Mittwoch, 18. Juni 2014

Seule Venise - Ein Winter in Venedig - Claudie Gallay

Erscheinungsdatum (fr): 30. Dezember 2005
Erscheinungsdatum (dt): 11. August 2014
http://www.randomhouse.de/Taschenbuch/Ein-Winter-in-Venedig-Roman/Claudie-Gallay/e449623.rhd
(Leider habe ich kein Coverbild von der französischen Ausgabe, die ich gelesen habe, deshalb hier das wunderschöne Cover der deutschen Ausgabe)

Über die Autorin

Claudie Gallay, 1961 im Département Isère geboren, ist eine französische Schriftstellerinnen und Lehrerin.

Kurze Zusammenfassung

Von ihrem Liebhaber verlassen, flüchtet die Erzählerin nach Venedig. Es ist kurz vor Weihnachten, jene Zeit im Jahr, in der die ewige Stadt nicht von Touristen bevölkert wird, in der »la Serenissima« ihr echtes Gesicht zeigt. Um ihren Kummer zu vergessen, spaziert sie durch die nebelverhangenen Gassen, vorbei an verlassenen Gondeln, über mit Raureif bedeckte Brücken. Ihre einzige Gesellschaft sind die anderen Bewohner der kleinen Pension, in die sie sich eingemietet hat: Ein alter russischer Aristokrat mit bewegter Vergangenheit, eine junge Balletttänzerin im Taumel der Gefühle und ein Buchhändler, der Bücher wie die Luft zum Atmen braucht – und der allmählich in ihr die Hoffnung weckt, dass die Liebe auch ihr gebrochenes Herz wieder heilen kann.

Meine Meinung

Eine Frau wird von ihrem Freund verlassen und reist kurzerhand nach Venedig. Venedig im Winter ist ziemlich leer und einsam, so dass sie ihre Zeit damit verbringt, allein durch das leere Venedig zu streifen und sich in Geschäften aufwärmt. Dabei trifft sie einen Buchhändler, in den sie sich verliebt. Abends erzählt sie einem russischen Prinzen aus ihrer Pension von ihrem Tag.
"Seule Venise" ist ein recht komisches Buch in vielen Hinsichten. Es ist in der ersten Person geschrieben, in einem extrem abgehackten Schreibstil. Einzelne Wörter. Sätze ohne Verb. Immer wieder. So wie ich jetzt. Das ganze Buch durch. Zum Verrückt werden. Störend. Sehr störend. Auch die Kapitel sind kurz, aber ohne Zeitsprünge und leicht verständlich.
Komisch fand ich auch die Geschichte selbst. Außer den Gesprächen passiert nichts. Die Ich-Erzählerin gibt nichts von sich preis, sie bringt nur den Prinzen zum Reden. Er erzählt von der Revolution, wie man ihn aus seiner Heimat vertrieben hat und wie er sich verliebt hat. Der Buchhändler seinerseits bleibt immer im Hintergrund, das Buch ist so geschrieben, als würde es diesem Mann erzählt werden.
Das Buch ist nicht schlecht, richtig überzeugt hat es mich nie und während dem Lesen habe ich mich mehr als einmal gefragt, warum ich gerade dieses düstere und deprimierende Buch lese und kein anderes. Getröstet hat mich zwar die winterliche Stimmung Venedigs, trotzdem gehört dieses Buch zu denen, die ich schnell wieder vergessen werde.


Weitere Bücher von der Autorin

Die Brandungswelle (Les déferlantes)
Die Liebe ist eine Insel (L'amour est une île)
La rencontre
Détails d'Opalka
Mon amour ma vie
Les années cerises
L'office des vivants
Dans l'or du temps
Un part du ciel

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