamboyants
1975 Romain Gary (Émile Ajar) - La Vie devant soi - Du hast das Leben noch vor dir
1974 Pascal Lainé - La Dentellière - Die Spitzenklöpplerin



1973 Jacques Chessex - L’Ogre - Der Kinderfresser
1972 Jean Carrière - L’Epervier de Maheux - Der Sperber von Maheux
1971 Jacques Laurent - Les Bêtises
1970 Michel Tournier - Le roi des aulnes - Der Erlkönig
1969 Félicien Marceau - Creezy - Creezy
1968 Bernard Clavel - Les fruits de l’hiver - Früchte des Winters
1967 André Pieyre de Mandiargues - La marge - Der Rand
1966 Edmonde Charles-Roux - Oublier Palerme - Palermo vergessen
1965 Jacques Borel - L’adoration - Die Anbetung
1964 Georges Conchon - L’État sauvage - Wilde Zustände
1963 Armand Lanoux - Quand la mer se retire - Wenn das Meer zurückweicht
1962 Anna Langfus - Les bagages de sable - Gepäck aus Sand
1961 Jean Cau - La pitié de Dieu - Das Erbarmen Gottes
1960 Vintila Horia - Dieu est né en exil - Gott ist im Exil geboren
1959 André Schwarz-Bart - Le dernier des justes - Der Letzte der Gerechten
1958 Francis Walder - Saint Germain ou la négociation - Der Unterhändler
1957 Roger Vailland - La loi - Das Gesetz
1956 Romain Gary - Les racines du ciel - Die Wurzeln des Himmels
1955 Roger Ikor - Les eaux mêlées
1954 Simone de Beauvoir - Les Mandarins - Die Mandarins von Paris
1953 Pierre Gascar - Les bêtes - Die Tiere
1952 Béatrix Beck Léon Morin - Prêtre
1951 Louis Poirier (Julien Gracq) Le Rivage des Syrtes - Das Ufer der Syrten Preis abgelehnt
1949 Robert Merle - Week-end à Zuydcoote - Wochenend in Zuidcoote
1948 Maurice Druon - Les grandes familles - Die großen Familien
1947 Jean-Louis Curtis - Les forêts de la nuit - Labyrinthe der Nacht
1946 Jean-Jacques Gautier - Histoire d’un fait divers
1945 Jean-Louis Bory - Mon village a l’heure allemande
1944 Elsa Triolet - Le premier accroc coûte 200 Francs - Das Ende hat seinen Preis
1943 Marius Grout - Passage de l’Homme
1942 Bernard Marc - Pareil á des enfants
1941 Henri Pourrat - Le vent de mars
1940 Francis Ambrière - Les grandes vacances
1939 Philippe Heriat - Les enfants gâtés - Agnes Boussardel
1938 Henri Troyat - L’Araigne - Die Giftspinne
1937 Charles Plisnier - Faux Passeports - Falsche Pässe
1936 Maxence Van der Meersch - L’Empreinte de Dieu - Sein Vermächtnis
1935 Joseph Peyre - Sang et Lumières
1934 Roger Vercel - Capitaine Conan - Capitaine Conan
1933 André Malraux - La condition humaine - So lebt der Mensch
1932 Guy Mazeline - Les Loups
1931 Jean Fayard - Mal d’amour - Liebesleid
1930 Henri Fauconnier - Malaisie - Das Palmenhaus
1929 Marcel Arland - L’ordre - Das Gesetz der Ordnung
1928 Maurice Constantin Weyer - Un homme se penche sur son passé - ... ein Blick zurück und dann ...
1927 Maurice Bedel - Jérôme 60° latitude nord - Jérôme liebt auf 60_347 nördlicher Breite
1926 Henri Deberly - Le supplice de Phèdre
1925 Maurice Genevoix - Raboliot
1924 Thierry Sandre - Le Chèvrefeuille (Le purgatoire, chapitre XIII)
1923 Lucien Fabre - Rabevel ou Le mal des ardents
1922 Henri Béraud - Le vitriol de la lune - Le martyre de l’obèse
1921 René Maran - Batouala - Batouala
1920 Ernest Pérochon - Nêne - Magdalene: Geschichte eines einfachen Herzens
1919 Marcel Proust - À l’ombre des jeunes filles en fleurs - Im Schatten junger Mädchenblüte
1918 Georges Duhamel - Civilisation
1917 Henri Malherbe - La flamme au poing
1916 Henri Barbusse - Le Feu - Das Feuer
1915 René Benjamin - Gaspard
1914 Adrien Bertrand - L’appel du sol
1913 Marc Elder - Le peuple de la mer
1912 André Savignon - Les filles de la pluie
1911 Alphonse de Châteaubriant - Monsieur des Lourdines - Herr von Lourdines
1910 Louis Pergaud - De Goupil à Margot
1909 Marius-Ary - Leblond En France
1908 Francis de Miomandre - Écrit sur de l’eau...
1907 Émile Moselly - Le Rouet d’ivoire
1906 Jérôme und Jean Tharaud - Dingley, l’illustre écrivain
1905 Claude Farrère - Les Civilisés - Kulturmenschen
1904 Léon Frapié - La Maternelle - Kinderschulgeschichten
1903 John-Antoine - Nau Force ennemie

Offizielle Seite: http://www.academie-goncourt.fr/?

Montag, 11. August 2014

MONTAGSFRAGE // WAS HÄLTST DU VON LITERARISCHEN TATTOOS?


Trotz bestem Willen und größter Anstrengung Tatoos positiv zu sehen, bleibt immer noch das Problem der Zeit. Mit 5 liebte ich Bambi, mit 10 mochte ich die Fünf Freunde, mit 20 Calvin and Hobbes und mit 30 hätte ich wahrscheinlich ein Zitat gewählt. Keine Ahnung, was ich mit 40, 50, 60 ... schön finde. Wahrscheinlich bin ich mit 60 Jahren genauso froh, dass ich auf Calvin and Hobbes verzichtet habe, wie ich jetzt erleichtert bin, kein Bambi am Hals zu haben.
Tatoos und ich, wir sind einfach zu verschieden. Ich liebe Abwechslung viel zu sehr, um mich jemals auf ein Tatoo festzulegen.


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Sonntag, 10. August 2014

[Kinobesuch] Lucy


Regie: Luc Besson
Stars: Scarlett Johansson, Morgan Freeman
Genre: Science-Fiction und Action

Der Mensch benutzt nur 10% seiner Gehirnfähigkeiten. Seit Jahren versucht Samuel Norman herauszufinden, was passiert, wenn ein Mensch fähig wäre, 20% zu benutzen. Oder noch mehr.
Lucy macht Party und hat dabei einen Kriminellen kennengelernt für den sie bloß einen Koffer abgeben soll. Dabei geht einiges schief und es gelangen Unmengen von einer neuen Droge in ihrem Körper. Ihre Fähigkeiten erweitern sich von Stunde zu Stunde. Sie kann sich an alles erinnern, selbst an den Geschmack der Muttermilch und an jeden einzelnen Kuss, den sie von ihren Eltern je bekommen hat. Sie spürt, wie die Erde sich dreht, wie das Blut in ihrem eigenen Körper fließt und entwickelt Stunde um Stunde mehr außergewöhnliche Fähigkeiten.

"Lucy" ist eine originelle Geschichte, die noch nicht zig mal in verschiedensten Versionen durchgekaut wurde. Dem Thema nach hätte "Lucy" ein philosophischer und nachdenkliche stimmender Film werden können, aber er bleibt ziemlich oberflächlich, von Glaubhaftigkeit wollen wir erst gar nicht reden.(Pseudo)Wissenschaftliches wird kurz angekratzt um die nachfolgenden, spannenden Szenen zu erklären und den Actionszenen einen Grund zu geben.

Dabei wird vor allem das Auge verwöhnt. Die Simulationen des menschlichen Innenlebens sind ein Genuss, die Verfolgungsjagden anders und Scarlett Johansson sieht nicht nur atemberaubend aus, sie spielt auch noch wunderbar. Für die Rolle von Lucy hätte Luc Besson keine bessere Schauspielerin finden können. Auch an der Leistung der anderen Schauspieler ist nichts anzusetzen.

"Lucy" ist ein guter Action-Film, der ganz viel Spaß macht!

Trailer Lucy:
https://www.youtube.com/watch?v=MVt32qoyhi0

Weitere Informationen auf imdb.com
http://www.imdb.com/title/tt2872732/?ref_=fn_al_tt_1


(Ich weiß nicht, welche Bilder ich benutzen darf und welche nicht, deshalb beschränke ich mich auf eine Filmbewertung und verzichte ganz auf Bilder.)

Samstag, 9. August 2014

Die Unbekannte - Peter Swanson

Erscheinungsdatum: 28. Juli 2014

http://www.randomhouse.de/Paperback/Die-Unbekannte-Thriller/Peter-Swanson/e433937.rhd

Über Peter Swanson

Peter Swanson hat bereits in zahlreichen namhaften Magazinen wie The Atlantic Kurzgeschichten und Gedichte veröffentlicht. Er hält Abschlüsse in kreativem Schreiben, Pädagogik und Literatur. Peter Swanson lebt mit seiner Ehefrau in Somerville, Massachusetts. Die Unbekannte ist sein Debütroman.

Kurze Zusammenfassung

George Foss hatte nicht gedacht, dass er sie jemals wiedersehen würde, bis er Liana eines Nachts in seiner Lieblingsbar in Boston erblickt. Er weiß nur zu gut, dass er sich von ihr fernhalten sollte, doch seit zwanzig Jahren kann er diese Frau nicht vergessen. Und nun ist sie zurückgekommen, um George um einen Gefallen zu bitten, der ihn in große Gefahr bringen wird. Trotzdem willigt er ein, ihr zu helfen, denn Liana ist die Einzige, die er jemals wirklich geliebt hat. Drei Menschen werden sterben, ein Vermögen in Diamanten wird verschwinden, und es ist kaum vorstellbar, dass George all das überleben könnte …

Zwanzig Jahre lang hat er auf sie gewartet. Jetzt wünscht er sich, er wäre ihr nie begegnet.


Meine Meinung

George und Liana waren das angesagte Paar während eines Semesters, bis Liana Selbstmord begang. George kam nie über diese erste Liebe hinweg. Doch nach zwanzig Jahren taucht Liana unerwartet wieder in einer Bar auf und bittet George ihr einen Gefallen zu tun und sie aus einer Lebensgefahr zu retten.

Es ist mir schwergefallen, in dieses Buch hineinzufinden. George scheint immer noch die Willensstärke eines Schuljungen gegenüber der Frau zu haben. Liana hat mich auch genervt, weil sie diese alte Liebe so hemmungslos auszunutzen weiss und auch sonst im Leben nie Skrupel hat. Mir war das Ganze viel zu schwarz-weiß, Liane ist so gut wie immer böse und manipulativ, George fällt genauso regelmäßig darauf herein. Es ist ihm eigentlich auch egal, denn selbst wenn er weiss, dass Liane gefährlich ist, sein Leben ohne sie ist einfach nur langweilig und eintönig. Trotzdem, seine Blödheit war schon fast nicht mehr glaubhaft. Als Leser habe ich mir unter Liana eine Durchschnittsfrau vorgestellt und nie diese Überfrau, bei denen der Verstand aussetzt und George alles tut, nur um ihr zu gefallen.
Das Buch wechselt zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her. Auch früher war George schon besessen von Liana. Dazugelernt hat er nichts.

Das Buch ist temporeich, richtig mitreißen konnte es mich allerdings nicht. Die Hauptpersonen waren mir zu unsympatisch, um mitzufiebern. Dadurch hat das Buch an Reiz und an Spannung verloren. Die Kurzbeschreibung hat viel mehr versprochen, als das Buch schlussendlich bieten konnte.

Freitag, 8. August 2014

[LeseWoche] John Green (Tag 8)



Freitag, 08.08.: Wie erfolgreich war deine Woche? Hast du nun alle John-Green-Bücher gelesen?

Fast alle! ;) Genauer gesagt habe ich jetzt ein einziges Buch von John Green gelesen.
"Das Schicksal ist ein mieser Verräter" stand noch auf meiner Liste, aber ich wollte mich nicht damit quälen. Das Buch ist wahrscheinlich für jeden schwer zu ertragen, aber wenn ganz liebe Menschen an Krebs erkranken, ist ganz sicher nicht der beste Moment für dieses Buch.


Fazit der Lesewoche:

Auch wenn ich nicht so fleißig und erfolgreich war, hat mir die Lesewoche doch Spaß gemacht. Bei einer weiteren Lesewoche bin ich sicher wieder dabei und werde mich überraschen lassen, was der ausgewählte Autor zu bieten hat.
Herzlichen Dank an Kim von http://allthesespecialwords.blogspot.com/ für ihre Mühe und das Organisieren.

Donnerstag, 7. August 2014

[LeseWoche] John Green (Tag 7)



Donnerstag, 07.08.: Begründe deine drei absoluten Lieblingszitate aus John Greens Büchern.

"I always felt like you had to be important to have enemies. Example: Historically, Germany has had more enemies than Luxembourg."
Wow! Ein amerikanischer Autor, der weiß, dass Luxemburg existiert, und es sogar in diesem Buch erwähnt. Das kommt sehr selten vor, deshalb habe ich mich gefreut und diesen Satz sofort angestrichen.

"Humans lack good mirrors. It's so hard for anyone to show us how we look, and so hard for us to show anyone how we feel."
Schade eigentlich, dass wir dauernd hoffen, jeder würde wissen, was wir fühlen, selbst wenn wir die grösste Show abziehen.

"That's always seemed so ridiculous to me, that people would want to be around someone because they are pretty. It's like picking your breakfast cereals based on color instead of taste."
Dieses Zitat erklärt sich selbst und ich kann dem Autor nur zustimmen.






Mittwoch, 6. August 2014

[LeseWoche] John Green (Tag 6)


Mittwoch, 06.08.: Welchen Charakter magst du bisher am liebsten? Warum?

Das einzige Buch, das ich kenne ist Paper Towns, also muss ich beantworten, wer mir aus diesem Buch am besten gefällt.
Seit ihrer Kindheit sind Margo und Quentin befreundet. Als Jugendliche haben sie sich allerdings nicht mehr viel zu sagen. Margo ist ein begehrtes Mädchen, während Quentin sie aus dem Hintergrund anhimmelt, sich immer bewusst, dass sie ihn immer nur als den kleinen Nachbar und Bruderersatz sieht und nie als möglichen Liebhaber. Eines Nachts erscheint Margo bei Quentin, überredet ihn zu einer Nacht voller Mutproben. Danach verschwindet Margo und hinterlässt Quentin ein paar Hinweise, denen er nachgeht, um sie zu finden.
Quentin erhält Hilfe von seinen Freunden, allerdings bleiben diese immer etwas im Hintergrund und man lernt sie eher aus der Sicht von Quentin kennen. Was sie wirklich denken und fühlen, kann man nur erraten. Und Margo ist verschwunden. Seitenweise denkt Quantin über sie nach und kommt zum Schluss, dass jeder sie anders sieht, als sie in Wirklichkeit ist. Bleibt also nur Quentin.
Er macht sich nicht allzuviele Gedanken, was andere über ihn denken, handelt wie er es richtig hält und lässt Margo nicht im Stich. Ja, Quentin mag ich am liebsten.

Dienstag, 5. August 2014

Paper Towns - Margos Spuren - John Green (Lesewoche Tag 5)

 Über John Green

John Green, 1977 geboren, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Indianapolis. Für seine Jugendromane erhielt er großes Lob der Kritik, gewann den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur und wurde außerdem ausgezeichnet mit der CORINE und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Kurze Zusammenfassung

Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Meine Meinung

Seit ihrer Kindheit sind Margo und Quentin befreundet. Als Jugendliche haben sie sich allerdings nicht mehr viel zu sagen. Margo ist ein begehrtes Mädchen, während Quentin sie aus dem Hintergrund anhimmelt, sich bewusst, dass sie ihn immer nur als den kleinen Nachbarn und Bruderersatz sieht und nie als möglichen Liebhaber. Eines Nachts erscheint Margo bei Quentin, überredet ihn zu einer Nacht voller Mutproben. Danach verschwindet sie und hinterlässt Quentin ein paar Hinweise, denen er nachgeht, um Margo zu finden.

Paper Towns ist ein Jugendbuch und manchmal waren die Botschaften, die es seinen Leser überbringen will, etwas zu deutlich: Menschen sind nicht, wie man sie haben will, sondern wie sie sind, sie sind auch nicht so wie man sie sieht, weil sie oft nur das zeigen, was der Gegenüber sehen will. Das wirklich Wahre Ich eines Menschen, sieht eigentlich nur er allein.
So weit so gut. Ein paar Seiten später wird dann zu einem Selbstmord der Kommentar abgegeben: Egal was für Schicksalsschläge man erfährt, sie müssen nie das Ende sein. Da ist es dann wieder erlaubt sich so sehr in die Haut anderer Menschen zu versetzen.

"Paper Towns" ist in einem so einfachen Englisch geschrieben, dass selbst Leseanfänger problemlos damit klar kommen können, ohne allzu oft zum Wörterbuch zu greifen.

Das Buch ließ sich sehr leicht lesen, im großen ganzen hat es mir allerdings eher nicht gefallen. Der Anfang des Buches war platt, zu viel Highschool, zu oberflächlich, zu viel Party. Der Mittelteil war besser, ich war wirklich gespannt, wie es ausgehen würde. Vom Schluss war ich dann wieder enttäuscht. Diese langweilige Fahrt hätte der Autor wenigstens seinen Lesern ersparen können und auch den Schluss hätte ich mir anders gewünscht.







Dienstag, 05.08.: Halbzeit! Wie viel hast du diese Woche schon geschafft?

Bisher habe ich nur Paper Towns geschafft.

Montag, 4. August 2014

[LeseWoche] John Green (Tag 4)


Montag, 04.08.: Welches Cover der deutschen John-Green-Bücher gefällt dir am besten?

Mir gefällt "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" am besten. Die anderen deutschen Bücher von John Green sind ziemlich stark fußlastig. Warum dauernd Füße auf Buchcovern?  Vielleicht müsste ich die Bücher alle lesen. Anziehend sind sie allerdings nicht.

Am allerbesten gefällt mir das englische Cover von "Paper Towns". Ich muss zugeben, dass ich nur wegen diesem Cover bei der John-Green-Lesewoche mitmache. Ich habe das Buch bei Wortmagieblog gesehen und sofort auf meine Wunschliste gesetzt.



MONTAGSFRAGE // BEKOMMST DU EIGENTLICH NOCH BÜCHER GESCHENKT?


Eigentlich bekomme ich fast nur Bücher geschenkt, allerdings meistens in Form von Gutscheinen. Manchmal werde ich auch gefragt, welches Buch ich mir wünsche. Überraschungsbücher bekomme ich keine mehr, was ich auch gut finde. Das Risiko ist zu hoch, dass ich das Buch entweder schon gelesen habe oder dass ich aus irgendeinem Grund überhaupt keine Lust habe, es zu lesen.


Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Sonntag, 3. August 2014

[LeseWoche] John Green (Tag 3)


Sonntag, 03.08.: Hast du Das Schicksal ist ein mieser Verräter schon im Kino gesehen? Wie hat dir der Film gefallen?

Den Film habe ich noch nicht gesehen und das Buch auch noch nicht gelesen.

Hier ist der Trailer:
https://m.youtube.com/watch?v=Lc6p3RM-c4I

Das Schicksal ist ein mieser Verräter:
„Krebsbücher sind doof“, sagt die 16-jährige Hazel, die selbst Krebs hat. Sie will auf gar keinen Fall bemitleidet werden und kann mit Selbsthilfegruppen nichts anfangen. Bis sie in einer Gruppe auf den intelligenten, gut aussehenden und umwerfend schlagfertigen Gus trifft. Der geht offensiv mit seiner Krankheit um. Hazel und Gus diskutieren Bücher, hören Musik, sehen Filme und verlieben sich ineinander - trotz ihrer Handicaps und Unerfahrenheit. Gus macht Hazels großen Traum wahr: Gemeinsam fliegen sie nach Amsterdam, um dort Peter Van Houten zu treffen, den Autor von Hazels absolutem Lieblingsbuch. Ein tiefgründiges, emotionales und zugleich freches Jugendbuch über Krankheit, Liebe und Tod.

John-Green-Lesewoche Tag 1
John-Green-Lesewoche Tag 2

Samstag, 2. August 2014

[LeseMarathon] John Green (Tag 2)



Samstag, 02.08.: Welches war dein erstes John-Green-Buch? Wie hat es dir gefallen?

Paper Towns ist mein erstes Buch von John Green. Momentan bin ich ungefähr Seite 150. Wie Quentin sich von Margo bei ihrer nächtlichen Aktion beeinflussen ließ, hat mich etwas genervt, wie auch die ewigen Halbstarken, die immer wieder in amerikanischen Geschichten auftauchen und gegen die angeblich niemand etwas machen kann. Aber nach dem Verschwinden von Margo hat mich die Geschichte richtig gepackt. Margo ist so ganz anders als sie auf den ersten Blick schien. Und auch die ganze Geschichte bekommt mehr Tiefe, wechselt von gelangweilten Teenagern hin zum nachdenklichen und verantwortungsbewussten Quentin, der sich kümmert und dem das Verschwinden seiner Freundin nicht egal ist.

John Green:
John Green, 1977 geboren, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in Indianapolis. Für seine Jugendromane erhielt er großes Lob der Kritik, gewann den Printz Award für herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Jugendliteratur und wurde außerdem ausgezeichnet mit der CORINE und dem Deutschen Jugendliteraturpreis.

Freitag, 1. August 2014

[LeseMarathon] John Green (Tag 1)


Spontan habe ich mich gestern entschieden, bei der John-Green-Lesewoche von http://allthesespecialwords.blogspot.de/ mitzumachen.

Freitag, 01.08.: Mit welchem Buch startest du?

Ich starte mit "Paper Towns". Ich habe noch nicht viel gelesen, aber im Moment gefällt es mir ganz gut. Es liest sich angenehm und die Hauptpersonen, die ich bisher kennengelernt habe, Quentin, Margo, Ben und Radar, sind mir sympathisch.



Paper Towns (dt.: Margos Spuren)
Solange Quentin denken kann, ist Margo für ihn das begehrenswerteste Mädchen überhaupt. Doch je näher er ihr kommt, desto rätselhafter und unerreichbarer wird sie. Und dann steht Margo eines Nachts plötzlich vor seinem Fenster und bittet ihn um Hilfe: Er soll sie auf ihrem persönlichen Rachefeldzug begleiten und Freunden, die sie enttäuscht haben, einen Denkzettel verpassen. Quentin macht mit. Für eine Nacht wirft er alle Ängste über Bord. Doch am nächsten Morgen ist Margo verschwunden. Quentin sucht sie verzweifelt und findet Spuren, die ganz bewusst gestreut wurden. Um Margo zu finden, taucht er ein in ihr Universum und folgt ihr quer durch die USA. Es ist eine Reise zu einer Frau, die viel mehr ist, als er sich je erträumt hat, und zugleich ganz anders, als er je hat wahrhaben wollen.

Brunswick Garden - Das Geheimnis der Miss Bellwood - Anne Perry



Ce livre a été lu en lecture commune avec Claire, Fanny, Sybille, Belette, Céline et Bianca. C'est déjà ma deuxième lecture commune. Le principe me plaît bien, mais je crois que je vais choisir pour le mois prochain un autre auteur et faire une petite pause Anne Perry.

Dieses Buch wurde in einer Leserunde zusammen mit Claire, Fanny, Sybille, Belette, Céline et Bianca gelesen. Gemeinsames Lesen macht Spaß, allerdings werde ich nächsten Monat eine Pause mit Anne Perry machen.

L'auteur  Über die Autorin

Anne Perry est né le 28 ocobre 1938 sous le nom de Juliet Hulme. En vue de soigner la tuberculose dont l'enfant était atteinte, sa famille l'envoya d'abord dans des sanatoriums situés aux Antilles puis en Afrique du Sud, puis vers la Nouvelle-Zélande. La jeunesse d'Anne Perry fut mouvementée, puisqu'elle fut poursuivie et condamnée, à l'âge de 15 ans, pour le meurtre de la mère d'une « amie très proche », accompli avec celle-ci. Après cinq ans de prison, elle commence une nouvelle vie sous le nom de Anne Perry. En 1979 sa carrière d'écrivain débute avec « L'étrangleur de Cater Street »

Anne Perry wurde am 28. Oktober 1938 als Juliet Hulme in London geboren. Wegen einer drohenden Tuberkuloseerkrankung verließ sie bereits als Zehnjährige ihr Heimatland und lebte mit ihrer Familie zeitweise in Neuseeland und auf den Bahamas. Als 15jährige erschlug sie am 22. Juni 1954 gemeinsam mit ihrer Freundin Pauline Parker in Neuseeland deren Mutter. Nach fünfjähriger Gefängnisstrafe begann sie als Anne Perry 1959 ein neues Leben. 1979 erzielte sie mit dem »Würger von der Cater Street« als Schriftstellerin ihren internationalen Durchbruch.


Sujet  Kurze Zusammenfassung

Alors que la bataille fait rage entre les tenants de l'évolution des espèces de Darwin et l'Église anglicane, une jeune femme, Unity Bellwood, est engagée par un pasteur, le révérend Ramsay Parementer, afin de l'aider à traduire des textes anciens. Cette jeune femme, féministe convaincue, prêche également pour la théorie de Darwin. Or, après une âpre dispute avec le pasteur, elle tombe dans l'escalier et se brise la nuque...L'enquête étant délicate, elle est confiée à Thomas Pitt qui se rend aussitôt au manoir de Brunswick Gardens, ou vit le pasteur avec ses trois enfants et Dominic Corde, un vicaire, qui se trouve être également le beau-frère de Charlotte et Thomas Pitt. Tout accable Ramsay, et pourtant Thomas a du mal à croire à sa culpabilité. Plusieurs nouveaux incidents viendront obscurcir l'affaire, avant qu'un coup de théâtre de dernière minute ne dévoile enfin l'identité du meurtrier.

Ein neuer Fall für Inspektor Pitt: Im Haus von Reverend Parmenter stürzt eine junge Frau unter mysteriösen Umständen zu Tode. Bei seinen Ermittlungen stößt Pitt auf etliche Verdächtige, die einiges zu verbergen haben. Da geschieht ein zweiter Mord.


Mon avis  Meine Meinung


Londres 1891: dans la maison de Ramsey Parmenter une jeune femme tombe de l'escalier et meurt. Thomas Pitt doit examiner, le plus discretement possible, s'il s'agit d'un accident ou d'un meurtre.

Je trouve qu'il est très difficile d'écrire un commentaire à propos de ce livre. D'une part, je ne sais pas exactement ce qui n'est pas bien dans ce livre, d'autre part, je me suis ennuyé et j'ai du me forcer à le finir.
J'ai quand-même aimé les descriptions détaillées de la situation de cette époque, la description des riches et aussi les explications sur la vie des plus pauvres. Malheureusement, beaucoup de choses sont un peu trop tirées en longueur: des conversations qui ne mènent nul part ou qui n'ont rien à voir avec l'affaire.

La solution était pour moi une surprise. Comme la plupart du temps je n'avais aucune idée et je n'aurais pas trouvé le coupable. Heureusement que je ne suis pas détective.



Das Geheimnis der Miss Bellwood - Brunswick Garden - Anne Perry

London 1891: im Haus des angehenden Bischofs Ramsey Parmenter kommt eine junge Frau zu Tode, Thomas Pitt soll, so diskret wie möglich untersuchen, ob es sich um einen Unfall oder um Mord handelt.

Es fällt mir sehr schwer, eine Bewertung zu diesem Buch zu schreiben. Einerseits wei
ß ich nicht, was ich dem Buch vorwerfen kann, andererseits habe ich mich seitenlang gelangweilt und durch das Buch gequält. Es entstand nie ein wirklicher Lesesog, nie habe ich mich auf das Buch gefreut oder wollte unbedingt wissen wie es weitergeht.
Positiv gefallen haben mir die detailgenaue Schilderungen der damaligen Situation sowohl bei den reichen, wie auch bei den ganz armen Menschen. Leider ist vieles etwas zu langatmig, seitenlange Gespräche, die überhaupt nicht weiterbringen und eigentlich gar nichts mit dem Fall zu tun haben.

Auf die Lösung des Falls bin ich, wie so oft, mal wieder nicht gekommen.