Freitag, 30. Mai 2014

Vor dem Abgrund - Tom Finnek


Erscheinungsdatum: 22. November 2013


Über den Autor

Tom Finnek, 1965 in Westfalen geboren, lebt als Filmjournalist, Drehbuchautor und Schriftsteller in Berlin. Als Autor (unter dem Namen Mani Beckmann) beschäftigt er sich schon länger mit historischen Stoffen, insbesondere zum Münsterland. Für ihn ist London mit seiner langen, wechselhaften Geschichte genauso faszinierend wie Berlin. Tom Finnek ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Kurze Zusammenfassung

Im Herbst 1888 kommen zwei junge Menschen ins Londoner East End, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die verarmte Celia Brooks versucht verzweifelt, ihren Vater zu finden. Der Hotelierssohn Rupert Ingram will hingegen seine Pflichten im sündigen Treiben vergessen. Doch im East End hat alles seinen Preis, Antworten ebenso wie das Vergessen. Und während die Huren ihre Dienste feilbieten und ein Mörder namens Jack the Ripper in den Schatten lauert, stoßen Celia und Rupert auf Geheimnisse, die ihr Leben für immer verändern ...


Meine Meinung

"Vor dem Abgrund" ist ein historischer Roman der im Jahr 1880 spielt. Abwechselnd wird aus der Sicht von Celia Brooks, einer jungen Frau, Ned Brooks, ihrem Vater und Rupert Ingram, einem reichen Sohn erzählt.
Celia Brooks macht sich nach dem Tod ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater, Ned Brooks. Ihre Suche führt sie nach London, wo sie durch Zufall auf Rupert Ingram trifft. Rupert ist der Sohn eines reichen Hotelbesitzers, der sich die Langeweile in den armen Viertel Londons vertreibt. Für ihn ist das harte, arme Leben nichts anderes als ein netter Zeitvertreib, wo er die Unzufriedenheit über sein eigenes Leben vergessen kann. Ab hier kreuzen sich die Wege von Celia und Rupert immer wieder. Dazwischen gibt es Kapitel, aus der etwas verzerrten Weltsicht des Vaters.

Die Geschichte spielt in London, nicht nur als Hintergrundkulisse, sondern man hat den Eindruck das London dieser Zeit mit seinen dunklen, schmutzigen Gassen, den Pferdekutschen und Bewohnern wirklich zu erleben. Der Autor schafft es jede Szene so treffend genau zu beschreiben, dass man sich nicht nur die Personen sondern immer auch deren Umgebung bildhaft vorstellen kann.
Durch die abwechselnde Erzählweise erhält der Leser erst nach und nach ein Gesamtbild. Wird die gleiche Szenen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, ist das für den Leser nie langweilig. Es macht Spaß, aufmerksam nach den kleinen, subtilen Hinweisen von Bekanntem und Bekannten zu suchen um keinen zu verpassen.
Wie auch von den beiden ersten Bücher, bin ich von "Vor dem Abgrund" begeistert.




Weitere Meinung zu diesem Buch

http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.com/2013/11/rezension-tom-finnek-london-01-unter.html


Weitere Bücher von diesem Autor

Als Mani Beckmann:
Die Kette
Tabu
Sodom und Gomera
Moorteufel
Tödliche Vergangenheit
Die Kapelle im Moor
Filmriss
Teufelsmühle

Als Tom Finnek:
Unter der Asche
Gegen alle Zeit

Keine Kommentare :

Kommentar veröffentlichen