Freitag, 30. Mai 2014

Hamid Mohsin - So wirst du stinkreich im boomenden Asien


Erscheinungsdatum: 26. August 2013


Über den Autor

Mohsin Hamid, geboren und aufgewachsen in Lahore, Pakistan, studierte Jura in Harvard und Literatur in Princeton. Nach Stationen in New York und London lebt er heute mit seiner Familie wieder in Lahore. Hamid schreibt regelmäßig für den ›Guardian‹, die ›New York Times‹, die ›Financial Times‹, den ›New Yorker‹, die ›Paris Review‹, ›Outlook India‹ und ›Granta‹. Seine Romane wurden in über 30 Sprachen übersetzt. ›Der Fundamentalist, der keiner sein wollte‹ stand auf der Short List des Man Booker Prize und wurde kürzlich von Mira Nair verfilmt. ›Nachtschmetterlinge‹ wurde mit dem Betty Trask Award ausgezeichnet und von der ›New York Times‹ auf die Liste der bedeutendsten Bücher des Jahres 2000 gesetzt.


Kurze Zusammenfassung

"So wirst du stinkreich im boomenden Asien" erzählt die erstaunliche und dramatische Geschichte eines Mannes, der sich von einem verdreckten und kränklichen Jungen aus der verarmten Provinz zu einem korrupten Großunternehmer wandelt, und beruft sich dabei auf die Art von Selbsthilfebüchern, wie sie zu Tausenden im heutigen Asien von jungen, hoffnungsvollen Männern gelesen werden. Der namenlose Held kommt in einer riesigen Millionenstadt zu erstem Geld und baut sich alsbald ein eigenes Imperium auf – mit dem wichtigsten und knappsten Gut, das man sich denken kann: mit Wasser. Doch sein Herz hat er für immer verloren an das hübsche Mädchen, dessen Stern parallel zu seinem aufgeht. Immer wieder kreuzen sich ihre Lebenswege in dieser Liebe zueinander, entzündet und erloschen von den Kräften ihrer jeweiligen Schicksale. Der Held dieser brillanten Geschichte könnte jeder von uns sein – auf der Suche nach einem besseren Leben. Und nicht nur das: Auch das Schicksal, das ihn erwartet, könnte das unsere sein … Tempogeladen, lebhaft und emotional tiefgehend erzählt dieser Roman von zwei unvergesslichen Menschen zwischen Momenten transzendenter Intimität und aufwühlenden gesellschaftlichen Veränderungen in der Welt von heute.


Meine Meinung

"So wirst du stinkreich im boomenden Asien" ist ein Roman in Form eines Selbsthilfebuches. Das ganze Buch über wird der Leser mit du angesprochen, angefangen mit der Szene in der "Du" schwerkrank unter der Pritsche deiner Mutter liegst, begleitet das Buch "Dich" ein Leben lang. Nie wird der Name der Hauptperson erwähnt, er ist immer nur "Du", während seine Freundin das ganze Buch durch nur mit "das schöne Mädchen" bezeichnet wird. Dieses ständige "Du" ergibt eine leicht respektlose Atmosphäre gegenüber dem Leser, was mir allein schon durch die Ungewohntheit gefallen hat.
Das Buch beschreibt "dein" Leben zuerst in einem armen Dorf, später in einer Stadt in Asien, dann "deinen" Aufstieg durch Betrug, Bestechung und Gewalt, immer in Selbsthilfetips-Kapitel aufgeteilt, wie zum Beispiel "Zieh in die Stadt" oder "Lerne von einem Meister", gefolgt von Beispielen, wie "Du" den Tip mehr oder weniger erfolgreich umsetzt.
Mohsin Hamid erzählt nicht nur in einer außergewöhnlichen Form, auch die Geschichte ist überragend. Es ist eine Liebesgeschichte, eine Lebensgeschichte voller Spannung, fesselnd und mitreißend, gespickt mit scharfsinniger Satire, subtilem Humor und diskreter Kritik an der Gesellschaft.
Als Fazit kann ich nur eins sagen: Dieser Roman ist ein Meisterwerk




Zitate

Während meine Autorenfinger tippen und deine Leseraugen huschen...

Sie ist sich bewusst, dass ihre Zukunft unsicher ist, dass sie gut und gern verarmen könnte, alt und einsam, eine in die Jahre gekommene Dame in einem kleinen Zimmer, die einmal pro Saison in großen Mengen Reis und Mehl kauft, oder, nicht weniger erschreckend, als Frau eines großen Kindes, das ständig kokst und chronisch zu unsicher ist, um in der Firmenzentrale seines Vaters viel früher als elf zu erscheinen oder viel länger als drei zu bleiben, und das auf Partys gern auch mal Teeniemädchen in seiner europäischen Powerlimousine abschleppt und hemmungslos weint, wenn es betrunken ist.


Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://buzzaldrins.com/2014/02/14/so-wirst-du-stinkreich-im-boomenden-asien-mohsin-hamid/
http://buchblinzler.blogspot.com/2013/08/mohsin-hamid-so-wirst-du-stinkreich-im.html


Weitere Bücher von diesem Autor

Nachtschmetterlinge
Der Fundamentalist, der keiner sein wollte



MONTAGSFRAGE // GIBT ES AUTOREN, DIE DU LIEBER IM ORIGINAL LIEST?



Französische Autoren lese ich am liebsten im Original. Englisch finde ich schwieriger, ich komme weniger schnell voran und finde das Lesen anstrengender. Ken Follett und Donna Leon lese ich immer im Original, allerdings nicht, weil ich sie lieber im Original lese, sondern weil ihre Bücher mir zu teuer sind  und ich zu ungeduldig bin, um auf die Taschenausgabe zu warten. Glücklicherweise schreiben beide ein leicht verständliches englisch. Bei anderen Autoren versuche ich mich an der Leseprobe, um den Schwierigkeitsgrad herauszufinden. Aus Faulheit greife ich allerdings oft sofort zu Übersetzungen

Die Montagsfrage gibt es immer Montags auf dem Blog Libromanie. Wer auch was dazu sagen möchte, kann das eine Woche lang tun.

Vor dem Abgrund - Tom Finnek


Erscheinungsdatum: 22. November 2013


Über den Autor

Tom Finnek, 1965 in Westfalen geboren, lebt als Filmjournalist, Drehbuchautor und Schriftsteller in Berlin. Als Autor (unter dem Namen Mani Beckmann) beschäftigt er sich schon länger mit historischen Stoffen, insbesondere zum Münsterland. Für ihn ist London mit seiner langen, wechselhaften Geschichte genauso faszinierend wie Berlin. Tom Finnek ist verheiratet und Vater von zwei Söhnen. Er lebt mit seiner Familie in Berlin.


Kurze Zusammenfassung

Im Herbst 1888 kommen zwei junge Menschen ins Londoner East End, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Die verarmte Celia Brooks versucht verzweifelt, ihren Vater zu finden. Der Hotelierssohn Rupert Ingram will hingegen seine Pflichten im sündigen Treiben vergessen. Doch im East End hat alles seinen Preis, Antworten ebenso wie das Vergessen. Und während die Huren ihre Dienste feilbieten und ein Mörder namens Jack the Ripper in den Schatten lauert, stoßen Celia und Rupert auf Geheimnisse, die ihr Leben für immer verändern ...


Meine Meinung

"Vor dem Abgrund" ist ein historischer Roman der im Jahr 1880 spielt. Abwechselnd wird aus der Sicht von Celia Brooks, einer jungen Frau, Ned Brooks, ihrem Vater und Rupert Ingram, einem reichen Sohn erzählt.
Celia Brooks macht sich nach dem Tod ihrer Mutter auf die Suche nach ihrem verschollenen Vater, Ned Brooks. Ihre Suche führt sie nach London, wo sie durch Zufall auf Rupert Ingram trifft. Rupert ist der Sohn eines reichen Hotelbesitzers, der sich die Langeweile in den armen Viertel Londons vertreibt. Für ihn ist das harte, arme Leben nichts anderes als ein netter Zeitvertreib, wo er die Unzufriedenheit über sein eigenes Leben vergessen kann. Ab hier kreuzen sich die Wege von Celia und Rupert immer wieder. Dazwischen gibt es Kapitel, aus der etwas verzerrten Weltsicht des Vaters.

Die Geschichte spielt in London, nicht nur als Hintergrundkulisse, sondern man hat den Eindruck das London dieser Zeit mit seinen dunklen, schmutzigen Gassen, den Pferdekutschen und Bewohnern wirklich zu erleben. Der Autor schafft es jede Szene so treffend genau zu beschreiben, dass man sich nicht nur die Personen sondern immer auch deren Umgebung bildhaft vorstellen kann.
Durch die abwechselnde Erzählweise erhält der Leser erst nach und nach ein Gesamtbild. Wird die gleiche Szenen aus verschiedenen Perspektiven erzählt, ist das für den Leser nie langweilig. Es macht Spaß, aufmerksam nach den kleinen, subtilen Hinweisen von Bekanntem und Bekannten zu suchen um keinen zu verpassen.
Wie auch von den beiden ersten Bücher, bin ich von "Vor dem Abgrund" begeistert.




Weitere Meinung zu diesem Buch

http://lesendes-katzenpersonal.blogspot.com/2013/11/rezension-tom-finnek-london-01-unter.html


Weitere Bücher von diesem Autor

Als Mani Beckmann:
Die Kette
Tabu
Sodom und Gomera
Moorteufel
Tödliche Vergangenheit
Die Kapelle im Moor
Filmriss
Teufelsmühle

Als Tom Finnek:
Unter der Asche
Gegen alle Zeit

Donnerstag, 29. Mai 2014

Ich und die Menschen - Matt Haig

Erscheinungsdatum: 1. April 2014


Über den Autor

Matt Haig, geboren 1975 in Sheffield, hat bereits einige Romane und Kinderbücher
veröffentlicht, die mit verschiedenen literarischen Preisen ausgezeichnet und in über zwanzig Sprachen übersetzt wurden. Er lebt in York und London.


Kurze Zusammenfassung

In einer regnerischen Freitagnacht wird Andrew Martin, Professor für Mathematik in Cambridge, aufgegriffen, als er nackt eine Autobahn entlangwandert. Professor Martin ist nicht mehr er selbst. Ein Wesen mit überlegener Intelligenz und von einem weit entfernten Stern hat von ihm Besitz ergriffen. Dieser neue Andrew ist nicht begeistert von seiner neuen Existenz. Er hat eine denkbar negative Meinung von den Menschen. Jeder weiß schließlich, dass sie zu Egoismus, übermäßigem Ehrgeiz und Gewalttätigkeit neigen. Doch andererseits: Kann eine Lebensform, die Dinge wie Weißwein und Erdnussbutter erfunden hat, wirklich grundschlecht und böse sein? Und was sind das für seltsame Gefühle, die ihn überkommen, wenn er Debussy hört oder Isobel, der Frau des Professors, in die Augen blickt?


Meine Meinung

Andrew wird Außerirdischer mit einer Mission auf die Erde geschickt, von der er keine Ahnung hat und wo er deshalb von einem Fettnäpfchen ins nächste tritt. Dabei analysiert er die Menschen treffsicher und voller Humor, obwohl ihm selbst und seinen Artgenossen Humor komplett fremd ist. Auf seinem Planeten regiert Logik und Mathematik.

Auf den ersten Blick ist das alles sehr witzig, allzu intensiv über das Gelesene nachdenken sollte man als Leser allerdings nicht. Andrew kommt von einem Planeten mit überragener Intelligenz und schaut voller Abscheu auf die dummen, hässlichen Menschen. Mit seinen Betrachtungen hat er vollkommen recht und mehr als einmal musste ich über seine Beobachtungen schmunzeln. Aber seine überhebliche Intelligenz müsste sekundenschnell einen Zusammenhang zwischen Regen, den er als "ein Grauen von fast mythischem Ausmaß" empfindet und den Kleider der Menschen machen, anstatt sich über den Verpackungswahn zu wundern. Gemessen an seiner Arroganz finde ich nicht, dass er überaus schnell lernt. Trotzdem hat die erste Hälfte des Buches mir gefallen.

Leider driftet das Buch nach dem humorvollen Einstieg immer mehr in Richtung Liebe ab, kommt vorbei an philosophischem Kitsch und endet in Langeweile. Ehrlich, wer liest denn gerne eine Liste mit 97 Ratschlägen? Ein paar Beispiele, liebevoll oder witzig hätten vollkommen ausgereicht, denn dass das Wasser nicht kocht, wenn ich zuschaue ist nicht nur falsch sondern auch überflüssig. Nach diesem Anfang einfach nur schade!




Zitate

Auf der Erde nennt man es Zivilisation, wenn eine Gruppe von Menschen sich zusammentut und gemeinsam ihre Instinkte unterdrückt.

Im Grunde waren soziale Netzwerke die Nachrichtenshow, auf die die Menschen gewartet hatten. Die Nachrichtenshow, in der es nur um sie ging.

Meiner Schätzung nach waren zu jedem beliebigen Zeitpunkt nur null Komma drei Prozent der Menschen aktiv mit etwas beschäftigt, das ihnen gefiel, und selbst dann hatten sie ein schlechtes Gewissen dabei und schworen sich hoch und heilig, so bald wie möglich wieder etwas schrecklich Unangenehmes zu tun.


Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://lifeforliterature.wordpress.com/2014/05/22/matt-haig-ich-und-die-menschen/



Weitere Bücher von diesem Autor

The Last Family in England (UK) / The Labrador Pact (US)
The Dead Fathers Club
Shadow Forest
The Possession of Mr Cave
Runaway Troll
Die Radleys

Mittwoch, 28. Mai 2014

Lazyboy - Michael Weins


Erscheinungsdatum: August 2011


Über den Autor

Michael Weins, geboren am 9. März 1971 in Köln, ist ein deutscher Schriftsteller. Er lebt als Autor und Psychologe in Hamburg.


Kurze Zusammenfassung

"Ich lebe ein gefährliches Leben. Jetzt bin ich hier. Im nächsten Moment kann ich ganz woanders sein. Ein Schritt nur. Das hat mit den Türen zu tun." Heiner Boie, genannt "Lazyboy", geht durch Türen. Doch im Gegensatz zu anderen Leuten bringen sie ihn manchmal nicht in den angrenzenden Raum, sondern ganz woanders hin: Mal an ihm wohlbekannte Orte, mal an Plätze, die er nie zuvor gesehen hat. Zwar kann er das Ganze nicht kontrollieren und fühlt sich eher als Anti-Superheld, findet aber Gefallen an seinen Fähigkeiten. Bis er bei einem Türensprung die 13-jährige Daphne kennenlernt, die das alles gar nicht beeindruckt: Sie hat in ihrem Keller selbst so eine Tür, die nicht das macht, was sie soll. Lazyboy geht hindurch - aber diesmal kommt er an einen Ort, wo er noch nie war. Und dort geht die Geschichte erst los. Michael Weins erzählt in "Lazyboy" mit melancholischem Witz von einem, der erst spät bei sich ankommt - und der dazu eines Wunders bedarf, an das er selbst nicht glauben kann.


Meine Meinung

Der Anfang des Buches hat mir gut gefallen. Lazyboy benimmt sich mit seinen 35 Jahre wie ein Teenager. Verantwortung lehnt er grundsätzlich ab, er denkt nur an sich selbst und ist immer auf der Suche nach Spaß und Vergnügen. Vor allem, was irgendwie nach Anstrengung oder Arbeit aussieht, flieht er oder schiebt es auf seine Mitmenschen ab.
Sein Türproblem spielt anfangs allenfalls eine Nebenrolle und nervt danach, als der Autor die Beschreibung von Türen laut Wikipedia bemüht oder einen gewollt lustigen Anruf bei Portax einfügt. Als die Türgeschichte endlich anfängt interessant zu werden, wird sie schon wieder ausgeblendet und stattdessen ellenlang über Amsterdam, Tagträume über Japan oder wirkliche Träume von Lazyboy geschrieben.
Danach wird es immer abgedrehter. Was der Autor sagen wollte, ob er etwas mitteilen wollte oder nicht, kann ich nicht beurteilen. Verstanden habe ich es jedenfalls nicht. Der Schluss hat das Niveau eines Schulaufsatzes und hat das Buch für mich endgültig disqualifiziert. 



Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://buecherphilosophin.wordpress.com/2014/04/09/rezension-lazyboy-von-michael-weins/


Weitere Bücher von diesem Autor

Delfinarium
Krill
Goldener Reiter
Feucht

Das unerhörte Leben des Alex Woods - Gavin Extence

Erscheinungsdatum: 3. März 2014


Über den Autor

Gavin Extence, geboren 1982, ist ein englischer Autor. Er wuchs in der Grafschaft Lincolnshire im kleinen Dorf Swineshead auf. In seiner Kindheit machte er eine kurze Karriere als Schachspieler und gewann zahlreiche nationale Turniere. Nach seinem Filmstudium fand er keine Arbeit und begann mit dem Schreiben. Gavin Extence ist verheiratet und Vater einer Tochter.


Kurze Zusammenfassung

Alex Woods ist zehn Jahre alt, und er weiß, dass er nicht den konventionellsten Start ins Leben hatte. Er weiß auch, dass man sich mit einer hellseherisch begabten Mutter bei den Mitschülern nicht beliebt macht. Und Alex weiß, dass die unwahrscheinlichsten Ereignisse eintreten können – er trägt Narben, die das beweisen.
Was Alex noch nicht weiß, ist, dass er in dem übellaunigen und zurückgezogen lebenden Mr. Peterson einen ungleichen Freund finden wird. Einen Freund, der ihm sagt, dass man nur ein einziges Leben hat und dass man immer die bestmöglichen Entscheidungen treffen sollte.
Darum ist Alex, als er sieben Jahre später mit 113 Gramm Marihuana und einer Urne voller Asche an der Grenze in Dover gestoppt wird, einigermaßen sicher, dass er das Richtige getan hat …


Themen

Freundschaft, Euthanasie, Kurt Vonnegut


Meine Meinung

Alex Woods ist anders als die andern Jugendlichen, er hat nicht die richtigen Klamotten, eine komische Mutter, keinen Vater, ist unsportlich und lässt sich beim Lesen erwischen. Als er vor seinen gewalttätigen Schulkameraden flüchtet, trifft er auf Mr Peterson, einem eigenbrötlerischen und kiffenden Vietnamveteran. Nach und nach entsteht zwischen den beiden eine tiefe Freundschaft.
Alex Woods ist intelligent und vertreibt sich seine Zeit mit Lesen. Seit seinem Unfall interessieren ihn vor allem Bücher über Astronomie, deren Inhalt er dem Leser ganz nebenbei in seinen Worten erklärt. Über die Astronomie kommt er zum Science-Fiction Schriftsteller Kurt Vonnegut, einem engagierten Humanisten. In seiner Begeisterung gründet er einen Leseclub, um alle Bücher des Schriftstellers gemeinsam zu lesen und zu besprechen.
"Das unerhörte Leben des Alex Woods" ist leicht zu lesen, ein ruhiges Buch, das manchmal witzig, manchmal traurig ist, aber vor allem nachdenklich macht. Es regt an, die Entscheidungen jedes einzelnen Menschen zu respektieren, so lange niemandem Schaden zugefügt wird, sich nicht nur von den Meinungen der Mitmenschen treiben zu lassen, sondern selbst Nachzudenken und zu seinen Überzeugungen zu stehen. 




Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://zwei-sichten-auf-buecher.blogspot.com/2014/02/rezension-gavin-extence-das-unerhorte.html

Dienstag, 27. Mai 2014

Le quatrième mur - Sorj Chalandron


Erscheinungsdatum: 21. August 2013


Über den Autor

Sorj Chalandon, geboren am 16. Mai 1962 in Tunis, ist ein französischer Journalist und Schriftsteller. Er arbeitete als Journalist bei der Zeitung „Libération“. Dort war er für die Berichterstattung über den Libanon, Iran, Irak, Somalia und Afghanistan zuständig. Seit 2009 ist Sorj Chalandon bei dem „Le Canard enchaîné“, der bedeutendsten satirischen Wochenzeitung Frankreichs.
Seine Werke wurden mit dem Prix Médicis und den Grand Prix du roman de l’Académie francaise ausgezeichnet. 2013 wurde er für seinen Roman "Le quatrième mur" mit dem "Prix Goncourt des Lycéens" ausgezeichnet.


Kurze Zusammenfassung

Samuels Idee ist verrückt. Er will Jean Anouilhs Antigone in Beirut aufführen, indem er dem Krieg zwei Stunden klaut. Jedes der verfeindeten Lager soll einen Sohn oder eine Tochter als Schauspieler stellen, die auf einer zusammengeschusterten Bühne zwischen zerstörten Häusern und Gärten zusammenfinden.
Samuel ist Grieche und jüdisch. Eine Art Bruder. Auf seinem Sterbebett lässt er mich schwören, sein Projekt zu vollenden. Ich habe eingewilligt, und bin im Februar 1982 nach Beirut gereist um dem Frieden die Hand zu reichen. Bis der Krieg mir seine brutale Hand hinhält...


Themen

Libanon, Beirut, Krieg, Völkerverständigung, Antigone


Meine Meinung

Die Geschichte spielt in den 80er Jahren, mitten im Libanon-Krieg. George hat nie etwas mit Krieg zu tun gehabt und auch von Theater wenig Ahnung. Er reist nach Beirut um die verrückte Idee seines sterbenskranken Freundes durchzuführen: Antigone aufführen, mit Schauspielern aus allen verfeindeten Lagern. Aber alles kommt ganz anders als geplant.
Hinter den furchtbaren Kriegsszenen bemerkt man den Kriegsreporter Sorj Chalandon. So realistisch, bewegend und furchtbar kann man nur etwas beschreiben, von dem man selbst Augenzeuge wurde. Er beschreibt die Schrecken des Krieges, die dauernde Angst und die Belastungen, denen die Bevölkerung ausgeliefert ist, gleichzeitig aber auch die Folgen, die der Krieg für jeden Beteiligten haben kann.
"Le quatrièm mur" ist ein großartiger Roman, der durch seine Intensität beeindruckt, verstört und zum Nachdenken anregt.




Weitere Bücher von diesem Autor

Le Petit Bonzi
Une promesse
Mon traître
La Légende de nos pères, Die Legende unserer Väter
Retour à Killybegs, Rückkehr nach Killybegs
Le Quatrième Mur

Ich liebe dich nicht, aber ich möchte es einmal können - Tessa Korber

Erscheinungsdatum: 14. September 2012


Über die Autorin

Tessa Korber, geboren 1966, ist eine deutsche Autorin. Sie studierte in Erlangen Germanistik, Geschichte und Kommunikationswissenschaften und promovierte im Fachbereich Germanistik. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Nürnberg.
Weitere Informationen über die Autorin gibt es auf ihrer Homepage: http://www.tessa-korber.de/


Kurze Zusammenfassung

„Manchmal liebe ich ihn leidenschaftlich, manchmal möchte ich in einen Zug steigen und einfach davonfahren. Ich könnte ihn nie aufgeben, er ist ein Teil von mir. Aber mit ihm zu leben, kostet mich alle Kraft. Schon oft habe ich davon geträumt, mit ihm ganz fest im Arm von einem Hochhaus zu springen.“ Tessa Korbers Sohn ist Autist. Man sieht Simon die Krankheit nicht sofort an. Wenn er sich im Supermarkt auf den Boden wirft und anfängt, laut zu schreien, erteilen ihr fremde Leute ungefragt Erziehungsratschläge. Von morgens um 5 bis nachts um 22 Uhr ist sie seine Aufpasserin, Antreiberin, Welt-Vermittlerin, Dolmetscherin. Immer muss sie damit rechnen, dass er plötzlich wie wild um sich schlägt. Wenn sie ihn umarmt, weiß sie nicht, was von ihrer Liebe bei ihm ankommt. Was bedeutet es, akzeptieren zu müssen, dass das eigene Kind zur ewigen Abhängigkeit verdammt ist? Wo bleiben die eigenen Gefühle, wo bleibt das eigene Leben? Tessa Korber erzählt schonungslos offen, wie die Erkrankung ihres Sohnes alles veränderte und warum sie sich trotzdem ein Leben ohne ihn nicht vorstellen kann.


Themen

Autismus


Meine Meinung

Erfahrungsbücher scheitern oft an der Unfähigkeit ihrer Verfasser, sich schriftlich korrekt auszudrücken ohne den Leser zu Tode zu langweilen. Tessa Korber hat dieses Problem auf keinen Fall. Als erfahrene Autorin schafft sie es, ihr Leben und die damit verbundenen Emotionen authentisch herüberzubringen.

Sie schreibt offen, ehrlich und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen: ihre Verzweiflung, der ewige Kampf mit dem Kind, mit den Behörden, mit der Schule, mit ihrem Ehemann und mit dem eigenen Gewissen. Sie erlebt harte Zeiten, manchmal schöne Momente aber so richtig abschalten kann sie eigentlich nie, in jeder Sekunde kann die Ruhe umschlagen und irgendetwas ihren Sohn so aus der Fassung bringen, dass es stundenlanges Geschrei und schlaflose Nächte zur Folge hat, bis das Problem entziffert und halbwegs gelöst werden kann.

Mir fällt die Bewertung von Biographien schwer. Am Schreibstil der Autorin ist absolut nichts auszusetzen. Und ihr Leben kann ich schon gar nicht bewerten. Manchmal kam ich mir beim Lesen etwas Voyeurstisch vor und habe den armen Ehemann bedauert, der ziemlich schlecht in der Öffentlichkeit wegkommt. Fiktive Personen, eine fremde Umgebung, ein Pseudonym wären eine mögliche Lösung gewesen, aber wer hätte dann gewusst, dass es sich nicht um einen der holprigen Erfahrungsbücher handelt, mit denen die Welt überschwemmt wird. Manche der Personen, die sich für ihr Verhalten gegenüber Simon nur schämen können, hätten sich so oder so wiedererkannt.

Egal, eigentlich, denn Hauptsache, dieses Buch wird gelesen und möglichst viele Menschen erfahren, was es bedeuten kann, ein Kind mit Autismus zu haben. Vielleicht öffnet es denjenigen die Augen, die immer noch denken, sie müssten zu jedem Geschrei eines Kindes ihren Kommentar abgeben und ungefragt Ratschläge erteilen.





Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://andreasbuecherblog.blogspot.com/2013/08/ich-liebe-dich-nicht-aber-ich-mochte-es.html



Weitere Bücher der Autorin


Historische Romane
1998 Die Karawanenkönigin, Pendo
2000 Die Kaiserin, Pendo
2001 Der Medikus des Kaisers, Pendo
2003 Berenike, Pendo
2005 Die Königin von Saba, Eichborn
2007 Die Magd und die Königin, Eichborn
2008 Die Hüterin, Lübbe
2009 Das Erbe der Schlange, Lübbe
2012 Das letzte Lied des Troubadours, Lübbe

Kriminalromane
2000 Toter Winkel, Aufbau
2001 Tiefe Schatten, Aufbau
2003 Falsche Engel, Aufbau
2004 Triste Töne, Aufbau
2005 Kalte Herzen, Aufbau
2007 Teurer Spaß, Aufbau
2010 Das Leben ist mörderisch, ars vivendi
2011 Todesfalter, ars vivendi
2012 Gemordet wird immer, btb
2013 Die Saubermänner, ars vivendi
2014 Zum Sterben schön, btb
Herausgeberschaften Krimis:
2011 Fiese Morde aus der Provinz, ars vivendi
2013 Auf leisen Pfoten kommt der Tod, ars vivendi

Unter Pseydonym
2004 Franka Villette: Die Frau des Wikingers, Rowohlt
2005 Franka Villette: Das Dorf der Mütter, Rowohlt Original-TB
2005 Sophia Palmer: Die Herrin der Gaukler, Aufbau
2006 Franka Villette: Odinstochter, Rowohlt Original-TB
2008 Charlotte Winter: Die Herrin der Pferde, Wunderlich
2008 Alice Braga: Das Dorf der Unsterblichen, Rowohlt Original-TB
2011 Serena David: Meerestochter, Rowohlt TB

Montag, 26. Mai 2014

Als wir unsterblich waren - Charlotte Roth

Erscheinungsdatum: 2. Mai 2014


Über die Autorin

Charlotte Roth ist ein Pseudonym der Autorin Charlotte Lyne. Sie wurde 1965 in Berlin geboren und ist eine deutsche Schriftstellerin. Sie studierte Germanistik, Latein, Anglistik und italienische Literatur in Berlin, Neapel und London.
Charlotte Roth lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London und arbeitet als Übersetzerin und Lektorin.


Kurze Zusammenfassung

November 1989. »Willkommen in Westberlin«, dröhnt es aus einem Lautsprecher, als die
Ostberliner Studentin Alexandra von der Menschenmenge in die Arme eines jungen Mannes gedrängt wird. Liebe auf den ersten Blick!
Berlin vor dem Ersten Weltkrieg. Die junge und mutige Paula setzt sich leidenschaftlich
für Frauen- und Arbeiterrechte ein. Ihre Träume von einer neuen, gerechteren Welt teilt
sie mit dem charismatischen Studentenführer Clemens, mit dem sie Seite an Seite kämpft.
Damals, als sie unsterblich waren, beginnt ihre dramatische Geschichte, die auch die
Geschichte unseres Landes ist und die Jahrzehnte später Alexandras Welt für immer
verändern wird.


Themen

Erster Weltkrieg, Mauerfall, Gründung SPD


Meine Meinung

"Als wir unsterblich waren" erzählt die Geschichte von Alex und Momi im Jahr 1989 und Paulas Schicksal ab dem Jahr 1912. Durch die Zeitsprünge wird das Buch leichter lesbar, als Leser hatte ich dadurch den Eindruck, aus den hoffnungslosen Zuständen der Kriegsjahren fliehen zu können und im Berlin von 1989 ein wenig aufzuatmen. Während ich in den Kriegsjahren um die Figuren gebangt habe und interessantes gelernt habe, war der Erzählstrang um Momi eher spannend und gab Erklärungen zu verschiedene Handlungen und Reaktionen aus der Vergangenheit.
Denn niemand ist perfekt, schon gar nicht unter dem Druck der zwischen den Kriegen herrschte. Die Menschen lebten in Ungewissheit, Hunger war alltäglich und die meisten Waren mussten mühsam ertauscht und herbeigeschafft werden. Dazu kam die politische Lage, die hin und her schwankte und doch keine Hoffnung versprach. Selbst jene, die ihr bestes gaben und sich etwas trauten, machten Fehler. So auch Paula, ihr Freund Clemens oder ihr Bruder Manfred.

Nebenbei erfährt man historische Details über den ersten Weltkrieg, die Gründung der SPD, die Absplitterung der KP, das Ende des Kaiserreichs, die Weimarer Republik, Straßenschlachten und über die Armut und Not vor allem von vielen Frauen und ihren Kindern.

Der Schreibstil ist sehr packend, emotional und intensiv. Die vielen Nebenfiguren machen das Buch lebendig.

"Als wir unsterblich waren" ist ein Buch, das mich nicht mehr losgelassen hat und das ich trotz seines ernsten Themas und einer schwierigen Zeit sehr gerne gelesen habe.



Zitate

Männer wie denen geht es nicht um das Leben von Tausenden, sondern um ihre Macht.

Lehren aus der Geschichte ziehen kann nie heißen, einer Generation die Folgen von etwas aufzuerlegen, was diese Generation nicht verursacht hat.

Gerümpel, das von ihrem Leben übrig blieb


Weitere Meinungen zu diesem Buch

http://buchstabenfestival.blogspot.com/2014/05/als-wir-unsterblich-waren.html
http://estha-buch.blog.de/2014/05/18/roth-charlotte-unsterblich-18475740/


Weitere Bücher der Autorin

Veröffentlicht als Charlotte Lyne
- Die Glocken von Vineta
- Dangerous Words - Gefährliche Worte (zusammen mit Alan Lyne)
- Die Zwölfte Nacht
- Das Haus Gottes
- Glencoe
- Kains Erben
- Das Mädchen aus Bernau
- Kinder des Meeres (2014)

Veröffentlicht als Carmen Lobato
- Im Land der gefiederten Schlange
- Im Tal der träumenden Götter
- Die Stadt der schweigenden Berge (2014)

Die geheime Geschichte - Donna Tartt

Erscheinungsdatum: 1993
Originaltitel: The secret history




Über die Autorin


Donna Tartt ist eine amerikanische Schriftstellerin. Sie wurde 1963 geboren und wuchs in Grenada (Mississippi) auf. Sie studierte an der University of Mississippi und am Bennington College in Vermont, wo sie 1982 die Arbeit an ihrem ersten Roman "Die geheime Geschichte" begann. 1992 wurde er auf englisch veröffentlicht und inzwischen in 24 Sprachen übersetzt.
Für "Der Distelfink" wurde Donna Tartt mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet.


Kurze Zusammenfassung


Richard Papen stammt aus einfachen Verhältnissen. Als er durch ein Stipendium das College besuchen kann, ist er gleich fasziniert von der ihm fremden Welt. Besonders zieht ihn eine Gruppe junger Studenten in den Bann, mit denen er nicht nur Griechisch lernt, sondern auch dem täglichen Alkohol huldigt. Doch bald spürt er, dass unter der Oberfläche unerschütterlicher Freundschaft Spannungen lauern und dass ein furchtbares Geheimnis seine Freunde belastet – ein Geheimnis, das auch ihn mehr und mehr in seinen dunklen, mörderischen Sog zieht.


Themen


Altgriechisch, Studentenleben, College, Elite


Meine Meinung


Das Wichtigste zuallererst: "Die geheime Geschichte" ist kein klassischer Kriminalroman.
Schon auf den ersten Seiten weiß der Leser, wer der Mörder ist und wer sein Opfer war.
Der Ich-Erzähler plaudert ganz unbekümmert von diesem Moment, so als wäre es eine
selbstverständliche Tat gewesen, um danach zurückzugreifen und zu erklären, wie es zu
diesem Mord kommen musste. Sie konnten gar nicht anders, wirklich.
Der Leser erfährt über sein Leben als Außenseiter, von seiner Mühe und seinem Wunsch sich in den erlesenen Kreis von altgriechisch Studenten einzuhandeln.
Selbst als Leser wurde ich von diesen Studenten geblendet, nicht nur von ihrem
vorbildhaften Studentendasein: Ist es geschickte Manipulation oder ein genialer Schachzug der Autorin, aber immer wieder ertappte ich mich dabei, wie ich mit den Mördern sympathisiere und ihnen Verständnis entgegenbringe.
Donna Tartt beschreibt das Miteinander dieser kleinen Gruppe von Studenten. Von Aussen betrachtet, sind sie gewissenhaft, selbstbewusst, und vor allem reich. Sie verweigern sich, sich mit den ordinären Studenten zu vermischen und saufen, koksen wie viele andere Studenten auch. Richard muss feststellen, dass unter der Oberfläche alles ganz anders ist, als das, was er sich in seinen Vorstellungen erträumt hat.
Das Buch besteht, nach dem Mord, aus zwei Teilen. Zuerst wird beschrieben, wie es zum Mord kommen konnte, wie eine handvoll Studenten zu dieser Tat fähig wurden. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den Folgen, mit dem Leben nach dem Mord.
Flüssig und mit einem fesselnden Schreibstil wird der Leser in die Geschichte
hineingezogen. Obwohl man von Anfang an weiß, was passiert ist, gelingt es der Autorin
trotzdem die Spannung hoch zu halten. Hier und da eingestreute Landschafts- und
Personenbeschreibungen lassen die Geschichte lebendig wirken, ohne sie zu überladen.
Irgendwie passt einfach alles. Man merkt deutlich, dass Donna Tartt Jahre an diesem
beeindruckenden Buch geschrieben hat.
"Die geheime Geschichte" hat mich vom Anfang bis zum Schluss vollkommen überzeugt. Sie hat weder Längen noch Schwächen und ist zeitlos, an keiner Stelle ist mir auch nur
aufgefallen, dass der Roman schon älter ist.
Negativ zu bemerken wären nur die vielen Schreibfehler (Produlctcode, Ostlclüstenbank,...) der aktuellen kindle-Version. Auf eine Anfrage hin, hat man mir mitgeteilt, dass eine verbesserte Version in Arbeit ist. 



Zitate


Schönheit ist Schrecken. Was immer wir schön nennen, wir erzittern davor.

Nicht macht so einsam oder orientierungslos wie die Schlaflosigkeit.

Und hier war er nun, der große Mann höchstselbst, und versengte uns alle mit den Strahlen
seiner Glorie.

An der Liebe zu Schönheit ist nichts auszusetzen. Aber Schönheit ist - sofern sie nicht
mit etwas Sinnvollerem vermählt ist - immer nur oberflächlich.


Weitere Meinungen zu diesem Buch


http://bouqueen.blogspot.com/2014/04/die-geheime-geschichte-von-donna-tartt.html


Ähnliche Bücher


Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert - Joël Dicker


Weitere Bücher der Autorin


Der Distelfink
Der kleine Freund