Mittwoch, 28. Mai 2014

Lazyboy - Michael Weins


Erscheinungsdatum: August 2011


Über den Autor

Michael Weins, geboren am 9. März 1971 in Köln, ist ein deutscher Schriftsteller. Er lebt als Autor und Psychologe in Hamburg.


Kurze Zusammenfassung

"Ich lebe ein gefährliches Leben. Jetzt bin ich hier. Im nächsten Moment kann ich ganz woanders sein. Ein Schritt nur. Das hat mit den Türen zu tun." Heiner Boie, genannt "Lazyboy", geht durch Türen. Doch im Gegensatz zu anderen Leuten bringen sie ihn manchmal nicht in den angrenzenden Raum, sondern ganz woanders hin: Mal an ihm wohlbekannte Orte, mal an Plätze, die er nie zuvor gesehen hat. Zwar kann er das Ganze nicht kontrollieren und fühlt sich eher als Anti-Superheld, findet aber Gefallen an seinen Fähigkeiten. Bis er bei einem Türensprung die 13-jährige Daphne kennenlernt, die das alles gar nicht beeindruckt: Sie hat in ihrem Keller selbst so eine Tür, die nicht das macht, was sie soll. Lazyboy geht hindurch - aber diesmal kommt er an einen Ort, wo er noch nie war. Und dort geht die Geschichte erst los. Michael Weins erzählt in "Lazyboy" mit melancholischem Witz von einem, der erst spät bei sich ankommt - und der dazu eines Wunders bedarf, an das er selbst nicht glauben kann.


Meine Meinung

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. Lazyboy benimmt sich mit seinen 35 Jahre wie ein Teenager. Verantwortung lehnt er grundsätzlich ab, er denkt nur an sich selbst und ist immer auf der Suche nach Spaß und Vergnügen. Vor allem, was irgendwie nach Anstrengung oder Arbeit aussieht, flieht er oder schiebt es auf seine Mitmenschen ab.
Sein Türproblem spielt anfangs allenfalls eine Nebenrolle und nervt danach, als der Autor die Beschreibung von Türen laut Wikipedia bemüht oder einen gewollt lustigen Anruf bei Portax einfügt. Als die Türgeschichte endlich anfängt interessant zu werden, wird sie schon wieder ausgeblendet und stattdessen ellenlang über Amsterdam, Tagträume über Japan oder wirkliche Träume von Lazyboy geschrieben.
Danach wird es immer abgedrehter. Was der Autor sagen wollte, ob er etwas mitteilen wollte oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Verstanden habe ich es jedenfalls nicht. Der Schluss hat das Niveau eines Schulaufsatzes und hat das Buch für mich endgültig disqualifiziert. 



Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://buecherphilosophin.wordpress.com/2014/04/09/rezension-lazyboy-von-michael-weins/


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Feucht

Kommentare :

  1. Die Handlung klingt sehr interessant!

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    1. Ja! Wenn du es liest, bin ich sehr gespannt auf deine Meinung.
      Liebe Grüsse,
      Lara

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